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Bargeschäfte in Griechenland nur noch bis 500 Euro

2. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.596

Einkäufe und Geschäftsvorgänge im Wert von über 500 Euro sollen in Griechenland nur noch bargeldlos getätigt werden.

Der Gesetzentwurf bezüglich der elektronischen Transaktionen wird signifikante Änderungen im Alltag und bei den Einkäufen der Bürger in Griechenland herbeiführen, da fortan alle Geschäftsvorgänge in Höhe von über 500 Euro ausschließlich mittels Debit- / Kreditkarten oder über die Webbanking-Systeme der Banken zu erfolgen haben.

Konkreter werden die Änderungen vorsehen, dass Einkäufe bzw. allgemein Zahlungen in Höhe von über 500 Euro ausschließlich unter Nutzung sogenannten „Plastikgelds“ oder per E-Banking zu erfolgen haben.

Direkte Kopplung von Steuerfreibetrag und Plastikgeld

Die Aufwendungen, welche die Steuerpflichtigen mit Plastikgeld zu tätigen haben um einen (Einkommen-) Steuerfreibetrag „aufzubauen“, werden sich zwischen 10% – 20% ihrer Jahreseinkommen bewegen müssen. Parallel werden die Steuerpflichtigen, die nicht die erforderlichen Ausgaben zusammenbringen um einen Steuerfreibetrag zu „bauen“, für die sich ergebende Differenz (also den nicht auf die konkrete Weise verkonsumierten Betrag)Mehrsteuern mit einem Satz von 22% zu entrichten aufgefordert sein, während Aufwendungen für medizinische Versorgung nur für die Bestimmung des Betrags der Steuerermäßigung mitgerechnet werden, wenn sie unter Verwendung von Plastikgeld bezahlt werden.

Von der obligatorischen Verwendung von Plastikgeld zum „Aufbau“ des Steuerfreibetrags ausgenommen sein werden unter anderem die Bediensteten des Außenministeriums, alle Bediensteten des öffentlichen Dienstes und Militärs, die ihren Dienst bei im Ausland befindlichen staatlichen Dienststellen versehen, die Bediensteten der ständigen griechischen Delegation bei der Europäischen Union sowie alle, die in Altersheimen und psychiatrischen Anstalten leben oder in Haft einsitzen.

Gewerbetreibende, die keine Zahlungen per Karten akzeptieren werden, haben dies an einer gut sichtbaren Stelle am Eingang zu ihren Geschäftsräumen und an der Kasse anzuführen, da ihnen anderenfalls eine Geldstrafe von 1.000 Euro droht.

Weiter werden alle, die Geschäftsvorgänge mit Plastikgeld tätigen, automatisch an Verlosungen teilnehmen, wobei allerdings die verlosten Geldbeträge und Geschenke in ihrer Summe 12 Mio. Euro nicht übersteigen sollen.

(Quelle: euro2day.gr)

  1. Ingrid
    3. Dezember 2016, 18:58 | #1

    Ein Hoch auf die Gewinne der Banken – vor allem, wenn dies dem Buerger per Gesetz aufgezwungen wird. Persoenlich war und bin ich schon immer konsequenter Gegner des Plastikgelds. Man verliert leicht den Ueberblick und ist in der Schuldenfalle.

  2. V 99%
    3. Dezember 2016, 22:08 | #2

    Die „Die Matadore der Steuerhinterziehung in Griechenland“ sind doch hinreichend bekannt: Warum kontrolliert man nicht gezielt Aerzte, Architekten, Anwaelte, Ingenieure, Buchhalter etc.? Was das E-Banking angeht, ist das Hauptproblem die Gier der griechischen Banken. In anderen Laendern sind die Gebuehren erheblich geringer.

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