Frankreich will Griechenland gegen Türkei unterstützen

18. April 2018 / Aufrufe: 2.173

Laut Emmanuel Macron wird Frankreich Griechenland beistehen, falls es von der Türkei bedroht werden sollte.

Frankreich zeigt bei der Verteidigung Griechenlands seine Solidarität„, betonte der französische Präsident Emmanuel Macron auf eine Intervention des griechischen Europa-Abgeordneten Notis Marias antwortend, der fragte, ob von Seite Frankreichs eine verbindliche Zusage bezüglich des Schutzes der griechisch-europäischen Grenzen angesichts der seitens der Türkei erfolgenden regelmäßigen Verletzungen vorgesehen sei.

Wie Emmanual Macron anmerkte, stehe in dem Thema der Verteidigung eines jeden Landes, wenn dieses bedroht wird, „die Position Frankreichs fest: Frankreich steht Mitgliedstaaten bei, wenn ihre Souveränität bedroht wird„.

Schutz aller Bürger im Europa mehrerer Geschwindigkeiten

Der französische Präsident fügte an, er erachte, jedes Land habe ein Recht auf Verteidigung, so auch Griechenland hinsichtlich der Türkei, wie er auch in seinen Unterredungen mit Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras geäußert hat, und betonte: „Frankreich zeigt seine Solidarität bei der Verteidigung Griechenlands.

Außerdem wendete sich die griechische Europa-Abgeordnete Eva Kaïli an Emmanuel Macron und meinte, die Europäische Union bestehe nicht nur aus Franzosen und Deutschen, sondern auch aus anderen Ländern wie Griechenland, Spanien und Italien, und fragte den französischen Präsidenten, ob er ein ideologisches Gegenmittel für die Beziehung Frankreichs und der Europäischen Union zu Griechenland vorsehe.

Der französische Präsident führte an, es existiere das Europa mehrerer Geschwindigkeiten, jedoch sorge er sich um den Schutz aller europäischen Bürger und Ziel sei, dass keine Mitglieder von den Diskussionen der Union auf Länderebene ausgeschlossen werden, und dies erweise sich hier und jetzt aus der selbigen Präsenz und Aktivität der Europa-Abgeordneten im gegenwärtigen Europäischen Parlament.

(Quelle: topontiki.gr)

  1. Horst
    18. April 2018, 09:16 | #1

    Man fragt sich, warum sich Deutschland zu diesem Thema nicht eindeutig positioniert ?

  2. GR-Block
    18. April 2018, 19:00 | #2

    Emmanuel Macron wollte das Einbrechen des Merkel- Schäubleschen Motors für die Entwicklung der EU in Richtung einer dEU für seine politische Profilierung nutzen. Jetzt sollte es eine fEU werden. Leider machen da die anderen EU-Mitglieder nicht wirklich mit. Die haben nämlich Probleme, ihren EU-müden Wahlvölkern den fEUdalismus zu vermitteln. Würde man – Gott bewahre – die Völker fragen, dann müsste man den Verein auflösen.
    Man erinnere sich, während die Griechen in einer Volksabstimmung die dEU abwählten, konnte die beim Volk „beliebte“ radikalsozialistische Athener EU die Sache noch aussitzen. Anders kam es in UK. Denn dort haben die „ungeliebten“ Alteingesessenen eine entsprechende Volksabstimmung durchgeführt. Sie aber trauen sich nicht – weil ungeliebt – des Volkes Votum einfach so zu übergehen. Nun bricht der Franzose ein und sucht händeringend nach politischer Unterstützung. Auch sein Volk ist von der dEU nicht begeistert, aber offensichtlich nicht einmal von einer fEU.
    Da kommt der Krieg gerade recht. Die drei Westmächte (FUK-US) blasen gegen Asad und zwingen die EU-Partner zur Loyalität. Gleichzeitig sagt Macron Tsipras Unterstützung gegen Arkadaş Erdogan zu, um wenigstens einen kleinen Partner auf seine Seite zu ziehen, quasi als erster Dominostein. Und auch um eventuell bei den Islamophoben zu punkten.

    Man beachte allerdings, die Zusage Macrons an Tsipras wird nur in griechischen Medien verbreitet. Weder in englischer noch in deutscher Sprache findet sich auch nur ein Sterbenswörtchen darüber. (Kann das jemand in Französisch prüfen?) Die Meldung ist offensichtlich nur für das griechische Volk lanciert worden.
    Hoffentlich wird Tsipras Macrons Versprechen niemals einfordern müssen. Anstatt einer helfenden Hand könnte er einen „Varoufakischen Finger“ zu Gesicht bekommen.

  3. 19. April 2018, 13:30 | #3

    Rothschild-Macron bietet Griechenland vordergründig Beistand gegen die Türken an, wahrscheinlich aber in erster Linie, um an die griechischen Öl- und Gasvorkommen in der Ägäis heranzukommen. Daneben spielen auch Planungen eine Rolle, israelisches Gas über Zypern und die griechischen Gewässer per Pipeline nach Europa zu pumpen.

    Macron ist deshalb nicht zu trauen! Daneben will er zwar keine deutsch domminierte EU, aber trotzdem reichlich deutsches Geld, um seine Staatsschulden bedienen zu können. Dass Deutschland keine einziges solidarisches Wort für Griechenland im Falle eines türkischen Angriffs hat, ist eine Bankrotterklärung ohnegleichen! Man biedert sich bei Erdowahn in untertänigster Weise an, um ihn nicht zu verärgern.

    Unverzeilich die Rolle Deutschlands auch bei den Waffenlieferungen an den Aggressor aus Ankara! Deutsche Panzer für die Türkei mit denen auch Griechenland angegriffen werden kann. Wir stellen fest, wie weit die Türkisierung in Deutschland schon stattgefunden hat.

    Griechenland sollte unabhängig von der Nato, bilaterale Beistandpakte mit Gleichgesinnten in der Region und direkt mit Trump verhandeln. Aus Europa und der Nato ist keine Hilfe zu erwarten.

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