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Archiv für November, 2015

Merkel und die Warnung vor einem neuen Balkankrieg

10. November 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 7.535 3 Kommentare

Otto von Bismarck sagte, wenn es jemals einen neuen Krieg in Europa gebe, werde dieser aus irgendeiner Dummheit auf dem Balkan herrühren.

Stellt der alte Brandpunkt Europas, sprich der Balkan, ein weiteres Mal einen Grund zur Beunruhigung dar? Einer jüngst erfolgten Erklärung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gebührte vielleicht mehr Aufmerksamkeit, als sie erhielt.

Zu Mitgliedern ihrer Partei sprechend warnte die Kanzlerin, wenn Deutschland seine Grenzen zu Österreich schließe, könne das Resultat eine Eskalation der bereits steigenden Spannungen auf dem Balkan sein, und meinte „Ich möchte nicht sehen, dass die militärischen Zusammenstöße erforderlich werden.
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100000 Stromabschaltungen in Griechenland

9. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.301 Kommentare ausgeschaltet

Auf Anweisung der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland soll 100000 Verbrauchern der Strom abgeschaltet werden.

Giorgos Adamidis, Vorsitzender der GENOP, gab bekannt, dass die Öffentliche Elektrizitätsgesellschaft (DEI) Anweisungen erteilt hat, bei 100.000 säumigen Kunden die Stromversorgung zu unterbrechen.

Wie Herr Adamidis gegenüber dem TV-Sender MEGA erklärte, handelt es sich um Menschen, die nicht arm sind und unter gewissen Voraussetzungen zahlen könnten.
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Griechenlands KMU brauchen 13 Mrd Euro und Umschuldung

9. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 667 Kommentare ausgeschaltet

Laut der PwC benötigen die mittelständischen Unternehmen in Griechenland 13 Milliarden Euro Kapital und eine Regulierung ihrer Kredite.

Es wird veranschlagt, dass die 650.000 mittelständischen Unternehmen (KMU) Griechenlands bis 2020 den Betrag von 13 Mrd. Euro an neuen Finanzierungen benötigen, um sich entwickeln zu können. Parallel müssen von den Banken Kredite in Höhe von ungefähr 9 Mrd. Euro refinanziert werden, damit die KMU neuen Elan bekommen und von dem Aufschwung der griechischen Wirtschaft profitieren können.

Zu dieser Schlussfolgerung gelangt eine Studie der PwC, die unterstreicht, die Verbesserung des Kapitalflusses an die KMU stelle eine Voraussetzung für den Aufschwung der griechischen Wirtschaft und deren Rückkehr auf eine Bahn des Wachstums dar.
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Wohin die Löhne in Griechenland „verschwinden“

8. November 2015 / Aufrufe: 1.791 1 Kommentar

In Griechenland liegen die Versicherungsabgaben 70 Prozent über OECD-Durchschnitt und jeder erwirtschaftete Euro erfordert das fünffache Investitionskapital.

Ein Arbeitnehmer mit Bruttobezügen von 2.400 Euro im Monat (welcher Betrag um 67% größer ist als der Durchschnittslohn) und zwei Kindern zahlt 60% seines Lohnes für Steuern und Abgaben, also einen Anteil, der um fast 20 Prozentpunkte höher als in Deutschland ist und 70% über dem Mittelwert der OECD liegt.

Entsprechend hat Griechenland für einen Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen von 1.440 Euro im Monat als Prozentsatz der Löhne im Vergleich zu Holland, Finnland, Spanien, Portugal und Italien die höchsten Sozialversicherungsbeiträge und nur drei Länder haben spürbar höhere Beiträge als in Griechenland.
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Kapitalkontrollen in Griechenland machen Unternehmen zu schaffen

7. November 2015 / Aufrufe: 888 Kommentare ausgeschaltet

Die im Juni 2015 in Griechenland verhängten Kapitalverkehrskontrollen beeinträchtigten hauptsächlich die Unternehmen und nicht die Verbraucher.

Laut einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessalonikis (EBETH) und der Palmos Analysis scheinen die Kapitalverkehrskontrollen im normalen Betrieb der nordgriechischen Unternehmen „das Unterste zu Oberst“ gekehrt zu haben.

Dagegen erklären fast sechs von zehn Verbrauchern, die Beschränkungen bei den Bankabhebungen beeinflussen ihren Alltag „wenig“ oder „überhaupt nicht“ – und dies trotz der Tatsache, dass mehr als die Hälfte von ihnen bei ihren Geschäftsvorgängen keine Kredit- oder Debitkarte verwenden.
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Steuerzahlungen der Orthodoxen Kirche Griechenlands für 2014

6. November 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 653 Kommentare ausgeschaltet

Die orthodoxe Kirche in Griechenland entrichtete im Geschäftsjahr 2014 Steuern in Höhe von rund zweieinhalb Millionen Euro.

Unter dem Vorsitz des Erzbischofs Hieronymus genehmigte der Heilige Synod am 04 November 2015 den Rechenschaftsbericht über Einnahmen – Ausgaben des Geschäftsjahrs 2014. Zusammenfassend wurden Einnahmen von 8.792.293,69 Euro, Ausgaben von 8.001.283,93 Euro und ein Geschäftsergebnis von 791.009,76 Euro verzeichnet.

