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Archiv für November, 2015

Griechenland: Nur jeder Dritte ist erwerbstätig!

15. November 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.318 9 Kommentare

In Griechenland sind nur 3,5 Millionen Personen beschäftigt, während rund 7 Millionen wirtschaftlich nicht aktiv sind und die Anzahl der Rentner 2,65 Millionen beträgt.

Die Angaben über die Anzahl der Beschäftigten in Griechenland, aber auch jener, die nicht arbeiten, sind erschütternd. Die Bevölkerung Griechenlands, die derzeit nicht berufstätig ist, übersteigt 7 Millionen!

Ein Land wie Griechenland, mit einem Arbeitskräftepotential von 4,74 Mio. Personen, 3,5 Mio. Berufstätigen, 1,24 Mio. Arbeitslosen und 2,65 Mio. Rentnern kann weder auf eine Beseitigung der ernsthaften Unausgewogenheiten in der Tragfähigkeit und sozialen Effizienz des Sozialversicherungssystems noch auf eine Einrenkung des sozialwirtschaftlichen Schemas hoffen. In einer solchen Perspektive lauert die Gefahr der dauerhaften Verfestigung der Verarmung eine signifikanten Teils der Bevölkerung und eines ernsthaften Abrutschens der technologischen und produktiven Grundlage„, erklärte gegenüber der griechischen Zeitung „Ta Nea“ Sawwas Rombolis, emeritierte Professor der Pantion-Universität.
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Griechenland schickt sich zu „Angriff“ gegen VW an

14. November 2015 / Aufrufe: 1.115 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Fiskus scheint sich anzuschicken, Volkswagen wegen der Fahrzeuge mit gezinkter Emissionssoftware in die Pflicht nehmen zu wollen.

Eine parlamentarische Anfrage des Angeordneten der Unabhängigen Hellenen (ANEL), Dimitris Kammenos, beantwortend betonte der Minister für Infrastrukturen Christos Spirtzis, die Anzahl der Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns (folglich auch der Hersteller Audi, Skoda, Seat), die in Griechenland im Verkehr sind und mit einer einer „gezinkten“ Software für imaginäre Emissionswerte ausgestattet sind, belaufe sich auf rund 21.000.

Derzeit ist eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung im Gang „und offensichtlich wird nach strafrechtlichen Verantwortungen gesucht werden„, unterstrich Christos Spirtzis und fügte an, der Fiskus schicke sich an, Geldstrafen zu verhängen und Entschädigungen zu beanspruchen.
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Eine zweite Karte für Griechenland!

14. November 2015 / Aufrufe: 1.099 1 Kommentar

Die politischen Entwicklungen in Portugal könnten Griechenlands Regierung zumindest temporär eine weitere Karte in den Verhandlungen mit seinen Gläubigern bescheren.

Je mehr „starke“ Karten ein Land in seiner Hand hat, wenn es mit seinen Gläubigern verhandelt, um so besser ist das. Dies gilt spezieller für Griechenland, das nach dem Flüchtlingsthema auch noch eine andere Karte in seinen Händen hält.

Wir haben in der Vergangenheit betont, dass das Flüchtlingsthema mit der Gefahr als gegeben, dass eine große Anzahl von Immigranten und Flüchtlingen in Griechenland (gegen ihren Willen …) eingeschlossen werden wird, was wiederum gesellschaftliche Spannungen entfachen und die wirtschaftliche Last steigern könnte, eine potentielle Bedrohung darstellt.
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Griechenland scheitert an erster Hürde der Rettung

13. November 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.774 1 Kommentar

Das neue Programm zur Rettung Griechenlands könnte schon an der ersten Hürde, nämlich der Befriedigung aller vorab zu erfüllenden Forderungen der Gläubiger scheitern.

Griechenland ist in seiner Bemühung gescheitert, die erste Auszahlung von Bargeld unter dem neuen Rettungspaket der 86 Milliarden Euro sicherzustellen, da die Gläubigermächte urteilten, das Land habe nicht geschafft, einen ausreichenden Fortschritt bei der Durchsetzung grundsätzlicher Reformen zu verzeichnen.

