Das Elend Griechenlands ist noch nicht vorbei

20. August 2018 / Aufrufe: 497

Die Schwierigkeiten für Griechenland sind nach dem 20 August 2018 nicht zu Ende.

Die britische Zeitung „Guardian“ legt in einem am 12 August 2018 publizierten Artikel dar, dass Griechenland nach fast neuen Jahren einer Krise und harter Austerität in der kommenden Woche aus dem dritten Rettungsprogramm („Memorandum“) herauskommen wird, die Schwierigkeiten jedoch keinesfalls zu Ende sind.

Die Zeitung unterstreicht, die Narben der griechischen Krise bleiben tief – mit schwachen Banken, großen fälligen Schulden des Staats, keinerlei Spielraum für fiskalische Aufwendungen und der öffentlichen Verschuldung bei 180% des BIP, die damit die höchste Verschuldung in der Europäischen Union darstellt.

Griechenlands linke Regierung ging absurde Verpflichtungen ein

Der besagte Artikel betont weiter, der Kampf Athens, den Bankrott abzuwenden, habe Europa in „nicht kartographierte Gewässer“ geführt. „Die Krise enthüllte ab ihrem Beginn nicht nur die Fehler Griechenlands, sondern auch die Mängel der unvollkommenen Struktur der Europäischen Union„, wird angemerkt und unterstrichen:

Trotz des zu schimmern beginnenden Lichts bleibt nicht nur bei dem IWF die skeptische Haltung bestehen. Obwohl Athen bei der Reduzierung des fiskalischen Defizits einen signifikanten Fortschritt gemacht hat, hat es immer noch ‚konkreten aus- und inländischen Risiken‘ zu begegnen. Die jüngste Erleichterung der Verschuldung gab eine gewisse Hoffnung, die jedoch durch die überoptimistischen Prognosen bezüglich der Entwicklung des BIP und der Fähigkeit Griechenlands geschmälert wurden, hohe Primärüberschüsse zu haben.

Ebenfalls erfolgt eine Bezugnahme auf die Jugendarbeitslosigkeit und die Abwanderung ins Ausland. „Die Wirtschaft schrumpfte um 26%, ein Fünftel des Arbeitskräftepotentials – 2/5 der jungen Leute – sind arbeitslos geblieben, während ungefähr 500.000 Personen hauptsächlich in die reicheren Mitgliedstaaten des europäischen Nordens weggegangen sind. Und die Schwierigkeiten sind noch nicht zu Ende.

Wie die Guardian unterstreicht, „hat die linke Regierung Griechenlands eine unglaubliche Reihe optimistischer Zielvorgaben unterschrieben. Das post-memorandische Griechenland hat sich verpflichtet, bis einschließlich 2022 jährliche Primärüberschüsse der Größenordnung von 3,5% des BIP – welches Ziel nach den ’70er Jahren nur von einer handvoll Ländern erreicht wurde – und danach bis 2060 von 2,2% des BIP zu generieren.

(Quellen: dikaiologitika.gr, theguardian.com)

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