Bis zu 4 Euro „Aufenthaltssteuer“ in Griechenland

19. Januar 2018 / Aufrufe: 1.473

Touristen und Urlauber müssen in Griechenland seit Anfang 2018 eine ab 50 Cent bis zu 4 Euro betragende Übernachtungsgebühr entrichten.

Das griechische Finanzministerium reichte im Parlament eine Novelle in Zusammenhang mit der in Griechenland seit 2018 für Hotel- und Fremdenzimmer zu entrichtenden Aufenthaltsabgabe bzw. Übernachtungsgebühr ein.

In der Novelle wird bestimmt, dass die sogenannte „Aufenthaltssteuer“ in jedem Fall den sich in einer Hotelunterkunft, einem (Fremden-) Zimmer oder einer (Ferien-) Wohnung Untergebrachten (Anmerkung: also nicht das Unternehmen!) belastet und nach seinem Aufenthalt in der Unterkunft und vor seiner Abreise aus dieser unter Ausgabe eines einschlägigen Belegs erhoben wird.

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Die Abführung der besagten neuen Steuer an die Steuerverwaltung hat von den Unternehmen mittels monatlicher Deklarationen zu erfolgen, die jeweils spätestens bis zum letzten Tag des Folgemonats einzureichen sind. Es sei angemerkt, dass die Aufenthaltssteuer ab dem 01 Januar 2018 gilt und sich von 0,5 bis zu 4 Euro je Übernachtung bewegt:

Für (Haupt-) Hotelunterkünfte mit 1 – 2 Sternen beträgt die Steuer 0,50 Euro je Übernachtung, für 3 Sterne steigt sie auf 1,5 Euro, für 3 Sterne auf 3 Euro und für 5 Sterne auf 4 Euro. Bei möblierten Zimmern beträgt die Aufenthaltssteuer einheitlich 0,50 Euro je Übernachtung.

Über die Einnahme der Aufenthaltssteuer stellen die Betriebe / Unternehmen spezielle Belege – Quittungen aus, die nicht mit Mehrwertsteuer belastet werden. Weiter wird in der Novelle betont, dass ein Beschluss des Leiters der „Unabhängigen Behörde für öffentliche Einnahmen“ (AADE), Giorgos Pitsilis, ergehen wird, mit dem alle Einzelheiten bezüglich der Umsetzung der einschlägigen Bestimmung geregelt werden sollen.

(Quelle: kathimerini.gr)

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Ergänzend sei angemerkt, dass auf den meisten der bisher einen steuerlichen Sonderstatus genießenden Inseln Griechenlands in Umsetzung „memorandischer Verpflichtungen“ (sprich Forderungen der Gläubiger des Landes) inzwischen auch die ermäßigten Mehrwertsteuer-Sätze abgeschafft worden sind.

Mit der der neuen Übernachtungssteuer sozusagen als i-Tüpfelchen werden sich speziell im sogenannten „oberen Bereich“ angesiedelte – sprich finanzkräftige – Touristen und Urlauber mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert sehen. Ob sie diese Abzocke „einfach so“ hinnehmen oder sich aber anderweitig orientieren werden, bleibt abzuwarten …

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