Griechenland zählt zu den „schlausten“ Ländern der Welt

8. Dezember 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.345

Laut der OECD zählt Griechenland weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten Quote in Forschung und Entwicklung tätiger Wissenschaftler.

Griechenland mag in den letzten Jahren eine Hölle durchmachen, aus … wissenschaftlicher Seite mischt es jedoch im Spitzensegment mit! Dies geht zumindest aus der jährlichen Klassifizierung der OECD bezüglich der „intelligentesten“ Länder der Welt hervor, in der Griechenland auf Rang 6 liegt.

Griechenland befindet sich mit einer Quote von 26% auf dem sechsten Platz, und dies trotz der Tatsache, dass 2013 die staatlichen Aufwendungen für die Forschung auf 0,08% des BIP reduziert wurden, was einer der niedrigsten Prozentsätze in den sogenannten „entwickelten“ Ländern ist.

Die 10 „intelligentesten“ Länder der Welt

Die Untersuchung schlägt aber auch ein „Alarmglöckchen“, dass die Wissenschaftler-Quote in Griechenland gegenüber 2002 sank, als sie noch 28% betrug. Es sei angemerkt, dass die Liste der OECD die Länder auf Basis des größten Pro-Kopf-Anteils von Wissenschaftlern (in Wissenschaften wie Mathematik, Physik, Technologie und Maschinenbau) klassifiziert.

Wer Griechenlands „Intelligenz-Konkurrenten“ sind?

Den ersten Platz belegt – wenn auch mit einem signifikanten Rückgang – Südkorea, wo (laut Daten des Jahres 2012) 32% der Studenten in den Wissenschaften tätig sind, gegenüber 39% im Jahr 2002.

Auf dem zweiten Platz liegend folgt Deutschland mit einer Quote von 31% und auf dem dritten Platz Schweden mit einer Quote von 28%. Zu letzterem wird angemerkt, dass Schweden (nach Norwegen) in der Rangordnung das zweite Land mit einer dermaßen verbreiteten Nutzung elektronischer Rechner am Arbeitsplatz ist. Es wird veranschlagt, dass ¾ der schwedischen Arbeitnehmer bei der Arbeit einen Rechner benutzt.

Auf dem vierten Platz befindet sich ein weiteres skandinavisches Land, nämlich Finnland mit 28% – das laut der OECD ein auf die Pharma-Forschung und -Produktion spezialisiertes Land ist. Auf Platz 5 folgt mit einer Quote von 27% Frankreich, wobei der größte Anteil seiner Wissenschaftler auf dem privaten Sektor und hauptsächlich in der Industrie anstatt auf dem öffentlichen Sektor oder bei den Universitäten tätig ist.

Nach Griechenland befindet sich auf Rang 7 Estland, das zum Champion bei der Gleichberechtigung der beiden Geschlechter zumindest in den Wissenschaften erklärt wird, da 2012 ein Anteil der estnischen Wissenschaftler Frauen waren.

Auf dem achten Platz befindet sich mit 25% (gegenüber 24% im Jahr 2002) Mexiko – ein Land, das einen konstant aufsteigenden Verlauf beibehält, und zwar trotz des Beschlusses der Regierung, die Steuerbefreiungen für die unternehmerischen Investitionen in Forschung und Entwicklung zu streichen.

Mit einer Quote von 25% folgt auf dem neunten Platz Österreich, das mit ungefähr 6,7 Frauen und 9,1 Männern pro 1.000 Einwohner sogar die zweithöchste Anzahl promovierter Akademiker hat. Die Dekade vervollständigt Portugal mit einer Quote von ebenfalls 25%, wobei der Umstand bemerkenswert ist, dass Portugal die größte Anzahl im Bildungswesen tätiger promovierter Akademiker hat.

(Quelle: Imerisia)

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  1. EuroTanic
    8. Dezember 2015, 18:08 | #1

    Also ich bin Akademiker, Dipl.-Ing., und ich kenne ne Menge andere Akademiker. Das diese schlau sind, aufgrund ihres „Diploms“ wage ich zu bezweifeln. Anderes Beispiel. 1989 war ich nach der Wende als Student mit der Uni in der DDR. Dort gab es Betriebe mit 500 Mitarbeitern. Von denen waren 250 Ingenieure, ein weiteres Viertel Verwaltung, der armeselige Rest hat wirklich gearbeitet. Was aus der DDR geworden ist wissen wir.

  2. GR-Block
    8. Dezember 2015, 22:59 | #2

    Wem klingt nicht den Spruch seiner Eltern in den Ohren: „Μάθε γράμματα“. Natürlich hat GR viele Akademiker. Weil die Eltern alles tun, damit die Kinder nicht arbeitslos werden. Notfalls mit Studium im teuren Ausland. Das diese Akademiker allerdings massenhaft in der Forschung tätig seien, ist mir neu.
    Die griechische Forschung betreibt seit Jahrzehnten nur Service für die reichen Partner in EU-finanzierten Projekten. Davon profitieren selbstverständlich nur die, die die Forschungsergebnisse am schnellsten auf den Markt bringen können, also Konzerne der FUKG-Staaten. Besonders „intelligent“ ist das nicht. Davon werden nämlich in GR keine Arbeitsplätze geschaffen. Eine nationale Forschungsförderung zum Nutzen der eigenen Wirtschaft gibt es nicht. Und das nicht erst seit der Sichtbarkeit der Krise. Vielleicht ist sogar genau das der Grund, dass griechische Unternehmen nicht investieren. Sie müssten das aus eigener Tasche tun. Und nicht auf Kosten der Steuerzahler, wie in den Planwirtschaften der Industrieländer. Die übrigens verlangen jetzt von GR, dass ihre Investoren ins Land kommen dürfen und GR gleichzeitig das „Klima“ für Investitionen verbessern, also deren Planwirtschaft kopieren soll. Wie geht das aber, wenn Steuer zahlende Arbeitsplätze längst abgesaugt wurden.
    Ah… deshalb müssen also 500 Mio EU-Bürger ihre Steuergelder nach GR schicken. Um ihre eigenen Investoren dort zu beglücken.

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