Die gegen die Austerität eingestellte Regierung in Athen wird nicht – wie für diese Woche geplant war – 2,15 Milliarden Euro erhalten und ruft damit Befürchtungen hervor, das neue Programm zur Rettung des Landes werde bereits an der ersten Hürde scheitern.
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Rentenstopp in Griechenland

12. November 2015 / Aufrufe: 2.027 1 Kommentar

Die Rentenversicherungsträger in Griechenland bewilligen keine neuen Renten und derzeit sind fast 400000 Rentenanträge und Abfindungen anhängig.

Die Anhäufung anhängiger Rentenanträge in Griechenland ist für ein Land der EU beispiellos, da die Rentenkassen von den 330.000 Anträgen auf den Eintritt in den Ruhestand „verstopft“ sind und auch 61.000 beantragte Abfindungen anhängig sind.

Konkret hängen derzeit 173.000 Anträge auf Hauptrenten mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. Euro an, davon 80.000 bei dem Versicherungsträger für Arbeitnehmer (IKA), 33.000 bei dem Versicherungsträger der Selbständigen (OAEE), 30.000 bei dem landwirtschaftlichen Versicherungsträger OGA, 15.000 auf dem öffentlichen Sektor und weitere 15.000 bei anderen Hauptrenten-Trägern.
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Berlin verspricht Griechenland Hilfe im Flüchtlingsthema

12. November 2015 / Aufrufe: 613 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland soll signifikante Hilfe zur Bewältigung des Flüchtlingsproblems erhalten, dafür aber auch getroffene Vereinbarungen umsetzen.

Martin Schäfer, Sprecher des deutschen Auswärtigen Amts, hob hervor, Griechenland werde für die Bewältigung des Flüchtlingsproblems signifikante Hilfe erhalten, und betonte, „die Dimensionen der Herausforderung für einen wegen der wirtschaftlichen Krise geschwächten griechischen Staat sind allen Involvierten klar, nicht nur in Berlin, sondern auch in Brüssel„.
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Griechenland hat größte Teuerung bei Lebensmitteln

12. November 2015 / Aufrufe: 1.121 2 Kommentare

In Griechenland werden die größten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln in der gesamten Europäischen Union verzeichnet.

Laut einer in der Kathimerini publizierten Untersuchung der Eurostat verzeichnen die Lebensmittelpreise in Griechenland sowohl auf Jahres- als auch Monatsbasis den größten Anstieg unter den Mitgliedstaaten der EU, wobei die Hauptgründe die Erhöhung der Mehrwertsteuersätze und der Umstand sind, dass die Händler die Verluste aus den Kapitalverkehrskontrollen auf den Verbraucher abwälzen.

In Griechenland wurde im August 2015 der größte jährliche Anstieg bei den Lebensmittelpreisen um 4,2% im Vergleich zum August 2014 verzeichnet. Ebenfalls stiegen in Griechenland die Lebensmittel im August 2015 um 2,9% im Vergleich zum Juli 2015.

Preiserhöhungen auch bei Lebensmitteln mit konstanter MwSt.

Das interessante Element ist, dass die Preiserhöhungen auch bei Produkten beobachtet werden, bei denen der MwSt.-Satz bei 13% blieb. Die Preise für Brot und Getreideprodukte verzeichneten einen Anstieg um 3,2% auf Jahresbasis, also den größten unter den „28“, und für Fleisch einen Anstieg um 1,9%, also ebenfalls den größten in der EU. In der selben Periode wurde auf Ebene der Europäischen Union ein Preisrückgang um 1,3% beobachtet.

In der Kategorie der Öle wird ein Anstieg auf Jahresbasis um 9,9%, bei Obst um 17,2%, bei Gemüse um 9,6%, bei Fisch um 0,4% und bei Milch, Eiern und Käse um 0,3% verzeichnet. Laut den Daten der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) zeigt der Preis der Frischmilch im September 2015 einen Anstieg um 2,96% im Vergleich zu Juni 2015. Der Erzeugerpreis ist jedenfalls in den acht Monaten Januar – August 2015 gemäß den offiziellen Angaben deutlich niedriger als der Preis im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2014.

