Cyberattacke gegen Banken in Griechenland

1. Dezember 2015 / Aufrufe: 815

Russische Hacker bedrohen seit vergangener Woche die Griechische Bank und zwei weitere systemische Banken in Griechenland, um Lösegeld zu erpressen.

Am vergangenen Donnerstag (26 November 2015) wurde bei der Leitung der Griechischen Bank (TtE) Alarm ausgelöst, da versucht wurde, die elektronischen Systeme der Banken in Griechenland zu hacken – sprich Bankdaten in Zusammenhang mit Sparkonten, Krediten usw. zu löschen oder zu manipulieren (was ihnen jedoch letztendlich nicht gelungen sein, sondern nur zu einer kurzzeitigen Systemblockade geführt haben soll).

Noch am selben Tag konferierten eiligst Giannis Stournaras (Leiter der Griechischen Bank), Giannis Roumpatis (Leiter des Nationalen Informations- bzw. Geheimdienstes EYP) und Manolis Sfakianakis (Leiter des Dezernats für Cyber-Kriminalität), damit alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, auf dass die Bedrohung der russischen Hacker abgewendet und sie – wenn möglich – ausfindig gemacht werden.

Hacker wollten „Lösegeld“ in Bitcoins

Quellen aus der Umgebung des Leiters der Griechischen Bank (TtE) äußerten am 30 November 2015 gegenüber tvxs.gr, die Sache werde eng beobachtet und es seien alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden, damit der reibungslose Betrieb des Banksystems nicht gestört wird und kein Problem mit den Konten der Kunden entsteht.

Neuere Informationen von Seite der Griechischen Bank führen an, die Attacke sei am vergangenen Donnerstag auf drei Banken erfolgt und habe das E-Banking-System zum Ziel gehabt. Der Angriff verursachte für 30 – 45 Minuten ein Problem, danach wurde ihm jedoch begegnet. Die unter dem Namen „Armada Collective“ agierende Hacker-Gruppe verlangte Lösegeld in Bitcoins. Informationen zufolge soll es sich bei besagten Hackern um mehr als 30 Personen aus Russland handeln.

Wie vorstehend angeführt gab es fortlaufende Konferenzen zwischen dem Leiter der Griechischen Bank, dem Leiter der EYP und dem Leiter des Dezernats für Cyber-Kriminalität, und wie man bei der Griechischen Bank einschätzt, ist die Attacke abgewehrt worden. Jedoch gibt es von Seite der drei Träger eine enge Beobachtung für den Fall, dass ein neuer Versuch unternommen wird, das griechische Banksystem zu hacken.

Anderen Quellen zufolge „bombardierten“ die Hacker am vergangenen Donnerstag die elektronischen Systeme der drei besagten Banken mit zigausenden gleichzeitigen Anfragen (DDoS-Attacke), was einen vorübergehenden Ausfall zum Resultat hatte. Die von den Hackern verlangten (Lösegeld-) Beträge sollen relativ niedrig gewesen sein (es erging die Rede von einem „realen“ – sprich von Bitcoins in Euro umgerechnet – Betrag in einer Größenordnung bei 500.000 Euro). Letztendlich sollen die Hacker jedoch weder geschafft haben, das verlangte Lösegeld zu bekommen, noch Bankkonten zu manipulieren, was die elektronischen Sicherheitssysteme, über welche die Banken verfügen, erfolgreich verhinderten.

(Quellen: tvxs.gr, diverse Medienberichte)

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