Griechenland muss zwischen Nordkorea oder Südkorea wählen

12. September 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.176

Laut Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem muss Griechenland selbst entscheiden, ob es zu Nordkorea oder Südkorea werden will.

In einem Interview an das holländische Fernsehen sprach Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem in einer harten Sprache über die Art und Weise der jahrzehntelangen Regierungsführung in Griechenland.

Mit einer vernünftigen und seriösen Verwaltung kann Griechenland in den Aufschwung geführt werden„, unterstrich der Vorsitzende der Eurogruppe und holländische Finanzminister, wobei er von griechischen Regierungen sprach, die jahrzehntelang „in die Korruption, die unaufrichtige Regierungsführung mit einem absolut infunktionellen öffentlichen Sektor eingetaucht waren„.

Die Griechen müssen zwischen Armut oder Reichtum wählen

Sie Umsetzung der zwischen Griechenland und seinen Partnern vereinbarten Reformen wird sehr schwer sein„, warnte der Eurogruppen-Chef, der anfügte: „Die Griechen haben eine lange Tradition darin, ein Loch mit einem anderen zu ‚flicken‘. Schlechte Logistik, Korruption, Steuerhinterziehung.“ Herr Dijsselbloem betonte unter anderem, „letztendlich liegt es in der Hand der Griechen, ob sie zu Nord- oder Südkorea werden wollen: pure Armut oder eins der reichsten Länder der Welt„.

Es sei angemerkt, dass Jeroen Dijsselbloem Griechenland jüngst erneut unverhohlen mit dem Grexit drohte und klarstellte, die EU und die Eurozone werden diesmal anders reagieren, falls das vereinbarte Programm nicht eingehalten und die Regeln nicht respektiert werden.

(Quelle: Imerisia)

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  1. Anton
    12. September 2015, 16:04 | #1

    Die angebliche Wahl zwischen „purer Armut“ und Reichtum ist natürlich völlig unrealistisch und eindeutig nicht Ziel des jetzigen Austeritätsprogramms. Realistisch ist der Grexit. Der Hauptgrund ist, dass eben das Griechenland aufgezwunge Wirtschaftsprogramm keinen Aufschwung bringen kann. Die einzige Chance besteht darin, dass die Eurozone unabhängig von Griechenland instabil wird und so gewissermaßen das Problem „Griechenland“ europärisiert.

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