Griechenland in der „Schlinge“ der Memoranden

16. September 2018 / Aufrufe: 466

Unter dem Regime der Troika hat sich in Griechenland im Zeitraum 2010 – 2015 die mit rund 3000 Fällen verzeichnete Anzahl der registrierten Selbstmorde fast verdoppelt.

Laut den offiziellen Angaben der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) und der Selbstmord-Warte des Tageszentrums für Suizidprävention haben sich in Griechenland die Selbstmorde in den Jahren der sogenannten Troika fast verdoppelt.

Im selben Moment begehen in den letzten Jahren in Griechenland jährlich über 600 unserer Mitmenschen Selbstmord, wobei ab 2010 bis 2015 fast 3.000 Selbstmorde mit häufigster Methode das Erhängen verzeichnet wurden.

95% der Suizide in Griechenland hätte zuvorgekommen können

Parallel bleibt, wie die Angaben der Selbstmord-Warte des Tageszentrums für Suizid-Prävention anführen, während der Jahre 2016 und 2017 und bis zum 31 August 2018 die Anzahl der Suizide im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt konstant höher. Es sei angemerkt, dass in Griechenland laut den Angaben der ELSTAT von 2000 bis 2009 die durchschnittliche Selbstmordrate 360 im Jahr betrug.

Angaben zufolge, die anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10 September 2018 die KLIMAKA (www.klimaka.org.gr – Suizid-Hotline 1018), sprich „Nichtregierungsorganisation für Humankapital-Entfaltung zur Bewältigung der gesellschaftlichen Exklusion“ an die Öffentlichkeit gab, zeigt sich in Griechenland die Anzahl der Selbstmorde von 2000 bis 2015, aber auch in den letzten drei Jahren stabil ansteigend, jedoch hätte 95% der Suizide zuvorgekommen können werden.

In Griechenland werden keine Aufzeichnung über die nicht tödlich verlaufenen Selbstmordversuche geführt, die auf fast 25 mal mehr als die registrierten Suizide geschätzt werden, während unbekannt ist, wie viele Selbstmorde aus verschiedenen Gründen nicht als solche gemeldet werden.

In Griechenland begehen viermal mehr Männer als Frauen Selbstmord

Die wie von dem Tageszentrums für Suizidprävention analysierten jüngsten Angaben der ELSTAT in Zusammenhang mit den Todesgründen in Griechenland zeigen für das Jahr 2015 einen kleinen Rückgang der Größenordnung von 6,4% im Vergleich zu 2014.

Konkret beliefen sich 2015 die suizidbedingten Todesfälle auf 529, gegenüber 565, die 2014 verzeichnet worden waren. Ab 2010 bis 2015 wurden wenigsten 2.989 Selbstmorde verzeichnet, während anzuführen wert ist, dass auf jeden Suizid einer Frau vier Suizide von Männern kommen. Konkreter betrug die Selbstmordrate bei den Männern 8,1 je 100.000 und bei den Frauen 1,91 je 100.000.

Der Verwaltungsbezirk mit dem höchsten suizidbedingten Sterblichkeitsindex war für 2015 die Insel Kreta, gefolgt von Epirus, Ostmakedonien und Thrakien.

(Quelle: dimokratianews.gr)

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