if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Das Mosaik der illegalen Immigranten in Griechenland

18. August 2015 / Aufrufe: 3.855

Der inzwischen völlig unkontrollierte Zustrom illegaler Immigranten hauptsächlich über die Türkei nach Griechenland droht die lokalen Bevölkerungsstrukturen zu zersetzen.

Der Zustrom von Immigranten auf den griechischen Inseln der östlichen Ägäis hat Dimensionen einer „asymmetrischen Bedrohung“ angenommen, während sich die drittweltlichen Szenen mehren, die sich in den Grenzregionen des Landes abspielen.

Die illegalen Immigranten treffen zu Tausenden von den kleinasiatischen Küsten ein und schaffen die Voraussetzungen für eine humanitäre Krise auf griechischem – europäischem Boden. Vor diesem inzwischen unkontrollierbaren Immigrationsstrom aus dem Osten (hauptsächlich aus Syrien) zeigen die Behörden ein Unvermögen zur Handhabung und offensichtliche Anzeichen der Ermüdung, auch wegen der Ausdehnung der Küstengrenzlinie.

Ägäis-Inseln werden von Immigranten überrannt!

Die bestehenden Strukturen für Aufnahme – Abfertigung (der massenweise in Griechenland eintreffenden Immigranten) reichen nicht aus, das Personal bei der Polizei (EL.AS.) und dem Korps der Hafenpolizei (L.S.) bleibt zu wenig, die Voraussetzungen für die Weiterleitung in andere Länder sind beschränkt, die Behörden der benachbarten Türkei verweigern die Kooperation und wegen der wirtschaftlichen Krise sind die verfügbaren Mittel minimal.

Gemäß den Angaben der Direktion für Grenzschutz der griechischen Polizei sind allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 von den zuständigen Polizei- und Hafenbehörden 156.726 Personen festgenommen worden, die illegal in das Land eindrangen (wobei nicht all jene mitgerechnet sind, denen es bisher zu entkommen gelang) – wogegen in dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres „nur“ 32.070 Personen festgenommen worden sind!

Hinsichtlich der Herkunftsländer kommen laut den selben Angaben 88.264 Personen aus Syrien, 32.414 aus Afghanistan, 9.713 aus Albanien, 9.445 aus Pakistan und 5.421 aus dem Irak, während die Anzahl der Immigranten aus anderen Ländern Asiens und Afrikas (Bangladesch, Palästina, Somalia, Iran, Georgien, Kongo usw.) geringer ist.

Laut den Angaben der Direktion für Grenzschutz der EL.AS. befindet sich in der ersten Linie der Front der griechischen Inseln, auf denen der Immigrantenstrom eintrifft, die Insel Lesbos, auf der in den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 das Eintreffen von 61.636 Personen verzeichnet wurde (gegenüber 5.178 Personen im selben Zeitraum des Vorjahres). Auf dem zweiten Platz hinsichtlich des zahlenmäßigen Eintreffens befinden sich die Dodekanes-Inseln wie Rhodos (Zuständigkeitsbereich der 1. Direktion Dodekanes), auf denen 28.000 Personen eintrafen (gegenüber 2.340 im selben Vorjahreszeitraum), und auf dem dritten Platz folgt Chios mit 21.925 Personen (gegenüber 1.873 im Vorjahr).

Schlepper agieren inzwischen hauptsächlich über das Meer

Die Fakten belegen die explosive Dimension, die in diesem Jahr der Strom der Immigranten präsentiert und Umstände einer „asymmetrischen Bedrohung“ schafft – und zwar nicht zuletzt auch angesichts der gegebenen geographischen Gestaltung der Inselwelt der griechischen Gefilde in der Ost-Ägäis, die sich sehr von den beiden anderen Ländern des Südens (Spanien und Italien) unterscheidet, die einem analogen Immigrationsdruck ausgesetzt sind.

