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Archiv für August, 2015

Griechenland: Das extremste neoliberale Programm aller Zeiten

11. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.601 4 Kommentare

Dem Parlament in Griechenland soll das extremste neoliberale Programm vorgelegt werden, zu dem sich jemals eine Regierung verpflichtete.

Griechenlands stellvertretender Parlamentspräsident Alexis Mitropoulos erklärte, das von der Regierung vorbereitete Maßnahmenpaket sei „das extremste neoliberale Programm, zu dem sich jemals eine Regierung verpflichtete„, und betonte, die Abgeordneten haben nicht die Heftigkeit der Maßnahmen begriffen, denen sie zuzustimmen aufgefordert sein werden.

Herr Mitropoulos sprach ebenfalls von einer Memorandums-Vaterschafts- bzw. Kontinuitäts-Klausel bezüglich des Versicherungswesens und merkte zu dem TV-Sender Mega sprechend an, die umzusetzenden Gesetze werden weitere Rentenkürzungen implizieren.
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Teilzeitarbeit wird zur Hauptbeschäftigungsform in Griechenland

11. August 2015 / Aufrufe: 976 Kommentare ausgeschaltet

Die Teilzeitbeschäftigung tendiert in Griechenland zur Hauptbeschäftigungsform zu werden und die klassische Vollzeitbeschäftigung zu substituieren.

Eine Schrumpfung der Lohnarbeit in der typischen Form der Vollzeitbeschäftigung um fast 500.000 Arbeitnehmer und eine Verdoppelung der Teilzeitbeschäftigung, die signifikant anstieg und Dimensionen einer Festanstellung annimmt, stellt der Bericht der GSEE über die griechische Wirtschaft fest, der bereits dem Premierminister Alexis Tsipras und den politischen Führern der Parteien überreicht wurde und – wie jedes Jahr – im September während der Dauer der Internationalen Messe in Thessaloniki präsentiert werden wird.

Die Ergebnisse des Berichts des Verbands beziehen sich auf die fünf Jahre 2010 – 2014 und erhalten angesichts der Tatsache besonderen Wert, dass im Rahmen der laufenden Verhandlungen mit den Gläubigern Griechenlands umgehend die Diskussion über neue Eingriffe in den Arbeitsmarkt beginnen wird.
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Neue Fluchtwelle auf öffentlichem Sektor in Griechenland

10. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.502 Kommentare ausgeschaltet

Aus Angst vor neuen Kürzungen ihrer Pensionen schicken sich in Griechenland zigtausende Beschäftigte des öffentliche Sektors zur Flucht in den Ruhestand an.

Der öffentliche Sektor in Griechenland begegnet in den letzten Wochen einer neuen Fluchtwelle, da zehntausende Bedienstete mit fundamentierten Rentenansprüchen aus Angst vor den neuen Regelungen und Kürzungen im Versicherungssystem massenweise ihre Pensionierung beantragen.

Ersten Schätzungen zufolge fundamentieren in diesem Jahr über 60.000 Bedienstete einen Pensionsanspruch (erfüllen also sowohl die erforderlichen Versicherungs- bzw. Wartezeiten als auch die Altersgrenzen). Wie die Zeitung „Ethnos“ in einer Reportage berichtet, wurden allein in den letzten Wochen mehr als 5.500 Pensionierungsanträge gestellt.
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Totales Flüchtlings-Chaos auf Inseln in Griechenland

10. August 2015 / Aufrufe: 7.656 8 Kommentare

Laut der FRONTEX trafen auf den Inseln Griechenlands allein im Juli 2015 über 50000 Immigranten ein, während von Seite der UN von einem totalen Chaos gesprochen wird.

Das Flüchtlingskommissariat der UN fordert Griechenland auf, das „totale Chaos“ auf den Inseln, auf denen tausende illegale Immigranten an Land gingen, unter Kontrolle zu bringen, aber auch die Länder der EU, „mehr zu tun um die Last zu verteilen, die Griechenland auf sich nimmt, wo allein im Juli 50.000 Flüchtlinge eintrafen„.

Wie der Leiter des Kommissariats für Europa, Vincent Kostel – der die griechischen Ägäis-Inseln Lesbos, Kos und Chios besuchte – erklärte, „ist die Lage in Bezug auf Trinkwasser, medizinische Versorgung, Lebensmittelhilfe völlig unzureichend. Auf den meisten Inseln besteht keine Möglichkeit zur Aufnahme, die Menschen schlafen nicht einmal unter irgendeinem Dach„.
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Griechenland: Warum die Deutschen nicht unsere Freunde sind

9. August 2015 / Aufrufe: 11.328 24 Kommentare

Die abstrafende Stimmung gegenüber Griechenland ist zu einem Synonym der Politik im Land Merkels geworden und der moderne deutsche Antihellenismus kommt nicht zufällig.

Im Jahrzehnt 1980 brüllten diverse junge Demonstranten in Militärjacken „Amerikaner, Mörder der Völker„. Jedoch sorgten sogar auch jene (Demonstranten) klarzustellen, dass sie es mit den jeweiligen Regierungen Washingtons haben. Nicht mit dem amerikanischen Volk.

