In Griechenland gingen 587 Mrd Euro verloren

6. Dezember 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.249

In den 6 Jahren der Rezession in Griechenland sank das private Gesamtvermögen der Bürger um 587 Mrd. Euro, womit statistisch jeder Haushalt 67291 Euro verlor.

Gemäß von der griechischen Zeitung „Vima tis Kyriakis“ präsentierten Angaben der Credit Suisse über die Entwicklung des Reichtums in über 200 Ländern der Welt (Daten des Jahres 2016) sank in Griechenland in den 6 Jahren der Rezession das BIP um 57 Mrd. Euro, während das Gesamtvermögen der Bürger um 587 Mrd. Euro zurückging. Statistisch sah demnach jeder private Haushalt sein Vermögen um 67.291 Euro schrumpfen.

Diese Entwicklung trug entscheidend zum Rückgang des Konsums und somit zur Schrumpfung der Inlandsnachfrage nach Gütern und Dienstleistungen bei, während auf Basis der Berechnungen des deutschen Kolosses „Allianz“ in Griechenland die Mittelschicht nur noch 20% der Bevölkerung darstellt, gegenüber 50% in der Epoche, wo das Land dem Euro beitrat.

Griechenland wird Jahrzehnte brauchen, um sich zu erholen

In den Jahren der Krise sanken in Griechenland die Immobilienpreise um 45% – 50%, während eine Studie der PwC – die veranschlagt, dass das Pro-Kopf-BIP ungefähr 2030 auf die Niveaus vor der Krise zurückkehren wird – aufzeigte, dass die Konvergenz zwischen Angebot und Nachfrage etwa 2047 eintreten wird, wogegen die Preise erst nach 2050 die Vorkrisen-Niveaus tangieren werden.

Während veranschlagt wird, dass Griechenland in den kommenden 5 Jahren Investitionen von über 100 Mrd. Euro braucht, konzentriert das Interesse aus dem Ausland sich jedenfalls auf Schemata, welche die Unterstützung mächtiger Staaten (z. B. China, Deutschland) oder auf Bankrott-Situationen spezialisierter internationaler Funds haben, da die langfristigen Investoren abwesend sind.

Letztlich gestaltete sich laut dem internationalen Bericht der Credit Suisse über den Reichtum der weltweite private Reichtum auf 241 Billionen Euro. 45,6% des weltweiten Reichtums befinden sich in den Händen von 33 Millionen Menschen (0,7% der Bevölkerung). Unter diesen befinden sich auch 77.000 griechische Millionäre.

(Quelle: Imerisia)

  1. GR-Block
    6. Dezember 2016, 12:49 | #1

    Maschallah, 67.291 in 6 Jahren! Zum Glück hatte der Grieche über die Jahrzehnte sparsam gewirtschaftet, um solch eine Summe für die Subventionierung der EU-Misswirtschaft zu stiften. Das sind immerhin 11.215 € pro Jahr, bei den jetzigen Verhältnissen ein ganzes Jahresgehalt.
    Na jetzt, wo die Eigenreserven abgeführt sind, kann ja der Wiederaufbau beginnen und GR ein moderner Industriestaat werden. D.h. 90% werden Lohnabhängige, 50% bezahlen Mieten und ein Großteil des Einkommens geht in den Massenkonsum. Mit dem wachsenden BIP werden dann Mitesser, also sog. „Investoren“ gefördert. Da aber gleichzeitig der nationale Mittelstand platt gemacht wurde, nur noch unterdurchschnittlich viele Millionäre da sind (also 72.000 und nicht 77.000, wie die Milchmädchenrechnung behautet), werden wohl oder übel dem Griechen zunehmend ausländische Mitesser zu Gesicht stehen müssen. Die sind ja auch dekorativer. Erst dann wird aus dem Griechen ein richtiger EU-ler.
    Denn, wir erinnern uns, das war der Deal: Ihr bekommt ein paar Mrd. € Kredit. Dafür müsst ihr aber vorher 300 Mrd. durch eure Konten schleusen lassen, die gleich wieder zurück zu unseren „Investoren“ fließen. Danach werden diese Eure „Investoren“ auf dem nationalen Markt ersetzen. Wenn die Kapitalschleuse durch ist, bekommt ihr euren Aufschwung. Wer dann gerade regiert, hat Glück. Er wird gefeiert und bekommt für geleistete Dienste sogar Auszeichnungen, wie z.B. den Karls-Preis oder den Friedensnobelpreis.

    Also win-win-win-win-… für alle Vertragspartner der Memoranden. Denn weder die 11 Mio noch die 500 Mio gehören dazu.

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