Benzinpreise in Griechenland knacken Grenze von 2 Euro!

25. Mai 2018 / Aufrufe: 833

Im Rahmen des steilen Anstiegs der Kraftstoffpreise wurden in Griechenland auf einigen Inseln mittlerweile Benzinpreise von über 2 Euro pro Liter verzeichnet.

Auf den Inseln der Kykladen-Gruppe zahlen Einwohner und Reisende für bleifreies Benzin um bis zu 40 Cent über dem landesweit gemittelten Durchschnittspreis.

Konkret „knackte“ auf einigen griechischen Inseln der Benzinpreis inzwischen die Grenze von 2 Euro pro Liter, und ab dem Moment, wo die internationalen Ölpreise sogar die Grenze von 80 Dollar pro Barrel überstiegen, vermag niemand vorauszusehen, wo die Kraftstoffpreise noch angelangen werden.

Benzinpreise in Griechenland erwecken Verdacht auf Preisabsprachen

Den amtlichen Angaben zufolge gestaltete sich in Griechenland der landesweit gemittelte Preis für bleifreies Benzin mittlerweile auf 1,639 Euro pro Liter, gegenüber 1,565 Euro pro Liter vor einem Monat, während entsprechend auch der Anstieg bei Diesel (von 1,339 auf 1,410 Euro pro Liter) ausfällt. Das Problem ist, dass speziell auf den Kykladen der gemittelte Preis 1,863 erreichte, also ungefähr 23 Cent höher liegt, wogegen der Preis sich auf anderen Inseln der Ägäis auf unter 1,70 Euro pro Liter gestaltete.

Der zweite bemerkenswerte Punkt ist, dass sogar auch zwischen den Kykladen-Inseln große Preisunterschiede verzeichnet werden. Bezeichnend ist, dass sich auf Sikinos und Amorgos der Preis für bleifreies Benzin bei 2 Euro pro Liter bewegt, während man auf Tinos und Syros bleifreies Benzin um bis zu 25 Cent billiger findet.

Wie bekannt ist, gibt es in Griechenland bei den Kraftstoffen keine (staatliche) Preiskontrolle, womit sich theoretisch die Einzelhandelspreise auf Basis dem Prinzip von Angebot und Nachfrage gestalten, wobei (insbesondere hinsichtlich der Inseln) auch die höheren Transportkosten zu berücksichtigen sind. Ist die Sache jedoch so simpel?

Wer die amtlichen Angaben analysiert, wird feststellen, dass die Preise auf kleineren Inseln keine großen Unterschiede aufweisen. Und die Frage ist, wird sich der Wettbewerbsausschuss einschalten um zu untersuchen, ob es harmonisierte Praktiken, also Vereinbarungen „unter dem Tisch“ über abgestimmte Preise gibt? Funktioniert auf den Inseln und in anderen Regionen Griechenlands, wo weit über dem Durchschnitt liegende Preise beobachtet werden, der Wettbewerb korrekt?

(Quelle: iefimerida.gr / Auszug)

  1. Björn Janßen
    26. Mai 2018, 23:23 | #1

    Die Inseln sollten sich perfekt für Elektrofahrzeuge eignen.

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