Popularität der Parteiführer in Griechenland Anfang September 2015

5. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.026

Laut den aktuellen Demoskopien in Griechenland verliert Alexis Tsipras kontinuierlich an Popularität und ein Wahlsieg der Nea Dimokratia ist nicht mehr ausgeschlossen.

Als Alexis Tsipras sich anstatt für das anfänglich angekündigte Vertrauensvotum (mit möglichem Datum ab dem 20 August 2015) schließlich für vorgezogene Neuwahlen entschied, ging er vermutlich davon aus, die – im weiteren Verlauf auf den 20 September 2015 anberaumten – Neuwahlen „locker“ gewinnen zu werden.

Seitdem durchgeführten Meinungsumfragen zufolge scheint sich jedoch inzwischen zunehmend nicht nur ein extrem knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SYRIZA und Nea Dimokratia (ND), sondern sogar auch ein möglicher Wahlsieg der ND abzuzeichnen.

Tsipras verliert an Popularität, Meimarakis steigt auf

Im Kampf um die Stimmen der Wähler, der nach dem derzeitigen Stand der Dinge trotz der für die Partei mit den den meisten Stimmen vorgesehenen „Bonus-Mandate“ keiner Partei zu einer regierungsfähigen Mehrheit verhelfen wird, spielt verständlicherweise auch die Popularität der jeweiligen Parteiführer eine Rolle, scheint jedoch nicht unbedingt ausschlaggebend zu sein

Die am vergangenen Freitag (04 September 2015) veröffentlichten Ergebnisse einer von der Metron Analysis für die Zeitung „Parapolitika“ durchgeführten Meinungsumfrage stellen die derzeitige Popularität der Parteiführer der maßgeblichsten Parteien folgendermaßen dar:

Negative / eher negative Meinung Positive / eher positive Meinung
Vangelis Meimarakis Vangelis Meimarakis
Nea Dimokratia (ND)
50% 47%
Alexis Tsipras Alexis Tsipras
SYRIZA
56% 43%
Stavros Theodorakis Stavros Theodorakis
Potami
55% 41%
Fofi Gennimata Fofi Gennimata
PASOK
63% 33%
Panos Kammenos Panos Kammenos
Unabhängige Hellenen (ANEL)
73% 25%
Dimitris Koutsoumpas Dimitris Koutsoumpas
Kommunistische Partei Griechenlands (KKE)
69% 23%
Panagiotis Lafazanis Panagiotis Lafazanis
Nationale Einheit (LAE)
80% 17%
Nikos Michaloliakos Nikos Michaloliakos
Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte)
86% 10%

(Quellen: Imerisia, Medienberichte)

  1. Ronald
    5. September 2015, 10:16 | #1

    Da habt ihr wohl die Spaltenüberschriften vetauscht

    • Team
      5. September 2015, 13:26 | #2

      Danke für den Hinweis, der Fehler wurde inzwischen korrigiert.

  2. Heesens
    5. September 2015, 11:24 | #3

    In Ihrer Übersetzung sind die Spaltenüberschriften “ positive Meinung “ -„negative Meinung “
    vertauscht!

    • Team
      5. September 2015, 13:29 | #4

      Danke für den Hinweis, der Fehler wurde inzwischen korrigiert.

  3. windjob
    6. September 2015, 13:03 | #5

    Wird das griechische Volk jemals aus der Vergangenheit lernen. Jetzt setzen sie wieder auf die ND, die sie jahrelang besch…. hat. Ich glaub es nicht mehr. Aber bitte, wenn sie es so wollen es ist ihre Wahl. Aber beschwert euch dann nicht.

  4. GR-Block
    6. September 2015, 22:43 | #6

    Naja, die EU sitzt am längeren Hebel. Alle erlaubten Parteien sind durch und jede einzelne wurde von ihr umgedreht. Die einzige Alternative KKE ist aber für die NATO ein „no go“. Die XA steht außer Diskussion. Der Parlamentarismus ist am Ende. Der Ball ist jetzt im Feld des Kapitalismus und der spielt auf Zeit: 107 Mrd, 130 Mrd, 86 Mrd. Mal sehen, wann es aufhört. Wer als nächstes regiert, ist egal. Die Demokratie muss warten. Bis der Kapitalismus ausgespielt hat. Dann sehen wir weiter.

  5. Cassandra
    9. September 2015, 17:21 | #7

    Ach, wie durchschaubar dieses Kesseltreiben doch läuft. Und wie auffallend still es wohl deshalb im Moment im Blätterwald der europäischen Presse ist … . Wenn aber erstmal Chrysi Avgi gewählt wurden, wird die geölte Empörungsmaschine ratzfatz anlaufen. Alle „Entscheider“ und sonstigen „wichtigen Persönlichkeiten“ werden wieder die üblichen Sprechblasen von sich geben. Man wird sich empören, distanzieren, erst Unverständnis dann aber Mitleid mit der Bevölkerung heucheln, nach den ersten – vermeintlichen oder echten – Verbrechen plötzlich dann doch „gemeinsam an einem Strang ziehen“ um endlich schließlich – natürlich widerwillig und nur zum Schutze der armen Bevölkerung – in den „Schurkenstaat da unten“ einzumarschieren. Und so ganz nebenbei kann man auf dem Weg die ganzen Sahnestückchen (wie Flughäfen, Bahnhöfe, Fabriken, etc.) völlig gratis einsacken, um die man bisher noch so hart mit diesen widerborstigen Hellenen schachern mußte.
    Ende Bühne: Griechenland totalbankrott, Drittweltniveau und Bevormundung auf ewig lange Zeit, Wirtschaft der „Helferstaaten“ auf wundersame Weise saniert.
    Vorhang.

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