Deutschland verschärft humanitäre Krise in Griechenland

6. März 2017 / Aufrufe: 970

PRO ASYL lastet Deutschland an, mangels politischen Willens der Regierung zur Zuspitzung der humanitären Krise in Griechenland beizutragen.

Günter Burkhardt, Geschäftsführer der Organisation Pro Asyl, hält wegen der Verzögerungen bei der vereinbarten Aufnahme von Flüchtlingen auch Deutschland für die Zuspitzung der Flüchtlingskrise in Griechenland verantwortlich.

Wie jüngst die Berliner Zeitung „Tagesspiegel“ schrieb, beschuldigt die humanitäre Nicht-Regierungsorganisation (NRO) die deutsche Regierung „mangelnden politischen Willens“ und merkt dabei an:

Deutschland mauert bei Aufnahme in Griechenland festsitzender Asylanten

Deutschlands Beteiligung an dem europäischen Programm zur Umsiedlung in Griechenland und Italien festsitzender Asylbewerber ist unzureichend„, führt Herr Burkhardt an. „Von den anfänglich 27.500 Flüchtlingen, die Deutschland im Rahmen des Programms hätte aufnehmen müssen, sind (bisher) weniger als 10% in Deutschland angelangt.

Auch Karl Kopp, der PRO ASYL im Europäischen Flüchtlingsrat ECRE (European Council on Refugees and Exiles) vertritt, meint kritisierend, Deutschland verzögere die vereinbarte Aufnahme von Flüchtlingen. Auf diese Weise wird die humanitäre Krise in Griechenland verstärkt. Parallel droht eine entsprechende humanitäre Krise auch in Italien auszubrechen.

(Quelle: dikaiologitika.gr, basierend auf einem Bericht der DW)

  1. Chris
    11. März 2017, 02:27 | #1

    Wundert sich da jemand wirklich über die zögerliche Haltung? In Deutschland und nicht nur dort, da ist man darum bemüht, die eigene Bevölkerung nicht demnächst durchdrehen zu lassen. Immerhin wurden verdammt viele vermeintliche Flüchtlinge, worunter sich etliche der wirtschaftlich orientierten Art verbargen und nicht gerade ganz wenige IS-FANATIKER eingeschleust. Mit offenen Armen empfangen und mit lieben Worten auf die neue Heimat eingestimmt. Die lieben Worte sind nunmehr verklungen, da die Bürger mehr und mehr in Angst geraten. Durchaus berechtigte Angst, die wohl auch die meisten Griechen haben dürften. Immerhin sitzen auch etliche Leute in Griechenland, die wohl nicht immer nur guten Willens sind. Zudem haben die Griechen selbst große Sorgen. Das führt zu Spannungen und es ist völlig klar, dass die Griechen froh wären, wenn ihnen etliche dieser Fremden demnächst abgenommen würden. Das wird sich aber nicht spielen, denn Unruhen in Griechenland lassen die nördlicher gelegenen Gebiete eher kalt. Im eigenen Gebiet will jeder Ruhe und Frieden haben, so egoistisch sind eben Menschen. Sympathiepunkte wird man damit im Süden jedoch keine gewinnen, das ist auch klar. Aber, Lady Merkel will ja nochmals KANZLERIN werden und hat nicht vor, sich ins ALTERSHEIM zu begeben. Schade irgendwie!

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