Trunkenbolden droht in Griechenland lebenslänglicher Führerscheinentzug

26. September 2017 / Aufrufe: 935

In Griechenland soll zukünftig mehr als einmal alkoholisiert erwischten Autofahrern der Führerschein auf Lebzeiten entzogen werden.

Bereits einmal unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug führend erwischten Fahrern soll in Griechenland zukünftig der Führerschein auf Lebzeiten entzogen werden, falls sie erneut einschlägig auffällig werden sollten.

Dies sehen die von dem griechischen Justizministerium vorangetriebenen Bestimmungen vor, wie sie Justizminister Stavros Kontonis den Müttern präsentierte, die ihre Kinder bei Verkehrsunfällen verloren haben.

Härtere Strafen auch für Unfallflucht in Griechenland

Ziel des Ministeriums ist die Verschärfung des Geflechts der Sanktionen für die alkoholisierten Fahrer, wie es im übrigen auch im Ausland geschieht. Anfänglich wird, falls jemand erstmalig alkoholisiert am Steuer eines Fahrzeugs erwischt wird, der Führerschein für einen langen Zeitraum, vielleicht auch auf Jahre entzogen werden. Begeht er – Alkohol konsumiert habend – erneut irgendeine Verletzung der Straßenverkehrsordnung (StVO), wird die Entziehung des Führerscheins auf Lebzeiten vorgesehen sein.

Wie Herr Kontonis den Müttern sagte, die ihn besucht hatten, wird bereits eine gesetzliche Regelung bezüglich der Verschärfung der Strafen in den Fällen vorangetrieben, in denen gewissenlose Fahrer Unfallflucht begehen und die Opfer hilflos zurücklassen, während er bezüglich einer erneuten Untersuchung der in der (griechischen) StVO vorgesehenen Verwaltungsstrafen in Kontakt zu dem mitzuständigen Ministerien steht.

(Quelle: dikaiologitika.gr, Autor: Giorgos Antonopoulos)

  1. Helmut Josef Weber
    26. September 2017, 21:41 | #1

    Sollte man das nicht lieber europaweit einheitlich regeln? In Spanien gibt es z. B. bei Sachschaden nur den Tatbestand der Unfallflucht, wenn mehr als 60.000,00 Euro Schaden entstanden sind, und in Deutschland ist es eine Straftat, wenn man eine Mülltonne umfährt und nicht auf die Polizei wartet. Aber damit nichts gegen drastische Maßnahmen gegen Fahrten unter Alkoholeinfluss, nur bitte so weit wie möglich einheitlich in der EU.

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