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Abzocke der Banken in Griechenland

7. Dezember 2015 / Aufrufe: 3.135

Die Banken in Griechenland verdienen sich an dem infolge der Kapitalverkehrskontrollen geradezu explodierenden bargeldlosen Zahlungsverkehr dumm und dämlich.

Trotz des Umstands, dass in Griechenland wegen der Kapitalverkehrskontrollen das Volumen der obligatorischen Transaktionen per Internet (sprich WEB-Banking) zunimmt, bleiben die Gebühren und Provisionen der griechischen Banken für die alltäglichen Geschäftsvorgänge der Bürger und Unternehmen auf sehr hohen Niveaus und erreichen selbst für simple Transaktionen eine Höhe von bis zu 7 Euro.

Ohne in irgendeiner Weise für die Einschränkungen im Kapitalverkehr verantwortlich zu sein, werden die Bürger mit zusätzlichen Kosten belastet, ohne jedoch zu wissen, dass es auch einen Weg gibt … um die Gebühren der Banken zu umgehen. Welcher dieser Weg ist? Es sind die Bankschecks!

Unverschämte Gebühren im Online-Banking

Sich zu der Bank begebend, bei der man ein Konto führt, kann man sich einen (Verrechnungs-) Scheck ausstellen lassen und im weiteren Verlauf einreichen, um beispielsweise eine Kreditrate zu bezahlen oder einfach nur eine Einzahlung bei einer anderen Bank zu tätigen, bei der ein Konto geführt wird. Auf diese Weise entgeht man den Gebühren, welche die Banken im E-Banking verhängt haben.

Die Kosten der (bankübergreifenden) Überweisungen per E-Banking bewegen sich in Griechenland derzeit analog zu der Bank von 0,30 bis 7 Euro. In Einzelheiten:

  • Attica Bank: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 0,30 Euro für einen Betrag von maximal 1.000 Euro.
  • Nationalbank: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 1 Euro für einen Betrag von maximal 12.500 Euro.
  • Alpha Bank: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 1 Euro für einen Betrag von maximal 5.000 Euro.
  • Eurobank: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 1 Euro für einen Betrag von maximal 12.500 Euro und für Teilnehmer an dem Programm „Gratis-Transaktionen“ kostenlos.
  • Piräus-Bank: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 1 Euro für einen Betrag von maximal 15.000 Euro.
  • HSBC: Überweisung innerhalb Griechenlands, Kosten von 1,20 Euro für einen Betrag von bis zu 12.500 Euro und 7 Euro für einen Betrag von maximal 50.000 Euro.

Banken müssen Kartengebühren senken

Auch für die Abhebung von Geld an den Geldausgabeautomaten (GAA bzw. ATM) im DIAS-System bleiben die Gebühren hoch und bewegen sich von 1,25 bis zu 2,20 Euro. Spezieller belastet die Nationalbank jede Abhebung per GAA von einem Sparbuch einer anderen Bank mit 1,25 Euro, die Eurobank mit 1,30 Euro, die Alpha Bank mit 1,65 Euro, die HSBC mit 2 Euro und die Piräus-Bank mit 2,20 Euro.

Auf hohen Niveaus bleiben ebenfalls die Gebühren, welche die Banken für die Nutzung von Debit- / Konto- und Kreditkarten erheben, wobei die Gebühren sich analog zu dem Umsatz des jeweiligen Unternehmens im Schnitt bei 0,8% – 1,2% des Wertes der Transaktion bewegen.

Es sei jedenfalls angemerkt, dass ab dem 09 Dezember 2015 eine neue europäische Verordnung in Kraft tritt, die fortan einen Plafond bei den Gebühren setzt, welche die Banken auf Zahlungen mit Debit- und Kredit-Karten erheben. Praktisch bedeutet dies, dass die Banken den Unternehmen fortan für die Akzeptanz einer Debit-Karte nicht mehr als 0,2% und einer Kreditkarte nicht über 0,3% in Rechnung stellen dürfen.

(Quelle: dimokratianews.gr)

Unglaubliche Abzocke mit „Buchungsgebühren“

Abgesehen von den vorstehend umrissenen „Überweisungsgebühren“ findet die wirklich skandalöse Beutelschneiderei der griechischen Banken jedoch bei den völlig irrationalen „Buchungsgebühren“ für die Verbuchung von anderen Banken eingehender (bargeldloser) Zahlungen statt. So erheben beispielsweise die Nationalbank und die Piräus Bank für die Buchung jeder eingehenden Zahlung von einer anderen Bank minimal 4 Euro, die Alpha Bank „nur“ 3 Euro. Gebührenfrei sind in der Regel nur Transfers zwischen Konten (gleich ob des selben oder unterschiedlicher Inhaber) bei ein und der selben Bank.

Wer also mal eben per Online-Banking 20 Euro von seinem Konto bei der Nationalbank auf ein (gleich ob eigenes oder fremdes) Konto bei der Piräus Bank überweist, wird von der Nationalbank mit einer „Überweisungsgebühr“ von 1 Euro belastet, während die Piräus Bank sich von dem eingehenden Betrag eine „Buchungsgebühr“ in Höhe von sage und schreibe 4 Euro einsackt! Und dies wohlgemerkt im Online-Banking, wo alle arbeitsintensiven Vorgänge dem Kunden aufgebürdet werden und bei den Banken nur Kollege Computer involviert ist!

Um dieser Abzocke zu entgehen, könnte man auch hier zu Bank A gehen, sich von seinem Konto den benötigten Betrag (gebührenfrei) am Schalter auszahlen oder, falls wegen der Kapitalverkehrskontrollen nicht möglich, einen Scheck ausstellen lassen, sich dann zu Bank B begeben und dort den Betrag (ebenfalls gebührenfrei) in bar oder per Scheck auf sein dortiges Konto einzahlen. Eine weitere Alternative ist, die Transaktion (sofern möglich) einfach „Zug-um-Zug“ in Hand in bar abzuwickeln  – und zwar mit allem, was damit einherzugehen vermag.

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