Seniorentourismus als Chance für Griechenland

18. Mai 2018 / Aufrufe: 647

Touristen im Alter ab 65 Jahren brachten Griechenland 2016 beachtliche Einnahmen.

Die Touristen im sogenannten dritten Alter (65+), die 2016 Griechenland für Urlaube besuchten, gaben rund 2 Mrd. Euro aus. Dies ist einer der grundlegenden Rückschlüsse der Studie mit Thema „Profil eingehenden Tourismus dritten Alters für Urlaube in Europa„, die das Institut des Verbands griechischer Tourismusunternehmen (INSETE) ausarbeitete.

Besagte Studie basiert auf Angaben der IPK International, sprich einer auf die Erforschung des Reiseverhaltens der Touristen spezialisierten Firma.

Touristen im Seniorenalter sind eine lukrative Klientel

Die Touristen im sogenannten dritten Alter mit Griechenland als Reiseziel verwirklichten 1,7 Mio. Reisen (was 6,1% der Summe der Reisen im Land nebst Kreuzfahrten entspricht) und 16,5 Mio. Übernachtungen (8,5% der Summe der Übernachtungen im Land nebst Kreuzfahrten).

93% der Besucher, 93% der Übernachtungen und 76% der Aufwendung kamen von europäischen Märkten, 7% der Übernachtungen und 24% der Aufwendung dagegen von nichteuropäischen Märkten. Griechenland stellte für die europäischen Märkte das siebtbeliebteste und für die nichteuropäischen Märkte das zehntbeliebteste Ziel mit Marktanteilen von entsprechend 5% und 4% dar. Die hauptsächlichen europäischen Märkte Griechenlands waren Großbritannien (404.000), Deutschland (336.000) und Frankreich (238.000). Bei den außereuropäischen Märkten decken die USA 49% der nichteuropäischen Reisen, 58% der Übernachtungen und 43% der Aufwendung ab.

Verlängerung der touristischen Saison und Steigerung der Einnahmen

Die Touristen dritten Alters, die 2016 europäische Ziele für Urlaube besuchten, zählten 35,9 Mio. Sie verwirklichten 344,8 Mio. Übernachtungen und gaben ungefähr 41 Mrd. Euro aus. Die durchschnittliche Aufwendung je Reise betrug 1.142 Euro und die durchschnittliche Aufwendung pro Tag 119 Euro. Anlässlich der Ausarbeitung der Studie erklärte Aris Ikkos, wissenschaftlicher Leiter des INSETE:

Der Markt der Touristen im dritten Alter ist groß und wohlhabend, aber mit den demographischen Tendenzen als gegeben auf weltweitem Niveau auch sehr dynamisch. Die Anpassung des griechischen Touristikprodukts an die Anforderungen und Wünsche der konkreten Kunden wird die Nutzung des physischen und kulturellen Reichtums des Landes gestatten, bei paralleler Verlängerung der Saison und Steigerung der Einnahmen. Die Komponenten existieren, es ist ihre Kombination auf eine solche Weise erforderlich, damit ein geeignetes Produkt geschaffen wird, das die Steigerung des eintreffenden Reisestroms von Touristen dritten Alters gestatten wird.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. GR-Block
    18. Mai 2018, 09:38 | #1

    Noch viel effizienter wäre die Anerkennung griechischer Kur- und Rehaeinrichtungen durch europäische Krankenkassen. Überall in Hellas gibt es physiotherapeutischen Service und an jeder Ecke kommt heißes, stinkendes Wasser aus der Erde, dem man magische Eigenschaften nachsagt. Außerdem ist (war) der Ärzteschlüssel in GR viel besser als in den finanzoptimierten Industriestaaten – deshalb auch die hohe Lebenserwartung der Griechen. Hier gäbe es also einen hochqualifizierten Service anzubieten und nicht nur Bettlakenwaschen und Hotelzimmersaugen wie im all-exclusive Massentourismus.
    Aber die Medizin ist ja ein Riesenmarkt, den man vor internationaler Konkurrenz schützt. Der freie Binnenmarkt dagegen bezieht sich nur auf Exportartikel und -services der FUKG-Staaten, wie z.B. das Vermitteln von Urlaubsreisen. Das hat keine Produktionskosten (bis auf eine Webseite, also 99% Gewinn) und vermittelt über alle Grenzen hinweg. Massenweise Bettlaken waschen dürfen dann die hoch qualifizierten Arbeitslosen vor Ort.

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