Bemerkenswerte Schwankungen im Zeitraum der letzten Monate werden auch bei den Preisen für Brot, Mehl, aber auch Teigwaren beobachtet. Die Preise der Teigwaren, die in den ersten Tagen der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen ein außerordentlich populäres Produkt waren, verzeichnen im September 2015 einen Anstieg um 3,27% im Vergleich zum Juni 2015.

Aus den Angaben der Eurostat geht hervor, dass im August im Vergleich zu Juli 2015 der Preis für Weichweizen – ein Produkt, das Griechenland in einem großen Grad importiert, um seine Bedürfnisse zu decken – um 4,6% anstieg, während der Preis im EU-Durchschnitt um 5% sank. Ein – wenn auch marginaler – Anstieg wurde auch beim Preis des Hartweizens beobachtet. Auf Jahresbasis stieg in Griechenland der Preis des Weichweizens um 6,7%, während auf EU-Ebene ein Anstieg um gerade einmal 1% beobachtet wurde.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

Besteuerung von Steuerausländern mit Renten aus Griechenland

11. November 2015 / Aufrufe: 1.792 Kommentare ausgeschaltet

Runderlass des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen zur steuerlichen Behandlung von Auslandsansässigen, die Renten und sonstige Leistungen aus Griechenland beziehen.

Das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Griechenland gab einen Runderlass in Zusammenhang mit der steuerlichen Behandlung des sich in Griechenland ergebenden Einkommens sogenannter Steuerausländer aus Renten, Leistungen und ähnlichen Bezügen auf Basis der Bestimmungen der Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) gemäß einer einschlägigen Bekanntmachung aus.
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Einstellung tausender Steuerstrafverfahren in Griechenland

11. November 2015 / Aufrufe: 2.314 Kommentare ausgeschaltet

Das neue Steuergesetz in Griechenland führt zur Einstellung von Strafverfahren und Strafvollzug unter anderem in tausenden Steuerhinterziehungsfällen.

Mit den neuen Strafregelungen des Steuergesetzes (N. 4337/2015 – FEK A‘ 129/17-10-15) werden in Griechenland tausende vor den Gerichten anhängige Fälle von Schuldnern des Fiskus mit Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu 100.000 Euro zu den Akten gelegt oder die Strafverfolgung zu ihren Lasten wird eingestellt.

Parallel gibt es für jede Schuld an den Fiskus keine Schnellgerichtsverfahren mehr und die Schuldner werden folglich nur noch den Verwaltungsmaßnahmen (Pfändungen usw.) begegnen, jedoch nicht auch dem Staatsanwalt. Dies sind die „Gewinne“ für die Kleinschuldner des Fiskus, die das neue Steuergesetz bringt.
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Luxusyacht bringt Flüchtlinge nach Griechenland

10. November 2015 / Aufrufe: 792 Kommentare ausgeschaltet

Über 300 Flüchtlinge und illegale Immigranten zahlten für die kurze Passage von der Türkei nach Griechenland auf einer Luxusyacht rund 3000 Euro pro Kopf.

Am 09 November 2015 kamen in Griechenland im Norden der Insel Lesbos über 300 Flüchtlinge und illegale Immigranten mit einer luxuriösen Yacht von der gegenüber liegenden kleinasiatischen (türkischen) Küste an.

Das Schiff wurde im Gebiet „Skala Sykamnias“ geortet und im weiteren Verlauf zu dem Strand „Tsonia“ geleitet, wo die Flüchtlinge von Beamten der Hafenpolizei und Mitgliedern / Rettern diverser Nicht-Regierungsorganisationen an die Küste gebracht wurden. Informationen zufolge kostete die Passage auf der Yacht jeden Passagier etwa 3.000 Euro.

(Quelle: dikaiologitika.gr)