Survival-Sex in Griechenland

21. April 2018 / Aufrufe: 6.169

Eine Reportage des amerikanischen Netzwerks NBC berichtet über in Athen gestrandete junge Immigranten, die sich für wenige Euro prostituieren um zu überleben.

In einer Reportage des amerikanischen Nachrichten-Netzwerks NBC wird das Abenteuer des 19-jährigen Afghanen Kasim aufgezeichnet, der ungefähr 6.500 Kilometer durch den Iran, die Türkei, Bulgarien und Serbien zu Fuß zurücklegte.

Sein Ziel war, nach Deutschland zu gelangen, in Ungarn begegnete er jedoch geschlossenen Grenzen. Er gesteht ein, schon vier Mal versucht zu haben, Griechenland mit gestohlenen oder gefälschten Reisepässen zu verlassen, wurde jedoch jedes Mal erwischt und festgenommen.

In Griechenland gestrandete Immigranten prostituieren sich ab 5 Euro

So gelangte Kasim auf dem Straßenstrich der Omonia-Straße im Zentrum Athens an, wohin sich häufig junge Asylbewerber begeben und für wenige Euro ihre Körper verkaufen. „Wir schämen uns, wir sind nicht homosexuell, uns gefällt nicht, was wir tun. Wenn Du auf der Straße lebst, musst Du jedoch tun was nötig ist, um zu überleben„, meint er. Der 19-jährige Afghane enthüllt, der Preis für Sex sei bei bis zu nur 5 Euro angelangt, da es viele junge Immigranten – selbst noch jüngere als er selbst – gibt, die ihren Körper verkaufen um zu überleben.

In der Reportage des NBC wird sogar betont, dass zur Stunde, wo Kasim ihnen all das offenbarte, weißhaarige alte Männer junge Immigranten ansprachen, entweder um ihnen anzubieten, ihnen einen Kaffee zu spendieren, oder auch für mehr … .

Kasims Traum ist jedenfalls, Griechenland zu verlassen. „Athen ist sehr hässlich. Wenn ich nicht nach Deutschland gelange, werde ich mich umbringen„, sagte der 19-jährige Afghane zu dem Journalisten des NBC. Zu dem Reporter sprach auch ein weiterer Afghane namens Fazul, der angibt, 22 Jahre alt zu sein, Kasim glaubt jedoch nicht, dass er älter als 17 ist. Fazuhl gesteht gegenüber dem NBC ein, oft Sex ohne Kondom zu haben um 5 Euro mehr zu bekommen, wozu Kasim kommentiert, „in seinem Kopf stimmt was nicht„.

Die beiden jungen Männer sagen, mit dem auf diese Weise verdienten Geld Essen und Zigaretten sicherzustellen, während sie sich manchmal auch ein Hotelzimmer zu leisten vermögen, anderenfalls schlafen sie meistens in Parks und auf Plätzen. „Meine Familie glaubt, ich lebe im besten Hotel Athens„, meint Fazul und erklärt, seiner Familie nicht sagen zu können, wie weit er heruntergekommen ist.

Laut dem Sozialarbeiter Tasos Smetopoulos begann die Praxis des Survival-Sex in Athen Anfang 2016 in Erscheinung zu treten. Wie NBC anmerkt, befinden sich in Griechenland ungefähr 3.000 unbegleitete Minderjährige, von denen 95% Jungen sind. Im selben Moment hat Griechenland nur 1.000 Plätze für unbegleitete junge Kinder in organisierten Strukturen.

(Quellen: iefimerida.gr, nbcnews.com)

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