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Archiv für November, 2015

Steiler Absturz der Mieten in Griechenland

24. November 2015 / Aufrufe: 2.499 Kommentare ausgeschaltet

Seit 2011 verzeichneten in Griechenland die Mietpreise bis heute einen rapiden Rückgang von durchschnittlich über 40 und in vielen Fällen sogar weit über 50 Prozent.

In Griechenland wurde während der Periode der wirtschaftlichen Krise bei allen Kategorien von Immobilien, also unabhängig davon, ob es sich um Wohnungen oder Büro- und Geschäftsräume handelt, ein steiler Absturz der Mietpreise verzeichnet.

Der Rückgang der Einkommen der privaten Haushalte, die wirtschaftliche Rezession und das Absinken des Konsums haben den Immobilienmarkt negativ beeinflusst und damit bei den Immobilien sowohl die Kaufpreise als auch die Mietpreise nach unten gezogen.
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Wird Griechenland zur Menschen-Müllkippe Europas?

23. November 2015 / Aufrufe: 1.472 1 Kommentar

Griechenland droht die Gefahr, von der EU zu einer Deponie für die Entsorgung von Menschen gemacht zu werden.

Als Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras vor einiger Zeit seine „gesammelten Werke“ um die bekannte Phrase „Auf dem Meer gibt es keine Grenzen“ bereicherte, sputeten sich verschiedene Böswillige, ihn zu verspotten. Wobei sie verkannten, dass er einen tatsächlichen Zustand beschrieb und dabei gleichzeitig auch seine eigene Politik definierte.

Die Bevölkerungsströme, welche die Ägäis zu den griechischen Inseln überqueren, passieren keine Grenzen. Sie überqueren einfach nur einige Meilen Meer. Das Meer hat tatsächlich keine Grenzen, sofern wir natürlich mit „Grenzen“ Hindernisse, Betonmauern oder Drahtzäune meinen, wie sie von Skopje (sprich der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Makedonien / FYROM) an der Grenze zu Griechenland errichtet werden.
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Neue Steuermaßnahmen von über 3 Mrd Euro in Griechenland

22. November 2015 / Aufrufe: 2.281 Kommentare ausgeschaltet

Griechenlands Haushaltsplan 2016 sieht neue Steuermaßnahmen vor, die dem Fiskus Mehreinnahmen in Höhe von sage und schreibe 3,2 Milliarden Euro bescheren sollen.

Auf 3,2 Mrd. Euro beläuft sich die Rechnung der (neuen) Steuern, welche in Griechenland die Steuerzahler im Jahr 2016 zu zahlen aufgefordert sein werden. In dem am 20 November 2015 dem Parlament vorgelegten Haushaltsplan werden epigrammatisch die Steuermaßnahmen beschrieben, welche das zweite Paket vorab zu erfüllender Forderungen (sprich der sogenannten „Milestones“ in der Umsetzung des Memorandums) enthalten wird.

Die neuen Steuermaßnahmen sehen die Erhöhung der Besteuerung der Landwirte und der Steuerpflichtigen, die Einkommen aus Mieteinnahmen erzielen, sowie auch Änderungen bei den Steuerklassen und den Steuersatz-Staffelungen der natürlichen Personen vor.
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Die Eigentums-Paranoia in Griechenland

21. November 2015 / Aufrufe: 2.191 4 Kommentare

Es ist keine Übertreibung, zu behaupten, dass in Griechenland bei den meisten Blasen seiner Wirtschaft das Eigentum im Mittelpunkt stand.

Sie werden in den Medien sicher jene naive Meinung gehört haben „Der Grieche will ein eigenes Dach über dem Kopf haben. Die Wohnung ist für die griechische Familie eine Heiligtum …„.

