Rentner bluten für Griechenland

18. August 2017 / Aufrufe: 1.296

Die Rentner sind die großen Verlierer der katastrophalen Krise in Griechenland.

Eine Reportage der Sächsischen Zeitung berichtet über die großen Opfer der griechischen Krise, nämlich die Rentner, die ihre Bezüge um bis zu 55% sinken sahen.

Und es wird weitergehen, da spätestens ab Anfang 2019 erfolgende erneute Kürzungen der Renten in Griechenland bereits gesetzlich beschlossen worden sind.

Griechenlands Rentner haben jede Hoffnung auf bessere Tage verloren

Ein ausführlicher Artikel auf der Website der Sächsischen Zeitung unter dem Titel „Bluten für Griechenland“ bezieht sich auf die wiederholten Beschneidungen der Renten in Griechenland und merkt an, die Rentner, welche die Opfer der Kürzungspolitik der Regierung sind, haben mittlerweile die Hoffnung verloren, dass bessere Tage kommen werden. Wie die Zeitung anführt: „Sie sind die großen Verlierer der katastrophalen griechischen Krise: die Rentner. Nach zahlreichen Kürzungsrunden sind ihre Bezüge seit Frühjahr 2010 um bis zu 55% gesenkt worden. Es wird erwartet, dass sie ab 2019 erneut um bis zu 18% gesenkt werden. Jedoch wird auch das nicht reichen.

Die Reportage führt das Beispiel eines 69-jährigen Rentners an, nach 35 Arbeitsjahren gerade einmal 740 Euro Rente bezieht. Der konkrete Herr mag als „Privilegierter“ gelten, kommentiert die Zeitung, weil die durchschnittliche Rente sich im vergangenen Dezember bei monatlich 722 Euro brutto bewegte. Laut der Zeitung mag seit 2009 das Renteneintrittsalter sowohl für die Männer als auch für die Frauen schrittweise angehoben worden sein, dennoch „müssen die Renten noch mehr gesenkt werden, damit der gerade mit Müh und Not sanierte Staatshaushalt nicht wieder entgleist. Weil die Griechen länger leben. Zur selben Zeit sinkt die Gesamtbevölkerung von 10,76 Millionen am 01 Januar 2017 auf 7,7 Millionen im Jahr 20180.

Die Zeitung merkt an, damit die Rentner keine weiteren Kürzungen erleiden, müsse es in Griechenland ein dauerhaftes und starkes Wachstum geben. Die befolgte strenge Austeritäts-Politik jedoch „stranguliert die Wirtschaft. Ein Teufelskreis.

(Quellen: dw.com, sz-online.de)

  1. Petroulla
    20. August 2017, 12:38 | #1

    740,- € Rente ist wirklich privilegiert. Davon traeumen die meisten nur. Das bekommen selbst in D viele nicht einmal am Ende eines ganzen Arbeitslebens. Klar hätte man gerne 2.000,-€ und mehr pro Monat, aber das ist unrealistisch. Das bekommen nur die wirklich Privilegierten. Oeffentlicher Dienst, Staatsbetriebe, Armee, Polizei und die Clans der Herrschenden. Und das oft, ohne viel dafür zu tun. Aber das treibt eben den Durchschnitt hoch. Redet doch lieber mal über jene, die 200 oder 300 € im Monat erhalten. DAS ist wenig.

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