Archiv

Archiv für Oktober, 2015

Biersteuer zur Rettung Griechenlands

31. Oktober 2015 / Aktualisiert: 19. Mai 2018 / Aufrufe: 1.350 5 Kommentare

Bei der verzweifelten Suche nach immer neuen Einnahmen versetzt der unersättliche Fiskus in Griechenland nun auch den inländischen Kleinbrauereien einen herben Schlag.

Eine in der dem Parlament vorgelegten Gesetzesvorlage enthaltene Bestimmung setzt dem Status der reduzierten Sonderverbrauchssteuer auf Bierprodukte ein Ende. Ab dem 01 Januar 2016 wird die Bestimmung abgeschafft, die bisher galt und einen um 50% reduzierten Satz der Sonderverbrauchssteuer für alle unabhängigen (!) Kleinbrauereien in Griechenland vorsah, sofern ihre Jahresproduktion 200.000 Hektoliter (hl) Bier nicht überstieg.

Fortan werden die reduzierten Steuersätze analog zu dem Volumen besagter Brauereien differenziert und erreichen bis zu 75% des geltenden Regelsatzes. Die griechische Regierung erhofft sich aus dieser Maßnahme auf rund 3,4 Millionen Euro geschätzte Mehreinnahmen. Der Schuss könnte allerdings auch „nach hinten“ losgehen und zu Marktanteils- und Umsatzverlusten, Unternehmensschließungen, Entlassungen, Verlusten von Steuereinnahmen und Sozialabgaben usw. führen.
Gesamten Artikel lesen »

Warum auch diese Regierung Griechenlands scheitern wird

31. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.766 7 Kommentare

Selbst wenn Griechenlands Verschuldung auf magische Weise verschwände, würde es wegen seiner strukturellen Probleme wieder in die selbe Lage wie 2010 gelangen.

Die von der OECD bekannt gegebenen Angaben zu Griechenland sind erschütternd. Der Rückgang des Pro-Kopf-BIP seit 2007 bis 2015 erreichte 27,5%. Die Arbeitslosigkeit bleibt auf sturmgepeitschten Höhen und es wird erwartet, dass sie (nach dem im Gang befindlichen Steuergewitter) noch weiter ansteigen wird.

Inzwischen nähern wir uns dem Jahr 2016 und gibt es nicht nur keine Aussicht auf einen Aufschwung, sondern es ist sicher, dass das Gefälle sich – vielleicht noch steiler – fortsetzen wird. Während der Dauer des kommenden Jahres werden wir mit den beiden erschreckenden „Dreißigern“ flirten: kumulativer Rückgang des BIP um 30% und 30% Arbeitslosigkeit, bei den jungen Leuten doppelt so hoch. Dies sind Zahlen, denen man in Ländern nach einem Krieg und speziell nach einem Krieg begegnet, den sie verloren haben.
Gesamten Artikel lesen »

Grünes Licht für Zwangsvollstreckungen in Griechenland

30. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.225 Kommentare ausgeschaltet

Ab dem 02 November 2015 erlischt in Griechenland die im Juli 2015 verfügte Aussetzung von Zwangsmaßnahmen jeder Art.

Griechenlands Regierung schritt zur Freigabe aller Akte der Zwangsvollstreckung und folglich auch der Zwangsversteigerungen mit Wirkung ab dem 02 November 2015.

Am 29 Oktober 2015 wurde den Banken ein Beschluss des Ministeriums für Justiz, Transparenz und Menschenrechte bekannt gegeben, mit dem die Wirkung des Ministerialbeschlusses bezüglich der Aussetzung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen bis zum 31 Oktober 2015 nicht erneuert verlängert wurde.
Gesamten Artikel lesen »

Auswirkungen der Griechenland-Krise bedrohen Europas Demokratie

30. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.449 3 Kommentare

Die größte Bedrohung für das Überleben der Eurozone stellen die speziell anlässlich der Krise in Griechenland demonstrierten zunehmenden Defizite an Demokratie dar.

Eines nachts, am 20/21 August 1968, drangen die fünf Länder des Warschauer Pakts unter der Führung der UDSSR in die Tschechoslowakei ein und stürzten die reformatorische Regierung unter Alexander Dubcek.

Dubceks Regierung hatte zum Ziel, einen „Sozialismus mit einem humanen Gesicht“ zu etablieren. Im April 1968 gab er einen „Aktionsplan“ bekannt, der die Redefreiheit wieder zurück brachte und die Kontrolle der Industrie durch den Staat abschaffte. Die daraufhin folgende Periode der gesellschaftlichen und demokratischen Reform wurde als „Prager Frühling“ bekannt.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

Griechenland erwägt Zahlungsstopp … und Erhöhung der Kfz-Steuer

29. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.883 4 Kommentare

Griechenland soll einen internen Zahlungsstopp im Fall einer Blockade in den laufenden Verhandlungen sowie auch eine rigorose Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer planen.

Die Dienststellen des Finanzministeriums Griechenlands arbeiten Informationen zufolge alternative Pläne für die Bedienung der grundsätzlichen Verpflichtungen des Staates für den Fall aus, dass die Auszahlung der seit dem Sommer anhängigen Tranche von 2 Mrd. Euro sich über den 25 November 2015 hinaus verzögert.

