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Griechenlands Steuerfahnder lauern Airbnb-Vermietern auf

20. April 2018 / Aktualisiert: 03. September 2018 / Aufrufe: 1.541

Eigentümer über Plattformen wie Airbnb zur Vermietung ausgelobter Immobilien in Griechenland geraten zunehmend ins Visier der Steuerfahndung.

Das Finanzamt in Griechenland hat einen … „Schnellverfahrens-Mechanismus“ angelegt um Steuerpflichtige zu „erwischen“, die Wohnungen mittels der elektronischen Plattform Airbnb vermieten, die Mieteinnahmen jedoch nicht in ihrer Steuererklärung deklarieren.

In einem Pilot-Betrieb des Mechanismus sind bereits die ersten Eigentümer, die Immobilien mittels der elektronischen Sharing-Plattform vermieteten, ausfindig gemacht worden, und die meisten von ihnen sputeten sich freiwillig, in ergänzenden Steuererklärungen die eingenommenen Mietzahlungen zu deklarieren und die entsprechende Einkommensteuer (nebst den fallweise fälligen Strafgeldern Zuschlägen) zu zahlen.

Steuerfahnder geben sich als potentielle Mieter aus

Die Unabhängige Behörde für Öffentliche Einnahmen (AADE) plant, unter Nutzung aller verfügbaren Daten und Informationen die Kontrollen zu intensivieren und auszuweiten. Die AADE begann die Kontrollen bezüglich der Immobilien-Vermietungen mittels Airbnb im Jahr 2017 und bediente sich dabei der Methode, den potentiellen Kunden vorzutäuschen.

Anfänglich machte sie mittels der Internetplattform hauptsächlich in der Region Athens, aber auch an beliebten touristischen Zielen in Griechenland zur Vermietung angebotene Immobilien aus und überprüfte deren Verfügbarkeit. Im weiteren Verlauf machte sie aus den in der Online-Annonce angeführten Angaben die Eigentümer aus.

Für 55 dieser Eigentümer gab es starke Indizien, dass sie die Einkommen aus den Immobilien nicht deklarierten. Der nächste Schritt war, dass die Fahnder mit den Eigentümern telefonierten um ihnen mitzuteilen, als Ziele einer möglichen Kontrolle (Steuerprüfung) wegen Nichtangabe von Einkommen aus Immobilienvermietung ausfindig gemacht worden zu sein.

Was das Ergebnis war? 39 der besagten 55 Eigentümern schritten freiwillig zur Einreichung modifizierender Einkommensteuererklärungen und deklarierten zusätzliche Einkommen aus Immobilien in Höhe von insgesamt 920.000 Euro, wobei die festgestellten zusätzlichen Steuern 200.000 Euro überstiegen.

Auf Basis der Bestimmungen der griechischen Steuergesetzgebung wird das Einkommen aus den Kurzzeitvermietungen von Immobilien als „Einkommen aus Immobilien“ besteuert und der entsprechende Steuersatz bewegt sich analog zur Höhe des Einkommens bei 15% – 45% plus Solidaritätsabgabe.

(Quelle: dikaiologitika.gr, basierend auf einer Reportage der Zeitung „Ethnos“)

Besitzer von Immobilien in Griechenland als „Melkschweine“ des Fiskus

Ergänzend sei angemerkt, dass in Griechenland von Privatpersonen deklarierte Mieteinnahmen eigenständig und unabhängig von dem Gesamteinkommen des jeweiligen Steuerpflichtigen ohne jeglichen Freibetrag ab dem ersten Euro pauschal einer sogenannten Einkommensteuer auf Einnahmen aus Immobilien mit ab 15% bis 45% gestaffelten Sätzen unterliegen.

Zur Bemessung der sogenannten Solidaritätsabgabe mit ab 2,2% bis 10% gestaffelten Sätzen werden allerdings die auf besagte Weise „pauschal“ besteuerten „Einnahmen aus Immobilien“ zu sämtlichen sonstigen Einnahmen und Einkommen des Steuerpflichtigen hinzuaddiert und ein zweites Mal bzw. zusätzlich besteuert.

Schließlich gelten in Griechenland bezüglich speziell über Plattformen wie Airbnb, aber grundsätzlich auch allgemein auf jedwede Weise erfolgender Kurzzeitvermietungen seit Anfang 2018 rückwirkend (!) neue strenge Verpflichtungen und Vorschriften, deren Erfüllung bzw. Umsetzung allerdings bis heute daran hapert, dass – praktisch seit 2017 anhängige – erforderliche (Ministerial-) Beschlüsse und Runderlasse nach wie vor ausstehen.

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