if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Griechenland ist EU-Champion der sozialen Ungerechtigkeiten

3. November 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.397

Laut einer Studie des deutschen Bertelsmann-Instituts ist Griechenland wegen der Krise und der Memoranden das Land mit den größten sozialen Ungerechtigkeiten in der EU.

Laut dem Bericht „Social Inclusion Monitor Europe“ für dieses Jahr (2015) wird Griechenland auf dem letzten Rang (von 28) eingeordnet, und zwar wegen seiner (niedrigen) Benotung auf den Bereichen der Prävention der Armut, der gleichen Chancen auf Bildung, des Zugangs zum Arbeitsmarkt, bei dem gesellschaftlichen Zusammenhalt ohne Diskriminierungen, im Gesundheitswesen und bei der generationsübergreifenden Gerechtigkeit.

Auf einer Bewertungsskala von 0 bis 10 wird Griechenland mit 3,61 benotet, gegenüber dem mit 3,74 auf dem vorletzten Rang liegenden Rumänien und dem EU-Durchschnittswert von 5,63. Als „Meister“ der sozialen Gerechtigkeit erweisen sich dagegen laut der Untersuchung die skandinavischen Länder (Schweden, Dänemark, Finnland) und die Niederlande.

Jugendarbeitslosigkeit droht Griechenland zu destabilisieren

36% der Bevölkerung Griechenlands begegnen unmittelbar der Bedrohung der Armut und der gesellschaftlichen Ausgrenzung und die Memoranden verschlimmerten die bestehenden sozialen Probleme noch mehr„, lautet es in besagter Studie des Bertelsmann-Instituts und es wird charakteristisch unterstrichen:

Die Zukunft der jungen Leute auf dem Arbeitsmarkt ist ungewiss, wobei sich die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen mit 52,4% seit 2008 mehr als verdoppelte hat. 2014 waren 28,4% der jungen Leute im Alter von 20 – 24 Jahren weder beschäftigt noch nahmen sie an irgend einem Bildungs- oder beruflichen Ausbildungsprogramm teil. Wenn die Lage sich nicht verbessert, droht dieser hohe Anteil inaktiver junger Leute langfristig das Land zu destabilisieren.

EU-Index sozialer Gerechtigkeit 2015

EU-Index sozialer Gerechtigkeit 2015

(Quelle: Imerisia)

  1. gr-klaus
    3. November 2015, 08:49 | #1

    Ein direkter link zur veröffentlichung der bertelsmann-studie würde den sehr interessanten artikel noch mehr aufwerten. Danke im voraus.

  2. Ronald
    3. November 2015, 08:50 | #3

    Zu Beginn der Krise, als noch niemand von Memoranden sprach, belegte Griechenland von den damals (2008) untersuchten EU-Mitgliedsstaatem den vorletzten Platz. Auch als es Griechenland wirtschaftlich (scheinbar) besser ging hat sich kein Politiker in Griechenland ernsthaft um die Frage der sozialen Gerechtigkeit geschert.

  3. kosta
    4. November 2015, 06:10 | #4

    Daran wird auch die radikale Linke nichts ändern. Die ersten Schritte dazu sind bereits getan.

  4. gr-klaus
    5. November 2015, 09:59 | #5

    @ Team
    danke!

Kommentare sind geschlossen