Laut dem griechischen Sender SKAI umfasst die Planung die Einfrierung und Verschiebung von Zahlungen mit dem Ziel, Gelder für die Bedienung der Grundbedürfnisse des Staates wie Gehälter und Löhne einzusparen, da im Dezember drei Raten in Höhe von insgesamt 1,2 Mrd. Euro an den IWF fällig werden.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland: Tsipras überrascht wieder …

28. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.612 Kommentare ausgeschaltet

Die Entscheidung, die Leiterin der Steuerbeitreibungsbehörde in Griechenland ihres Amtes zu entheben, könnte Premierminister Alexis Tsipras teuer zu stehen kommen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras scheint zu einem politischen Selbstmord aufgelegt zu sein. Sein Entschluss, die Leiterin der angeblich unabhängigen Steuerbehörde (konkret des Sekretariats für öffentliche Einnahmen) ihres Amtes zu entheben, wird bei den Gläubigern des Landes die Alarmglocken schrillen lassen.

Einer der Schwachpunkte Griechenlands ist die unkontrollierte Steuerhinterziehung. Aus diesem Grund beharren die Eurozone und der Internationale Währungsfonds weiterhin auf der Notwendigkeit, dass Athen ein effizientes Organ für kollektive Steuereinnahmen benötigt, das von den Interventionen der Regierung unabhängig ist. Wenn die Politiker sich in die Steuerverwaltung einmischen, besteht die Befürchtung, dass sie ihren Verbündeten Erleichterung von der Entrichtung ihrer Verbindlichkeit verschaffen und die Kontrolleure des Finanzamts gegen ihre Gegner lenken werden.
Gesamten Artikel lesen »

Supermärkte in Griechenland steigerten trotz der Krise ihre Gewinne

28. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.200 Kommentare ausgeschaltet

Die Supermarktketten in Griechenland steigerten 2014 trotz stagnierender Umsätze ihre Reingewinne um zweistellige Prozentsätze.

Aus der Analyse der wirtschaftlichen Basisgrößen der fast die Gesamtheit der Firmen der Branche in Griechenland darstellenden 56 Supermarkt-Unternehmen, die eine Bilanz veröffentlichen und in dem Jahresbericht „Panorama der griechischen Supermärkte 2015“ präsentiert werden, geht eine marginale Erhöhung ihrer Umsätze und ein zweistelliger Anstieg der Gewinne in der Supermarkt-Branche im Jahr 2014 hervor.

Konkret zeigen die Bilanzdaten des Musters einen Anstieg der Umsätze um 0,99%. Diese Entwicklung ist spezieller interessant, wenn sie mit der Gesamtheit des Marktes für Lebensmittelgeschäftsartikel verglichen wird, auf dem im Jahr 2014 ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze um 1,80%, also 360 Mio. Euro verzeichnet wurde (Quelle: Forschungsinstitut für Einzelhandelskonsumgüter IELKA).
Gesamten Artikel lesen »

Angst vor gesellschaftlichen Explosionen in Griechenland

27. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.112 4 Kommentare

Die Belastbarkeit der Bürger in Griechenland ist mittlerweile ausgeschöpft und es stellt sich die berechtigte Angst vor gesellschaftlichen Explosionen ein.

Das Maximou (Anmerkung: gemeint ist der Regierungssitz bzw. die Regierungszentrale) befindet sich dem größten „Gegner“ gegenüber, mit dem eine Regierung es zu tun bekommen könnte, und dieser ist nichts anderes als die ständig zunehmende Unzufriedenheit des Volkes.

Die Flitterwochen der neuen Regierung in Griechenland sind schon lange vorbei, es ist die schwere Stunde der Umsetzung der härtesten Maßnahmen gekommen, die Premierminister Alexis Tsipras mit dem Institutionen vereinbart hat, und die Epoche, in der die Bürger an Demonstrationen zu seiner Unterstützung im „Kampf“ gegen die Gläubiger teilnahmen, ist endgültig Vergangenheit.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

Griechenlands Bürger wurden um 30 Prozent „verarmt“

26. Oktober 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.219 1 Kommentar

Laut einer Studie der Alpha Bank wurden in Griechenland die Bürger seit Ausbruch der Wirtschaftskrise um rund 30 Prozent verarmt und 228000 wanderten aus.

Die privaten Haushalte in Griechenland haben in dem Zeitraum 2008 – (Juni) 2015 insgesamt 28,9% ihres gesamten Reichtums verloren, während derweilen in den Jahren 2009 – 2013 insgesamt 228.000 Griechen auswanderten.

Dies stellen die Analysten der Alpha Bank in einer Studie fest, welche die Veränderung des Niveaus des Wohlstands in Griechenland während der Dauer der wirtschaftlichen Krise zum Thema hat.
Gesamten Artikel lesen »

Steuergewitter ohne Ende für Einkommen in Griechenland

25. Oktober 2015 / Aufrufe: 1.281 Kommentare ausgeschaltet

Ein nicht endendes Gewitter immer höherer und neuer Steuern sucht in Griechenland jede Art von Einkommen und Vermögen heim.

Wie aus den von der Nationalen Statistikbehörde Griechenlands (ELSTAT) veröffentlichten Angaben aus den nicht finanzwirtschaftlichen Quartalsabrechnungen der Zentralregierung hervorgeht, verzeichneten auch im 2. Quartal des laufenden Jahres (2015) die sowohl auf Einkommen und Vermögen als auch Produktion und Importe erhobenen Steuern einen Anstieg.

Spezieller beliefen sich im 2. Quartal dieses Jahres die Steuern auf Einkommen und Vermögen auf 5,287 Mrd. Euro, gegenüber 4,912 Mrd. Euro im 2. Quartal 2014 und 4,379 Mrd. Euro im 2. Quartal 2013.
Gesamten Artikel lesen »