Griechenlands Regierung feiert elende Arbeitsplätze

21. Januar 2018 / Aufrufe: 695

Während 6 von 10 Arbeitnehmern in Griechenland in elenden Jobs zu arbeiten gezwungen sind, feiert die Regierung eine angebliche Erfolgsgeschichte.

In einem Artikel prangert die Deutsche Welle (DW) die Beschäftigungsverhältnisse an, unter denen die Griechen arbeiten, während die Regierung über den angeblichen Rückgang der Arbeitslosenquote in Griechenland jubiliert.

Auf in der vergangenen Woche veröffentlichten Angaben basierend ergeht in dem Beitrag mit dem Titel „Die Griechen ’stecken‘ in elendigen Teilzeitstellen fest, während die Regierung auf einem Erfolg beharrt“ die Rede von elendigen und unsicheren Arbeitsplätzen, an denen 6 von 10 Griechen zu arbeiten gezwungen sind.

Griechenlands Regierung feiert Wachstum ohne Substanz

Der Artikel der DW spricht sogar von einem Wachstum ohne Substanz, da im vergangenen Jahr die selben Angaben niedriger lagen, während in Griechenland 5 von 10 Arbeitnehmern im Durchschnitt sechs Monate lang von Arbeitgebern unbezahlt bleiben, die für eine Teilzeitbeschäftigung bereits weniger als 500 Euro zahlen.

Giorgos Kollias, wissenschaftlicher Mitarbeiter der GSEE, führte im Gespräch mit der deutschen Welle an, „Die Arbeitshypothese war, dass nach den Lohnkürzungen und den für die Arbeitnehmer einfacheren Einstellungsbedingungen neue Arbeitsplätze entstehen werden würden. Dies erwies sich letztendlich als Bumerang und schuf einen monströsen Arbeitsdschungel. Es erübrigt sich zu sagen, dass die Schwächsten am meisten getroffen wurden.

Die Korrespondentin der DW in Athen kommentiert die Haltung der Regierung in einem strengen Ton und merkt an: „Und trotz allem behaupten Amtsträger, all dies sei Teil einer Success Story der linken Regierung des Alexis Tsipras, die sich auf die Endgerade ihrer vierjährigen Legislaturperiode zu bewegt und dabei darauf vorbereitet, in diesem Jahr (2018) von der Austerität und den Memoranden befreit zu werden.

Die offiziellen Statistiken in diesem Monat zeigten, dass die einmal erschreckende Arbeitslosenquote von 27% in Griechenland auf 20% sank, jedoch bleibt sie fast dreimal höher als der Durchschnittswert von 8% in der EU. Da die Regierung jede Person, die wenigstens 2 Stunden in der Woche arbeitet, als Beschäftigten verzeichnet, sind Analysten, Politiker und Menschen im ganzen Land auf die Barrikaden gestiegen und widerlegen die rückläufige Tendenz der Arbeitslosigkeit. Private Arbeitsorganisationen und Think Tanks siedeln die wirkliche Quote bei 25% an. Selbst auch so meint die Regierung jedoch, signifikante Schritte zu tun„, führt abschließend die Deutsche Welle an.

(Quelle: kathimerini.gr)

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