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Archiv für August, 2015

Griechenland: Wie sich die Geschichte wiederholt

19. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.018 3 Kommentare

Die Art und Weise, wie bereits vor 2 Jahrhunderten sogenannte Philhellenen Griechenland mitspielten, erweist sich auch hinsichtlich der heutigen Situation als sehr lehrreich.

Wenn zutrifft, dass die Vergangenheit der „Leitpfaden“ für die Zukunft ist, können aus einer fast zwei Jahrhunderte alten Geschichte sehr nützliche Schlussfolgerungen bezüglich der heutigen Situation gezogen werden, die Griechenland durchlebt … . Begeben wir uns also zurück in die Jahre 1824 und 1825.

Die Finanzierungsbedürfnisse des Befreiungskampfs waren erdrückend. Die Aufnahme von Auslandskrediten war praktische eine Einbahnstraße. Die Regierungen des sich zur Revolution erhobenen Griechenlands wendeten sich dem Finanzzentrum der damaligen Epoche, sprich London zu, um nach Krediten zu suchen. Die Geschichte dieser beiden Kredite erweist sich als besonders lehrreich.
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Das Mosaik der illegalen Immigranten in Griechenland

18. August 2015 / Aktualisiert: 07. April 2020 / Aufrufe: 3.928 2 Kommentare

Der inzwischen völlig unkontrollierte Zustrom illegaler Immigranten hauptsächlich über die Türkei nach Griechenland droht die lokalen Bevölkerungsstrukturen zu zersetzen.

Der Zustrom von Immigranten auf den griechischen Inseln der östlichen Ägäis hat Dimensionen einer „asymmetrischen Bedrohung“ angenommen, während sich die drittweltlichen Szenen mehren, die sich in den Grenzregionen des Landes abspielen.

Die illegalen Immigranten treffen zu Tausenden von den kleinasiatischen Küsten ein und schaffen die Voraussetzungen für eine humanitäre Krise auf griechischem – europäischem Boden. Vor diesem inzwischen unkontrollierbaren Immigrationsstrom aus dem Osten (hauptsächlich aus Syrien) zeigen die Behörden ein Unvermögen zur Handhabung und offensichtliche Anzeichen der Ermüdung, auch wegen der Ausdehnung der Küstengrenzlinie.
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Griechenland: Wirtschaft oder Wahlen?

17. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.477 5 Kommentare

Premierminister Alexis Tsipras steht vor dem Dilemma, zwischen Neuwahlen und der Rettung der Wirtschaft Griechenlands wählen zu müssen.

Und nun? Dies ist die große Frage, die Griechenlands Premierminister zu beantworten aufgefordert ist, und das große Dilemma, das sich nach der Thriller-Abstimmung im Parlament über das dritte Memorandum erhebt.

Die Notwendigkeit blitzschneller Handlungen mit Ziel die Lösung des internen Problems der SYRIZA und die Überrumpelung der Abweichler, bevor sie sich zu organisieren schaffen, kollidiert mit den Bedürfnissen der Wirtschaft und den Verpflichtungen, die aus dem selbigen Memorandum und den Zusagen Alexis Tsipras‘ sowohl gegenüber den Gläubigern als auch – wie sich abzeichnet – gegenüber Angela Merkel und Francois Hollande persönlich entspringen.
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Deutsche glauben nicht an Reformen in Griechenland

16. August 2015 / Aufrufe: 2.242 9 Kommentare

In Deutschland scheint man nicht an die Umsetzung der neuen Reformen in Griechenland zu glauben, während das griechische Parlament offensichtlich überrumpelt wurde.

Laut einer jüngst an die Öffentlichkeit gegebenen Meinungsumfrage vertraut die große Mehrheit der Deutschen – mehr als vier von fünf – der griechischen Regierung nicht, die neuen Reformen umsetzen zu werden, und die meisten erklären sich gegen die Gewährung eines dritten Hilfsprogramms an Athen.

Gemäß einer für Rechnung der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ von dem Forsa-Institut an einem Muster von 1.002 Personen durchgeführten Demoskopie äußerten fast 84% der Befragten, sie glauben nicht, dass die von dem griechischen Parlament ratifizierten Reformen effizient umgesetzt werden.
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Linksregierung und 400-Euro-Sklaven in Griechenland

15. August 2015 / Aufrufe: 3.233 9 Kommentare

Die Regierung der Linken in Griechenland scheint mit wichtigeren Themen als dem Zusammenbruch des Arbeitsmarkts und der modernen Sklaverei beschäftigt zu sein.

Der Umstand, dass vor gerade einmal zwei Tagen die „Bombe“ des Erganis-Systems * platzte und die Regierung nichts mitbekam, ist tatsächlich kommentierungswert. (* Gemeint ist das nationale EDV-System zur Erfassung der unselbständigen Beschäftigung.)

