Anstieg der Asylanträge in Griechenland

31. März 2018 / Aufrufe: 359

In Griechenland wurde für das Jahr 2017 ein Anstieg der Asylanträge um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.

Laut dem am 30 März 2018 von dem Griechischen Flüchtlingsrat (GRC) präsentierten Jahresbericht Asylum Information Database (AIDA) Report on Greece 2017 wurden in Griechenland 15% mehr Asylanträge als im Vorjahr 2016 verzeichnet.

Insgesamt wurden 2017 in Griechenland 58.661 Asylanträge gestellt.

Verzögerungen bei der Bearbeitung von Asylanträgen in Griechenland

Damit tangieren die in Griechenland verzeichneten Asylanträge sogar 8,5% der Summe der Anträge in der EU, welcher Anteil es als ein Land mit der größten Anzahl an Asylanträgen unter den Ländern der Europäischen Union macht. Trotz allem sind 36.340 Asylanträge anhängig. Der auf ungefähr 28% veranschlagte und damit größte Anteil der Asylanträge für Griechenland kommt von Syrern.

Ein besonders signifikantes Fakt ist, dass 1 von 3 Anträgen länger als 6 Monate anhängig bleibt, während insgesamt 4.000 Anträge sogar länger als ein Jahr anhängig sind. Die durchschnittliche Zeit für die Vollendung des Prozedere für die Bearbeitung der Asylanträge wird für 2017 mit 6 Monaten abgegeben.

Die Verzögerungen signalisieren auch einen erheblichen Druck auf das Aufnahmesystem, da sie für einen längeren Zeitraum in den Auffangstrukturen bleiben, was die Möglichkeit einer Aufnahme neuer Menschen in den Einrichtungen reduziert„, merkte Alexandros Konstantinou, Mitglied des juristischen Dienstes des GRC, während der Präsentation des Berichts an. Bis Ende 2017 betrieb die Asylbehörde Stellen an 22 Orten in ganz Griechenland.

(Quelle: amna.gr)

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