Heutzutage fahren etliche Griechen darin fort, mit gewissen der internationalen Praktiken der Regierung Obama nicht einverstanden zu sein, obwohl der konkrete amerikanische Präsident einer der populärsten der jüngeren Periode ist. Den von Regeln der Sympathie und des gegenseitigen Respekts bestimmten Beziehungen zwischen den beiden Völkern bleibt jedoch die Politik gleichgültig.
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Warum Griechenland eine Euro-Pause ablehnte

8. August 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 5.992 6 Kommentare

Was brachte Griechenlands Regierung dazu, die von den Gläubigern des Landes gestellten Bedingungen zu akzeptieren, welche die Wähler gerade erst abgelehnt hatten?

Seit die gegen die Austerität gerichtete linksextreme SYRIZA-Partei im Januar 2015 an die Macht kam, hat das griechische Drama ein volles halbes Jahr lang das Interesse der europäischen politischen Welt monopolisiert.

Sogar auch als die Wirtschaft des Landes zusammenbrach, beharrte die neue Regierung Griechenlands trotzig auf einer Entlastung der Verschuldung ohne Austerität – zumindest bis Mitte Juli, als sie plötzlich den Bedingungen der Gläubiger zustimmte. Am 13 Juli 2015 hat eine sich gegen die Austerität eingeschworene Regierung tatsächlich verpflichtet, eine noch härtere Austerität durchzusetzen und unter der engen Beaufsichtigung durch die Gläubiger zu schmerzhaften strukturellen Reformen zu schreiten.
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Fragen und Antworten zu den Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland

7. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 5.213 Kommentare ausgeschaltet

Der Griechische Bankenverband veröffentlichte einen Katalog häufig gestellter Fragen und Antworten in Zusammenhang mit den Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland.

Der Griechische Bankenverband (EET) gab einen aktualisierten Katalog häufig gestellter Fragen und Antworten in Zusammenhang mit Barabhebungen, Bankkonten, Krediten, Schließfächern, Kreditkarten, Guthaben und diversen Bankgeschäften im Rahmen der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland an die Öffentlichkeit.

Eine wesentliche Änderung besteht darin, dass für Barabhebungen zwar immer noch ein allgemeines Tageslimit von 60,- Euro besteht, dies jedoch nicht jeden Tag genutzt werden muss oder anderenfalls verfällt, sondern für maximal 7 Tage (jeweils ab Samstag bis zum nächsten Freitag) „kumuliert“ werden darf und so beispielsweise einmal pro Woche ein Gesamtbetrag von 7 x 60 Euro = 420 Euro abgehoben werden kann.
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Über 1 Mio neue Debitkarten in Griechenland

6. August 2015 / Aufrufe: 1.565 Kommentare ausgeschaltet

Nach Einführung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland stellten die griechischen Banken über 1 Million neue Geldkarten aus.

Laut einem Artikel bei Bloomberg wurden von den griechischen Banken in den letzten drei Wochen ungefähr 1.000.000 neue Debitkarten ausgestellt.

Wie der Artikel berichtet, haben sich während der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland die Transaktionen mit Geldkarten in den Supermärkten und bei den Treibstoffverkäufen verdoppelt, während die Nutzung der Karten sich in den provinziellen Gebieten sogar verdreifachte.
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Wie das Leben im „Griechenland der Krise“ wirklich aussieht

6. August 2015 / Aufrufe: 4.119 2 Kommentare

Mit Griechenland ist es manchmal wie mit einer Hure, die man bezahlt und sich dabei ungewollt in sie zu verlieben beginnt.

Vor rund 16 Jahren hatten wir – sprich mein Mann, unsere damals 16 Monate alte Tochter und ich – uns im August 1999 zu einem neuen, gemeinsamen Leben in Griechenland aufgemacht. Ende Juli 2015 reiste ich mit unserer Tochter zurück nach Deutschland, um (nunmehr als „studierte“ Fabrikarbeiterin!) dem Kind eine Gegenwart und Zukunft bieten zu können.

Mein in Griechenland als Grundschullehrer angestellter Mann ist dort geblieben. Sein Gehalt beträgt inzwischen nur noch rund 1.000 Euro und reicht kaum aus, um die Kosten der eigenen, geschweige denn familiären Lebenshaltung zu bestreiten.

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Western Union führt wieder Baranweisungen nach Griechenland aus

5. August 2015 / Aufrufe: 603 Kommentare ausgeschaltet

Seit August 2015 ist wieder die Durchführung von Baranweisungen in Höhe von 6000 Euro pro Transaktion mit Western Union nach Griechenland möglich.

Mittels des 1.400 Filialen umfassenden Netzes der Griechischen Post (ELTA) werden seit August 2015 wieder aus dem Ausland kommende Überweisungen des Bezahldienstes Western Union bis zum Betrag von 6.000 Euro pro Überweisung ausgezahlt.

Nach den erforderlichen Schritten mit der Griechischen (Zentral-) Bank nahm das System der Western Union ab dem vergangenen Freitag (31 Juli 2015) in Griechenland seinen Betrieb wieder auf und zahlt aus dem Ausland eintreffenden Überweisungen regulär an die berechtigten Empfänger aus.

(Quelle: dikaiologitika.gr)