Der gesamte Regierungsstab hatte seine Aufmerksamkeit auf das Athener Hilton-Hotel und die Verhandlungen mit den Gläubigern bzw. Institutionen gerichtet. Wo bleibt da noch Zeit, sich auch mit dem Zusammenbruch des Arbeitsmarktes inmitten des Sommers zu beschäftigen?
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Ehebruchgeschichte aus Griechenland: Die Beule

14. August 2015 / Aufrufe: 2.142 Kommentare ausgeschaltet

Was einem in Griechenland widerfahren kann, wenn man eine Glatze hat, ein schwarzes Hemd trägt und über muskulöse Oberarme verfügt.

Ich dachte, schon alles erlebt zu haben, als wir den Laden dichtmachten und ich mit meinen 52 Jahren nicht nur arbeitslos wurde, sondern nach 20 Jahren auf der Insel plötzlich den ganzen Sommer in Athen verbringen musste.

Als mich jedoch Mara für die Reeder-Gattin mit den Yachten verließ, stellte sich mir der Verdacht ein, noch gar nichts erlebt zu haben. Und ich hatte absolut Recht.
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Ehebruchgeschichte aus Griechenland: Die Beule

14. August 2015 / Aufrufe: 1.344 Kommentare ausgeschaltet

Was einem in Griechenland widerfahren kann, wenn man eine Glatze hat, ein schwarzes Hemd trägt und über muskulöse Oberarme verfügt.

Ich dachte, schon alles erlebt zu haben, als wir den Laden dichtmachten und ich mit meinen 52 Jahren nicht nur arbeitslos wurde, sondern nach 20 Jahren auf der Insel plötzlich den ganzen Sommer in Athen verbringen musste.

Als mich jedoch Mara für die Reeder-Gattin mit den Yachten verließ, stellte sich mir der Verdacht ein, noch gar nichts erlebt zu haben. Und ich hatte absolut Recht.
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Die linken Europa-Skeptiker liegen bei Griechenland falsch

13. August 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.106 6 Kommentare

Die linken Europa-Skeptiker mögen in Zusammenhang mit Griechenland in Manchem Recht haben, jedoch gibt es in ihrer Darstellung auch Vieles, was falsch ist.

Ist die griechische Krise für Großbritannien ein Grund, die Europäische Union zu verlassen? Etliche Autoren der Guardian haben vertreten, es sei einer. Es handelt sich jedoch um einen Fehler. Ihre Schlussfolgerungen basieren auf einer verzerrten Ansicht darüber, was in Griechenland geschieht.

Die rechtsgerichteten britischen Euroskeptiker freuen sich seit geraumer Zeit über die Aussicht auf einen Ausschluss Griechenlands aus dem Euro. Obwohl sie Krokodilstränen über das Unglück des griechischen Volkes vergossen, war ihr Motiv, die Krise auszunutzen um ihre inländische politische Agenda voranzutreiben: den Austritt Großbritanniens aus der EU.
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Griechenlands Bürger müssen den Staat beklauen

12. August 2015 / Aufrufe: 3.214 5 Kommentare

Vielen Steuerzahlern in Griechenland bleibt gar nichts anderes übrig als den Staat bestehlen zu müssen um seine Forderungen bezahlen zu können.

Was? Steuern? Ich soll Steuern zahlen? Warum? Bin ich blöd? Sollen das doch die Jungs dahinten machen„, meinte der am Steuer eines Wagens sitzende Herr mit der Mine eines Schlaumeiers. Danach wendete er den Kopf um nach hinten zu schauen: drei Personen schoben sein Auto eine Steigung hinauf, während die Stimme des Erzählers sagte: „Wie lange noch werden Sie die Steuerhinterzieher tolerieren? Widersetzen Sie sich, verlangen Sie Quittungen.“ Und der Spot endete mit einem Motto, das für eine ganze Epoche zum Meilenstein wurde: Liebst Du Griechenland? Quittung!

Solange ich ein Kind war, überzeugte das Motto mich. Ich erinnere mich, dass ich jedes Mal, wenn wir einkaufen gingen, meine Eltern streng anschaute: Liebt Ihr Griechenland? Quittung! (Ich hege den Verdacht, ihnen damals mit meinem Tick auf die Nerven gegangen zu sein.)
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Griechenland-Krise bescherte Deutschland Milliarden-Profite

12. August 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.796 3 Kommentare

Laut dem Leibniz-Institut profitierte Deutschland wie nur wenige andere Staaten von der Krise im europäischen Süden und speziell in Griechenland.

Das Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH) betont in einer jüngst an die Öffentlichkeit gegebenen Untersuchung, dass Deutschland – das gegenüber Athen eine harte Linie einhält – signifikant von der wirtschaftlichen und finanziellen Krise Griechenlands profitiert hat.

Laut den Berechnungen des deutschen Instituts hat Deutschland seit dem Beginn der griechischen Krise im Jahr 2010 eine Einsparung fiskalischer Mittel in Höhe von ungefähr 100 Milliarden Euro bzw. mehr als 3% seines BIP realisieren können. „Diese Einsparungen übersteigen die Kosten der Krise sogar selbst auch dann, wenn Griechenland seine Schulden (in ihrer nominalen Höhe) nicht bezahlt„, schreiben die Ökonomen des Leibniz-Instituts und fahren fort: „Deutschland hat also auf jeden Fall von der Krise profitiert.
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