Havarie in Griechenlands Verhandlungen mit seinen Gläubigern

24. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.077

In den Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern wurde speziell in den Themen der roten Kredite und der Mehrwertsteuer im Bildungswesen keine Einigung erzielt.

Die gestrigen (23 Oktober 2015) Kontakte des Wirtschaftsstabs der griechischen Regierung mit den Vertretern der Institutionen in Athen wurden ohne eine Einigung in den Themen der sogenannten „roten (sprich leistungsgestörten) Kredite“ und der Mehrwertsteuer im privaten Bildungswesen, jedoch mit einem relativen Fortschritt beendet.

Eine speziellere Kluft soll es in dem brennenden Thema des Schutzes der Hauptwohnung vor Zwangsversteigerungen geben, während das „Quartett“ (sprich die Delegation der Institutionen) aus Athen abreist und unbekannt ist, ob es das „grüne Licht“ für die Auszahlung der Tranche von 2 Mrd. Euro in der kommenden Woche geben wird.

Differenzen bei Versteigerungsschutz und MwSt. im Bildungswesen

Laut Reuters betonte Griechenlands Finanzminister Evklidis Tsakalotos nach dem gestrigen Treffen, es gebe keine Einigung mit den Vertretern der Gläubiger im Thema der (Zwangs-) Versteigerungen. „Der große Dorn in den Verhandlungen ist das Thema der Lex Katseli„, erklärte Herr Tsakalotos, sich auf die Änderungen beziehend, welche die Gläubiger bezüglich der Grenzen des Schutzes vor den Versteigerungen von Immobilien verlangen, und meinte charakteristisch: „In diesem Thema gibt es keine Einigung.

Der griechische Finanzminister führte jedoch an, es gebe einen Fortschritt in diversen Themen, wie beispielsweise, dass die Kosten höher sein werden, wenn jemand die Regelung in Anspruch nimmt ohne dazu berechtigt zu sein. Er notierte allerdings ebenfalls, es bestehe auf jeden Fall eine große Entfernung bezüglich der Schutzgrenze und der Einkommenskriterien.

Wie der Minister anmerkte, sind die „roten“ Kredite so wie so im zweiten (Maßnahmen-) Paket. In Bezug auf das Thema der Mehrwertsteuer im Bildungswesen habe es neue Diskussion zu geben, ergänzte er. „Wir müssen uns damit befassen„, meinte er und bestätigte damit, dass auch in dem Thema keine Einigung erreicht wurde.

Jedenfalls – endete Herr Tsakalotos – scheinen die Vertreter der Gläubiger mit der Weise der Organisation der Kontakte und dem Zugang der technischen Stäbe zu den Ministerien sehr zufrieden zu sein.

(Quelle: Imerisia)

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