Soziale Unruhen wegen Austerität in Griechenland

8. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.328

Laut Bloomberg drohen in Griechenland wegen der Austerität gesellschaftliche Unruhen.

Bloomberg hält die kurzfristigen Maßnahmen bezüglich der Verschuldung Griechenlands für besser als gar nichts, betont dabei jedoch, die Erzielung eines Primärüberschusses von 3,5% für ein Jahrzehnt nach 2018 gehöre der Sphäre der Phantasie an.

In einer ausführlichen Reportage über die Eurogruppe des vergangenen Montags (05 Dezember 2016) wird angemerkt, die neuen kurzfristigen Maßnahmen seien zwar besser als nichts, geben jedoch keine Lösung für ein seit geraumer Zeit gärendes Problem, und solange dem Problem der griechischen Verschuldung keine Lösung gegeben wird, werde das Land von den internationalen Finanzmärkten ausgeschlossen bleiben.

Griechenlands Bemühungen rechtfertigen Senkung der Verschuldung

Griechenland gestattend, weiterhin ein Bettler zu bleiben, wird eine mögliche Quelle einer neuen Instabilität geschaffen„, unterstreicht die einschlägige Analyse. Bezüglich der beschlossenen Maßnahmen wird betont, die erwartete Reduzierung der Verschuldung um 20% bis 2060 sei sehr gering, während die Perspektive, Griechenland vermöge in den kommenden zehn Jahren Primärüberschüsse von 3,5% zu erzielen, der Sphäre der Phantasie angehöre.

Weiter erfolgt eine Bezugnahme auf all das, was Griechenland bisher getan hat, und spezieller die Stabilisierung der Banken, die Verzeichnung des Primärüberschusses und die Forcierung der Privatisierungen. Diese Bemühungen rechtfertigen die Ausweitung des Tilgungszeitplans und die wie bekannt gegebene Substituierung eines Teils der Verschuldung mit einem variablen durch einen festen Zinssatz auf den aktuellen niedrigen Niveaus, wird angemerkt.

Austerität und gesellschaftliche Reaktion in Griechenland

Bloomberg spricht von der Möglichkeit einer Verschlimmerung der gesellschaftlichen Reaktion im Land wegen der Austeritäts-Maßnahmen und nimmt Bezug auf die Streikbewegungen. „Der Austeritäts-Plan – geringere Renten, Entlassungen öffentlicher Bediensteter, Steuererhöhungen usw. -, der beschlossen wurde, damit Griechenland auf einen Wachstumskurs kommt, hat bereits wirkliche Schwierigkeiten verursacht„, lautet es.

Die Arbeitslosigkeit liegt über 23%, während neue Streiks sowie auch andere Proteste geplant werden. Das Letzte, was die EU braucht, ist die Verschlimmerung der gesellschaftlichen Reaktion in Griechenland, die zu der Unruhe wegen Italiens hinzukommen wird„, wird in dem selben Artikel betont, der endet, die Gläubiger der griechischen Regierung haben in ihrem eigenen Interesse entschlossener zu sein.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Konstantin
    8. Dezember 2016, 14:37 | #1

    Das Volk versteht so langsam das es in Griechenland immer weiter abwärts geht und eine Besserung auch langfristig nicht in Sicht ist. Spätestens wenn die meisten der Kinder in unserem Land hungern, wird auch dem ruhigsten Griechen die Hutschnur platzen. Die Politiker haben das Land verkauft, und zwar langfristig.

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