Neuer Anstieg der Verschuldung Griechenlands

28. Oktober 2016 / Aktualisiert: 09. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.579

Die offizielle öffentliche Verschuldung Griechenlands nahm innerhalb eines Jahres um über 14 Milliarden Euro zu.

Laut den von der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) gestaltete sich die Verschuldung des Landes im zweiten Quartal 2016 auf 315,290 Mrd. Euro, gegenüber 301,266 Mrd. Euro zum Ende des zweiten Quartals des Vorjahres 2015.

Die Höhe der öffentlichen Verschuldung Griechenlands zum Ende des zweiten Quartals 2016 war damit um 6,2 Mrd. Euro größer als im ersten Quartal 2016 (303,09 Mrd. Euro) und um 3,62 Mrd. Euro größer als die Höhe, die sie im vierten Quartal 2015 erreicht hatte.

Kürzungen bei Sozialleistungen, Anstieg der Lohnkosten

Die Einnahmen der allgemeinen Regierung aus den Steuern auf Einkommen und Vermögen gestalteten sich im 2. Quartal dieses Jahres auf 5,244 Mrd. Euro (25,4% der Gesamteinnahmen, gegenüber 5,301 Mrd. Euro (26,9% der Gesamteinnahmen) im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres 2015. Sie Steuern auf Produktion und Importe erreichten dagegen 6,963 Mrd. Euro (33,8% der Gesamteinnahmen), gegenüber 6,124 Mrd. Euro (31,1% der Gesamteinnahmen) im 2. Quartal des vergangenen Jahres.

Die Gesamteinnahmen der allgemeinen Regierung gestalteten sich im 2. Quartal 2016 auf 20,630 Mrd. Euro, gegenüber 19,709 Mrd. Euro im 2. Quartal 2015.

Was die Seite der Ausgaben betrifft, stiegen gemäß den Angaben der ELSTAT bezüglich der nicht finanzwirtschaftlichen Konten der allgemeinen Regierung die Vergütungen für abhängige Arbeit im 2. Quartal des Jahres 2016 auf 5,410 Mrd. Euro (26,5% der Gesamtausgaben), gegenüber 5,353 Mrd. Euro (25,1% der Gesamtausgaben) im 2. Quartal des Vorjahres. Die Aufwendungen für Sozialleistungen sanken dagegen in diesem Jahr 9,471 Mrd. Euro (46,4% der Gesamtausgaben), gegenüber 9,609 Mrd. Euro (45% der Gesamtausgaben) im vergangenen Jahr.

Die Gesamtausgaben der allgemeinen Regierung gestalteten sich auf 20,430 Mrd. Euro, gegenüber 21,336 Mrd. Euro, und speziell die Primäraufwendungen auf 18,935 Mrd. Euro, gegenüber 19,689 Mrd. Euro.

(Quelle: Imerisia)

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  1. windjob
    28. Oktober 2016, 12:10 | #1

    Und wen wundert das. Seit Monaten wird berichtet, dass die Steuereinnahmen sinken. Verursacht durch die total überhöhten Steuern und die damit verbundene schlechte Steuermoral. Wenn ich mich recht erinnere liegt die Steuerschuld der Griechen gegenüber dem Fiskus bei über 80 Mrd. €. Wenn der Staat seinen Verpflichtungen nachkommen will braucht er Steuereinnahmen.
    Allerdings ist eine Reorganisation des gesamten Steuerwesens dringend geboten. Ich weiss, dass ich mich wiederhole. Griechenland braucht entweder einen gravierenden Schuldenschnitt. Das Schäuble diesen nicht will liegt auf der Hand. Schliesslich bürgt er mit über 80Mrd. Aber das ist sein Problem die schwarze Null ist für ihn ja wichtiger als alles andere. Oder Griechenland muss in eine geordnete Insolvenz, was für Schäuble noch schlechter wäre. D.h. es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Auch hier wiederhole ich mich (gerne). Der einzige im Moment, der dies beherrschen kann Varoufakis. Holt ihn zurück, er wird es richten. So schmerzhaft dies auch sein mag.

  2. GR-Block
    28. Oktober 2016, 17:35 | #2

    Das vierte Paket winkt schon am EU-Horizont. Es läuft ja alles wie am Schnürchen. Die Bad Bank Greece scheint noch aktiv zu sein. Zuerst wurde Papandreou verarscht. Er wollte ein paar Mrd. und musste 110 Mrd veruntreuen. Als nächstes wurde Samaras verarscht. Der wollte unbedingt regieren und musste deshalb helfen, 130 Mrd zu veruntreuen. Danach erfuhr er, dass da noch die 34 Mrd waren, die Papandreou liegen lies (doppelte Verarschung). Dann wollte Tsipras an die Macht. Der hatte aber mit Varoufakis einen harten Verhandlungspartner an seiner Seite. Er brauchte nur 87 Mrd zu veruntreuen. Dazu musste Varoufakis den Blitzableiter spielen, die Capital Controls einführen und gehen.
    Kaum ein europäischer Politiker hätte diese Veruntreuung den EU-Steuerzahlern überzeugend rüberbringen können. Sie fürchten ihre Wähler. Nur einer nicht, weil er so alt ist und politisch nichts zu verlieren hat. Er spielt den bösen Cop und nimmt allen Hass auf EU-Politiker auf sich. Wenn dann die Blase platzt, die Schulden gestrichen werden, dann wird Schäuble längst in Rente gerollt sein und als Berater in Geld schwimmen.

  3. LiFe
    28. Oktober 2016, 20:30 | #3

    Herr Schäuble hatte es einfach verhindert, dass Griechenland einen Schuldenschnitt bekam. Er wollte es nicht! Die Chance wurde 2010 verpasst.

  4. Grossvater
    28. Oktober 2016, 21:30 | #4

    Und wo ist das Problem? Griechenland wurde dafür ausgesucht und es wird immer wieder mit virituellen Geld versorgt werden.

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