Es kann also angenommen werden, dass es auch hier eine Glaubensfrage ist. Die „Schlingel“ der anderen Völker der Welt haben einfach nicht diese „Zier“ und wollen keine Dächer, sondern Zelte. Vielleicht haben sie nicht unsere bedeutsamen kulturellen Elemente und folgen deswegen unserem Kodex der Werte nicht. Sie wohnen zur Miete, sie haben nicht zwei Ferienwohnungen und ein elterliches Haus auf dem Dorf und kauften nicht eine Wohnung für eine halbe Million, während ihre Einkommen unter dem Lohn eines durchschnittlichen Europäers lagen.
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Griechenland hat viel Quatsch gemacht, Deutschland auch …

20. November 2015 / Aktualisiert: 14. Januar 2016 / Aufrufe: 1.579 Kommentare ausgeschaltet

Alfons Sichtweise über Griechenland und wie Deutschland auf Griechenland guckt.

Emmanuel Peterfalvi, bekannt als Kabarettist „Alfons“, legt auf seine einzigartige und tiefgründige Weise seine Ansichten über Griechenland und Deutschlands Verhalten gegenüber den Hellenen dar.

Wie er betont, habe Griechenland sicherlich viel Quatsch gemacht, jedoch habe es vor gut 70 Jahren schon einmal ein Land gegeben, das ebenfalls „ganz viel Quatsch“ gemacht habe … und dem unter anderem auch Griechenland eine zweite Chance gewährte.
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Haben die Dschihadisten auch die Austerität „gekillt“?

20. November 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 870 Kommentare ausgeschaltet

Die Terroranschläge der Dschihadisten in Frankreich haben möglicherweise sozusagen als Kollateralschaden auch die Austerität in Europa getötet.

Neben allem anderen scheint auch die von dem sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakt (bzw. Euro-Stabilitätspakt) auferlegte fiskalische Orthodoxie einen „Kollateralschaden“ der Terroranschläge in Paris darzustellen:

Frankreich erklärte mittels des Mundes des Präsidenten Hollande und des Ministerpräsidenten Valls kühn, es werde die Zielvorgabe für die Senkung des fiskalischen Defizits unter 3% des BIP im Jahr 2017 nicht erreichen, weil es die Aufwendungen für die Bekämpfung des Terrorismus (mit erstem Schritt die 17.000 Neueinstellungen bei den Sicherheitskräften) steil anzuheben beabsichtigt, ohne nach sogenannten … Äquivalenten zu suchen und anderswo Ausgaben zu kürzen.
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Freiheitsstrafe für ehemaligen Finanzminister in Griechenland

19. November 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.546 1 Kommentar

In Griechenland wurde der ehemalige Finanzminister Giannos Papantoniou wegen eines nicht deklarierten Millionenguthabens zu einer Freiheitstrafe von 4 Jahren verurteilt.

Die dreisitzige Berufungs-Strafkammer verhängte gegen den ehemaligen Finanzminister Giannos Papantoniou und dessen Ehefrau Stavroula Kourakou eine (zu einem Tagessatz von 10 Euro in eine Geldstrafe umwandelbare) Freiheitsstrafe von jeweils 4 Jahren wegen einer inkorrekten Vermögensdeklaration im Fiskaljahr 2009 hinsichtlich eines Betrags von rund 1,3 Millionen Euro, der über die sogenannte Lagarde-Liste entdeckt wurde.

Mit seinem Urteil änderte das Gericht die in erster Instanz ausgesprochenen Freiheitsstrafen gegen die beiden Angeklagten nicht, die jedoch trotzdem sehr „weich“ fielen, zumal das Berufungsgericht die in erster Instanz gegen das Ehepaar verhängten Geldstrafen von jeweils 100.000 Euro auf 10.000 Euro reduzierte und auch den erstinstanzlich zur Befriedigung des immateriellen Schadens, den der Fiskus erlitt, jeweils auf 50.000 Euro festgesetzten Betrag auf jeweils 20.000 Euro reduzierte.
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Wie in Griechenland die Steuern dem Fiskus geopfert werden

18. November 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.187 2 Kommentare

Trotz der 23 Steuern, die in Griechenland seit 2010 erhöht oder ausgedacht wurden, bleibt aus den Steuereinnahmen kein einziger Euro für die Förderung der Wirtschaft übrig.

