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Schlote der Schiffe ersticken Santorin in Griechenland

23. September 2018 / Aufrufe: 914

Die Caldera der Insel Santorin in Griechenland wird von den ungeheuren Emissionen der jedes Jahr zu hunderten einlaufenden Kreuzfahrtschiffen verpestet.

Den Messungen der Griechischen Ornithologischen Gesellschaft im Gebiet der Caldera der Insel Santorin in Griechenland zufolge sind die Rückschlüsse bezüglich der Gesundheit der Einwohner beunruhigend.

Die Schlote der Schiffe in der Caldera von Santorin schaffen einen außerordentlich belastenden „Cocktail“ atmosphärischer Verschmutzung, der die Gesundheit der Bewohner der Insel in Gefahr bringt.

Ungeheure Feinstaub-Konzentrationen in der Caldera von Santorin

Dies ist die beunruhigende Schlussfolgerung, zu dem die Griechische Ornithologische Gesellschaft nach den Messungen gelangt, die sie in dem Gebiet an den beiden Tagen des 18 – 19 Septembers 2018 zusammen mit Wissenschaftlern des Naturschutzbund Deutschland (NABU) verwirklichte.

Die Messungen zeigten, dass in der Caldera die Konzentrationen der Ultrafeinstaub-Partikel (UFP) im Verhältnis zu Gebieten mit sauberer Lauft 100 Mal höher sind. Die Feinstaub-Partikel werden mit ernsthaften Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, wie es die Herzgefäß- und Atemleiden einschließlich der Schlaganfälle und Krebsleiden sind, welcher Umstand zu einem vorzeitigen Tod führen kann.

„Kreuzfahrer“ pfeifen auf Gesundheit der Passagiere und Einwohner

Die sich mit der Verwaltung und dem Betrieb von Kreuzfahrtschiffen befassen verdienen aus der konkreten Tourismusart viel Geld, zumal es der am schnellsten wachsende Sektor in der Tourismus-Industrie ist. Gleichzeitig weigern sie sich jedoch, sich saubereren Treibstoffen zuzuwenden oder Geld für Abgasreinigungs-Technologien auszugeben und bringen damit nicht nur die Gesundheit ihrer eigenen Kunden, sondern auch der Einwohner und Besucher der Insel Santorin in Gefahr„, merkt Konstantina Demiri an, die für die Politik der Ornithologischen Gesellschaft zuständig ist.

Messwerte im Hafen von Santorin am 18 September 2018
Feinstaubbelastung am 18 September 2018 im Hafen von Santorin in Griechenland
Atmosphärische Verschmutzung (Feinstaubpartikel je cm³) eines ablegenden Schiffs

Für den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Druck, unter dem Santorin infolge der Explosion des Tourismus steht, ist der Umstand bezeichnend, dass im Jahr 2015 insgesamt 636 Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 790.000 Passagieren die Insel ansteuerten, was sogar den Hafen von Piräus übertrifft. In der Bemühung, die Situation handhabbar zu machen, verhängte der Gemeindeverband Santorin eine Höchstgrenze von 8.000 Kreuzfahrt-Passagieren je Tag.

Die Experten betonten, dass die Schiffe im Mittelmeer mit Schweröl und ohne den Einsatz von Abgasfiltern betrieben werden dürfen, da entsprechende gesetzliche Regelungen fehlen, wie sie für Autos und Lastwagen gelten. Daher enthalten die Abgase der Schiffsmotoren ungeheure Mengen an Ultrafeinstaub-Artikeln sowie krebserregenden atmosphärischen Verunreinigungen wie Ruß, die einen signifikanten Anteil an dem Klimawechsel haben.

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Jorgo-Benth
    23. September 2018, 18:00 | #1

    Wie kann man es nur zulassen das diese Art des Massentourismus diese herrliche Insel und die Gesundtheit ihrer Bewohner so dramatisch zerstört? Für den Tourismus vor Ort haben die Kreutzfahrt-Touristen letztlich nur Almosen über. Die Verantwortlichen sollten möglichst schnell zu einer verträglichen Art des Fremdenverkehrs zurückkommen.

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