Griechenlands Situation wird sich verschlimmern

18. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.612

Joseph Stiglitz warnt, die Krise in der Eurozone sei keinesfalls überwunden und die Lage in Griechenland werde sich weiter verschlechtern.

Der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt, die Krise in der Eurozone sei nicht überwunden worden, und fügt an, die Lage in Griechenland werde sich verschlimmern.

Trotz der jüngsten „Rettung“ Griechenlands schätzt Stiglitz ein, die Krise in der Eurozone sei nicht überwunden worden. „Die Krise in der Eurozone liegt auf keinen Fall hinter uns. Die Situation Griechenlands wird sich weiter verschlechtern, während in den anderen Ländern, die einer wirtschaftlichen Krise begegnen, die Dinge nur sehr geringfügig besser verlaufen werden„, betonte er in einem Interview an die deutsche Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“.

Ein Ökonom würde begreifen, dass Schäubles Austeritäts-Politik fatal ist

Parallel übte der amerikanische Ökonom heftige Kritik an der von dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble vorangetriebenen Austeritäts-Politik und erklärte: „Ein Ökonom würde begreifen, dass die Austeritäts-Politik sich letztendlich als fatal erweist. Schäuble ist jedoch kein Ökonom und beharrt darauf, dass die Länder die Regeln einzuhalten haben. Wenn aber die Regeln falsch sind, kann das katastrophale Folgen haben„, warnte der ehemalige leitende Ökonom der Weltbank.

Stiglitz sprach sich ebenfalls auch gegen die Anhebung der Zinssätze durch die US-Notenbank (FED) aus: „Es gibt keine Inflation und die Arbeitslosigkeit liegt sehr viel höher als die verzeichneten 5,1%. Folglich besteht keinerlei Grund, jetzt die Zinssätze anzuheben.

(Quelle: Imerisia)

  1. windjob
    18. September 2015, 15:46 | #1

    Wie lange muss es noch dauern, bis auch der letzte unserer naiven Politiker begriffen hat, dass die „Wertegemeinschft“ EU gescheitert ist. Dies ist ein Bündel von egoistischen Staaten.

  2. Konstantin
    19. September 2015, 10:35 | #2

    Jedem Menschen sollte es klar sein, dass ein Land was abhängig von Krediten ist um andere Kredite zu begleichen, niemals wieder unter diesem Druck auf die Beine kommen wird. Zusätzlich haben wir in Griechenland, unfähige Politiker und eigentlich NICHTS was richtig funktioniert. Zudem wird alles, was Geld bringen könnte, vernachlässigt oder verkauft.

  3. WP_konstantin
    20. September 2015, 22:15 | #3

    Das Dinge verkauft werden, die Geld bringen koennten, geht natuerlich gar nicht. Das Problem ist das Schuldgeldsystem … aber das wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis es auch der Letzte verstanden hat.

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