Verhandlungen zwischen Griechenland und Gläubigern stecken fest

24. Februar 2017 / Aufrufe: 1.288

In einer telefonischen Unterredung einigten Griechenlands Premierminister und die Direktorin des Internationalen Währungsfonds sich darauf, sich nicht einig zu sein.

Alle in die griechische Krise involvierten Seiten scheinen die Taktik der „Verlagerung des griechischen Problems auf später“ („to kick the can down the road„) vorzuziehen, da sie wahrnehmen, dass die „Intentionen“ der Regierung Griechenlands und der Gläubiger des Landes in eine völlige Sackgasse führen.

Die Situation wird als „explosiv“ charakterisiert, falls es kein Nachgeben hinsichtlich der sogenannten „roten Linien“ geben wird.

Weder Lagarde noch Tsipras rückten von ihren Positionen ab

Im Bestreben um eine „politische Lösung“ im Thema der festgefahrenen Verhandlungen mit den sogenannten „Institutionen“ (sprich Gläubigern) hatte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras am 23 Februar 2017 eine telefonische Unterredung mit der geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und erörterte das Problem.

Einschlägigen Informationen zufolge erfolgte die Diskussion in einem guten Klima  und es wurde der Eindruck gegeben, dass von Seite der IWF-Chefin Verständnis für die Probleme bestand, denen die griechische Regierung begegnet. Frau Lagarde beharrte jedoch auf ihren Positionen und der absoluten Einhaltung der Regeln des IWF. Weder der griechische Premier noch die IWF-Chefin rückten von ihren bekannten Positionen ab.

IWF-Sprecher Jerry Rice bestätigte die Unterredung zwischen Alexis Tsipras und Christine Lagarde und meinte, sie sprechen häufig miteinander.

Alle Seiten müssen Zugeständnisse machen, insbesondere Griechenland

Trotz des Umstands, dass bei dem Treffen am 22 Februar 2017 zwischen Christine Lagarde und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein relatives Verständnis herrschte, bleibt die Situation – wie informierte Quellen betonten – die selbe wie auch vor der Begegnung.

Wie sie uns sagten, „befinden wir uns grundsätzlich vor einer Sackgasse“ und es sind Zugeständnisse von allen Seiten – insbesondere von der griechischen Regierung – erforderlich, damit die (seit Herbst 2016 anhängige) „Bewertung“ (des Fortschritts des griechischen Programms) vollendet wird und die Gespräche über die Umsetzung der Reformen und auch der Erleichterung der Verschuldung voranschreiten, die jedoch nicht vor den Bundestagswahlen in Deutschland erreicht werden wird.

(Quelle: mignatiou.com)

  1. Kleoni
    24. Februar 2017, 09:34 | #1

    Nachdem in den Umfragen in D die SPD zum ersten Mal vorne liegt, so sollte die aktuelle Regierung unbedingt noch vor den Wahlen weg, damit deutlich wird, dass linke Regierungen in Europa zum Scheitern verurteilt sind und vor allem wünscht sich die neoliberale Clique, dass Hr. Schäuble weiter der Zuchtmeister Griechenlands bleibt.

  2. Ronald
    24. Februar 2017, 12:09 | #2

    Also Greek Showdown 1 fand ich ja noch aufregend. Greek Showdown 2 ging so. Aber schon in den Teilen 3-5 hat man gemerkt, dass den Autoren die Ideen für interessante Handlungsstränge ausgehen. Die Neubesetzung mit Tsipras/Varoufakis im Teil 6 brachte wieder etwas Leben und neue, spannende Parallelhandlungen, aber vom Teil 7 erwarte ich nichts, zumal ja Varoufakis, desen Besetzung als komische Nebenrolle ausgesprochen gelungen war, aus dem Drehbuch herausgeschrieben wurde. Das wird diesmal wohl nicht viele Zuschauer locken …

  3. Tragikomix
    24. Februar 2017, 21:53 | #3

    Klappern gehört zum Handwerk. Soll heißen, das was hier aufgeführt wird, ist Show. Am Schluß wird es wie in den vorhergegangenen Dramen ausgehen. Die Griechen knicken ein und die Europäer geben Geld. Es wird langweilig. Dieses Drama im nunmehr 3 Akt. Aber weitere Akte werden folgen.

Kommentare sind geschlossen