Spezieller wird angemerkt, dass für die Zahlung von Steuern 2.476.428,15 Euro aufgewendet wurden, davon 1.722.288,30 Euro für die Entrichtung der sogenannten Einheitlichen Immobilien-Besitzsteuer ENFIA (bis Februar 2014), 740.661,92 Euro als Steuer auf Miet- / Pachteinnahmen, 13.477,93 Euro für die außerordentliche Sonderabgabe auf bebaute Flächen und 3.414,47 Euro für die Immobiliensteuer FAP.

(Quelle: capital.gr)

Biersteuer trieb ersten Riss in Griechenlands Regierung

6. November 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 683 Kommentare ausgeschaltet

Die geplante Anhebung der Sonderverbrauchssteuer für Kleinbrauereien verursachte den ersten Riss in Griechenlands Koalitionsregierung und wurde vorläufig zurückgenommen.

Im Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist der Regierungssitz) wird der erste parlamentarische Verlust verzeichnet, da die Bestimmung über die Erhöhung der Sätze der Sonderverbrauchssteuer bei den Kleinbrauereien (siehe Biersteuer zur Rettung Griechenlands) während der Debatte des Multi-Gesetzentwurfs im Parlamentsausschuss für Produktion und Handel nach der negativen Stellungnahme der Partei der Unabhängigen Hellenen (ANEL) zurückgenommen wurde.

Obwohl diesem Verlust als solchem keine große Reichweite zugemessen werden kann, erwirbt er jedoch eine speziellere symbolische Bedeutung und zeigt, dass die Balancen innerhalb Griechenlands Koalitionsregierung SYRIZA – ANEL und alle „heißen“ Maßnahmen, die dem Parlament zur Verabschiedung vorzulegen sind, an einem seidenen Faden hängen.
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Deutschland zählt zu den 10 schädlichsten Schattenwirtschaften

5. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.320 1 Kommentar

Laut dem TJN hat Deutschland eine der 10 schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt, in der es 3 Billionen Euro gibt, die nicht besteuert werden!

Die Nicht-Regierungsorganisation Tax Justice Network bringt in Deutschland Unruhe in die Gewässer und platziert das Land in der ersten Dekade der schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt. Laut einer Untersuchung des Tax Justice Network (TJN) befindet Deutschland sich in der ersten Dekade mit den schädlichsten Schattenwirtschaften der Welt.

Markus Meinzer, Mitglieder der Organisation des TJN, bezog sich in einem an den Deutschlandfunk (DLF) gegebenen Interview auf die Größe der von der Organisation in Deutschland beobachteten Steuerhinterziehung. „In Deutschland gibt es weiterhin 3 Billionen, also 3.000 Milliarden Euro von Ausländern, die Zinsen erhalten, jedoch nicht besteuert werden. Ein deutscher Bankier ist berechtigt, Gelder selbst dann zu akzeptieren, wenn er weiß, dass sie aus in einem anderen Land erfolgter Steuerhinterziehung, Betrug, passiver Bestechung oder Erpressung herrühren. Es ist, als ob wir sagen würden: Solange die Straftaten im Ausland erfolgen, werden wir gerne von diesem schmutzigen Geld profitieren.
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Griechenland kürzt Heizkostenbeihilfe um die Hälfte

5. November 2015 / Aufrufe: 746 1 Kommentar

Im Rahmen der von den Gläubigern geforderten Maßnahmen müssen in Griechenland die Mittel für die Heizkostenbeihilfe um die Hälfte auf 110 Millionen Euro gekürzt werden.

Der finale Plan für die Änderungen im System der Gewährung bezuschussten Heizöls an die wirtschaftlich schwachen privaten Haushalte in Griechenland sieht die Senkung der Heizölbeihilfe auf 25 Cent pro Liter vor, gegenüber 35 Cent im vergangenen Jahr bzw. für die Heizperiode 2014 / 2015.

Quellen des griechischen Finanzministeriums zufolge wird damit gerechnet, dass der einschlägige Beschluss, der eine vorab zu erfüllende Forderung für die Auszahlung der Tranche der 2 Mrd. Euro durch den ESM darstellt, umgehend von dem stellvertretenden Finanzminister Tryfonas Alexiadis unterzeichnet werden wird.
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Blackout bei Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland

4. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.187 Kommentare ausgeschaltet

Die unbezahlten Rechnungen bei der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland summieren sich inzwischen auf weit über 2 Milliarden Euro.

Die Situation mit den unbezahlten Stromrechnungen in Griechenland ist inzwischen außer Kontrolle geraten und verursacht bei der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) einen regelrechten … Blackout.

Wie veranschlagt wird, bezahlt 1 von 3 Verbrauchern nicht, während 1 von 6 Landwirten, die verbilligten elektrischen Strom für landwirtschaftliche Nutzungen beziehen, in Wirklichkeit gar kein „richtiger“ Bauer ist.
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