Weder eine noch zwei. In den Jahren des Memorandums wurden in Griechenland dreiundzwanzig Steuern erhöht oder neu ausgedacht, jedoch ist die Wirtschaft des Landes wieder nicht aus der Krise herausgekommen. Es handelt sich um Steuern, die auf alles, was kreucht, fleucht und … atmet erhoben wurden, damit die Einnahmeziel der von Griechenland umgesetzten Programme erreicht werden.

Wie die Angaben zu den Haushalten der Jahre der Krise und der Memoranden aufzeigen, haben wir somit ein klares Bild einer staatslastigen Wirtschaft, die in den letzten fünf Jahren mehr als 300 Milliarden Euro an Steuern aus den Taschen der Bürger und Unternehmen saugte. Parallel zeigen sie auch das Scheitern der Memoranden auf, das Steuer der griechischen Wirtschaft weg von dem Staat und hin zu dem öffentlichen Sektor zu drehen, da der größte Teil der staatlichen Einnahmen einzig und allein in die Alimentierung der staatlichen Maschinerie und all jener fließt, die von dieser durchgefüttert werden.

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Wem und wie viel Griechenland schuldet

17. November 2015 / Aktualisiert: 18. November 2015 / Aufrufe: 8.362 2 Kommentare

Die Höhe der Verschuldung, die Anzahl der Schuldner und die Struktur der Finanzierung Griechenlands sind geradezu schwindelerregend.

Die Verschuldung des griechischen Fiskus an Privatleute und offizielle Gläubiger beläuft sich heute auf 296 Mrd. Euro. In diesem Betrag ist jedoch nicht die auch sogenannte „versteckte Verschuldung“ in Höhe von 25 Mrd. Euro enthalten, welche die potentiellen Verbindlichkeiten des griechischen Fiskus im Fall des Fälligwerdens der Bürgschaften sind, die er an Träger innerhalb und außerhalb der zentralen Regierung gewährt hat: also staatliche Unternehmen, öffentliche Organisationen und öffentliche Träger und Unternehmen.

In dem Fall, dass diese Bürgschaften alle fällig werden, wie es mit den 481 Mio. Euro der Griechischen Bahn (OSE) und den 49 Mio. Euro des Genossenschaftsverbands (EAS) im ersten Halbjahr geschah, könnte die öffentliche Verschuldung auf bis zu 320 Milliarden Euro hochschnellen. Und dies ohne die Bürgschaften des Fiskus für die Banken, die bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegt worden sind, damit sie einen Teil der Finanzierung decken, die sie mittels der ELA geschöpft haben und die jedenfalls regulär bedient wird. Und in den 296 Mrd. Euro sind natürlich auch nicht die Kosten der Bedienung dieser Kredite enthalten, also die Zinsen, die jährlich entrichtet werden und deren durchschnittliche Höhe in einer Größenordnung von 2% liegt.

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Wie viel der Staat in Griechenland von den Löhnen „klaut“

16. November 2015 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.047 3 Kommentare

Lohnnebenkosten, Energiepreise und ungünstige Finanzierungsbedingungen sind laut dem SEB die drei grundlegenden Wettbewerbsnachteile der Unternehmen in Griechenland.

Die in dem Wochenbericht des griechischen Unternehmens- und Industrieverbands (SEB) über die wirtschaftlichen Entwicklungen umfassten Angaben dokumentieren eine Überbesteuerung des Arbeitsmarkts in Griechenland.

Wenn beispielsweise gemäß den von dem Verband angeführten Angaben ein Lohnempfänger etwas besser als mit 1.000 Euro im Monat entlohnt wird, gelangt der Staat sehr bald an dem Punkt an, sich knapp die Hälfte der Gesamtaufwendungen des Arbeitgebers einzustreichen. Für einen hochdotierten Firmenfunktionär sackt der Staat sich entsprechend bis zu über 55% der von dem Unternehmen entrichteten Gesamtkosten ein.
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