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Enormer Anstieg der Kinderarmut in Griechenland

21. November 2017 / Aufrufe: 685

In Griechenland waren 2016 weit über ein Drittel der Kinder und Jugendlichen von Armut und gesellschaftlicher Exklusion bedroht.

Gemäß den am 20 November 2017 von dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) veröffentlichten Angaben sind in Griechenland 37,5% der bis zu 17 Jahre alten Kinder und Jugendlichen von Armut oder sozialer Ausgrenzug bedroht.

Griechenland befindet sich damit in der Eurozone auf dem ersten Platz, da auf EU-Ebene nur Rumänien (49,2%) und Bulgarien (45,6%) noch größere Quoten verzeichnen.

Griechenland hat die höchste Kinderarmuts-Quote in der Eurozone

Zusätzlich verzeichnete Griechenland den Eurostat-Angaben zufolge zwischen 2010 und 2016 den größten Anstieg des Anteils der Kinder, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Spezieller stieg in den Jahren der Krise dieser Anteil um 8,8%, sprich von 28,7% auf 37,5% an. Es folgen Zypern (+7,8 Prozentpunkte), Schweden (+5,4%) und Italien (+1,1%).

Insgesamt waren 2016 in der EU 24,8 Millionen Kinder bzw. 26,4% der Bevölkerung im Alter von unter 18 Jahre von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die niedrigsten Quoten werden in Dänemark (13,8%), Finnland (14,7%) und Slowenien (14,9%) verzeichnet.

Im Verhältnis zu 2010 wurde in der EU insgesamt ein Rückgang dieser Quote um 1,1% (von 27,5% im Jahr 2010 auf 26,4% im Jahr 2016) verzeichnet, da bei der großen Mehrheit der Länder Minderungen beobachtet wurden. Der größte Rückgang wurde mit 17,5% in Lettland (von 42,2% im Jahr 2010 auf 24,7% im Jahr 2016) verzeichnet. Signifikante Minderungen wurden ebenfalls in Polen (-6,6%), Irland (-5,3% zwischen 2010 und 2016), Ungarn (-5,1%) Bulgarien (-4,2%) und Litauen (-3,4%) verzeichnet.

Die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder sind jene, die in Haushalten mit wenigstens einer der nachstehenden Voraussetzungen leben: die trotz der sozialen Beihilfen armutsgefährdet sind, die ernsthaften materiellen Entbehrungen begegnen oder die eine sehr niedrige Beschäftigungsintensität haben.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

  1. Lasaar
    21. November 2017, 13:50 | #1

    Ein neuer Begriff aus der bescheuerten Wortschöpfung: Kinderarmut …, was sagt das aus? Eltern reich, Kinder arm, oder was? Soll dieses Wort über eine allgemeine Verarmung hinwegtäuschen? Man sollte vielleicht sein Resthirn vor Gebrauch eines solchen Wortes einschalten.

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