Unter den Einwohnern der griechischen Ägäis-Inseln herrscht inzwischen Angst vor der mittlerweile existenten Gefahr der Zersetzung der Bevölkerung, die auch durch die unglaubliche Nachlässigkeit der türkischen Behörden verstärkt wird, da laut den Angaben der selben Direktion der EL.AS. im ersten Halbjahr 2015 allein über die griechisch-türkischen Land- und Seegrenzen 138.081 Personen kamen, während es in dem selben Zeitraum des vergangenen Jahres 8.622 waren. Davon wurden 126.250 von dem Korps der Hafenpolizei und nur 11.831 von der EL.AS. festgenommen, welcher Umstand als Beweis bewertet wird, dass die Schlepper sich nach der „Befestigung“ des Evros-Flusses (sprich nach Fertigstellung des umstrittenen Grenzzauns) hauptsächlich über das Meer bewegen.

Eindruck ruft auch die große Anzahl der aus Albanien kommenden Immigranten hervor. Laut den Angaben wurden 2015 allein im Juli 952 albanische Immigranten wieder nach Albanien abgeschoben. Im Rahmen der operativen Planung kehrten im Juli 2015 außer den 952 Albanern 1.106 Ausländer verschiedener Nationalitäten aus dem gesamten Landesgebiet in ihre Herkunftsländer zurück.

Finanzielle Unterstützung aus Europa auf Intervention von Avramopoulos

Die Tatsachen bringen Griechenland an die Spitze des internationalen Tagesgeschehens zurück, wobei es diesmal der Einwanderungskrise begegnet. Zur selben Stunde agiert Europa mit wirtschaftlichen Definitionen und überlässt den Mitgliedsländern Gelder aus den zuständigen Fonds, während es sich nach wie vor unfähig zeigt, Lösungen auf politischer Ebene zu geben.

Europa torkelt im Immigrationsthema“ lautete der charakteristische Titel der belgischen „L‘ Echo“ über die von Brüssel befolgte Politik, wobei angeführt wurde, dass Athen darin fortfährt, die EU wegen „Untätigkeit und mangelnder Solidarität“ zu kritisieren. Dennoch reagiert Europa mit Eilverfahren … .

Informationen der griechischen Zeitung „Kyriakatiki Dimokratia“ zufolge hat Immigrations-Kommissar Dimitris Avramopoulos bereits bezüglich der weiteren Stärkung der Strukturen aus Mitteln der EU gehandelt. Wie bekannt wurde, ist eine Sonderhilfe an Asylbehörden in Höhe von 1.181.447,89 Euro sichergestellt worden, wovon bereits 1.000.000 Euro vorab geleistet wurde. Insgesamt verteilen sich die europäischen Mittel an Griechenland folgendermaßen:

  • Grenzschutzhilfe 2.222.000 Euro (L.S.).
  • Ausrüstung 486.000 Euro.
  • Organisation, Informierung, Management von Immigrantenströmen 693.000 Euro.
  • Stärkung der Erstaufnahme 1.429.700 Euro.
  • Verschiedene Programme 13.670.604 Euro.
  • Zivilschutz 259.348.877 Euro und 166.814.388 Euro.

Griechenland kann noch vor Ende August Geld bekommen

Angaben zufolge wurden von Griechenland in einer am 13 August 2015 erfolgten Konferenz unter Dimitris Avramopoulos mit Regierungsfaktoren die folgenden Forderungen gestellt:

  • Erhöhung der Aufnahmekapazität um 2.500 Plätze bis Ende 2015.
  • Qualitative Verbesserung und Beschleunigung des Verfahrens der Beschlussfassung über das Asyl. Regelung der aufgelaufenen anhängigen Anträge.
  • Förderung eines Systems zur Beobachtung der Unterbringungsplätze. Verbesserung der Umstände in den Internierungszentren.
  • Förderung der Programme zur Integration von Immigranten (Beschäftigung, Sprache, Bildung).
  • Spezielle Fürsorge für unbegleitete Minderjährige.
  • Förderung von Maßnahmen zur (freiwilligen) Rückkehr – Wiedereinreise in das Herkunftsland.

Außer EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos nahmen an der im Innenministerium stattgefundenen erweiterten Konferenz Alekos Flampourais, Nikos Voutsis, Panagiotis Kouroumplis, Giannis Panousis, Tasia Christodoulopoulou und Theodoros Dritsas teil.

Insgesamt sind für Griechenland Mittel von den beiden zuständigen europäischen Fonds, sprich dem Fonds für Asyl, Migration und Immigration (AMIF) und dem Fonds für innere Sicherheit (Internal Security Fonds – ISF) sichergestellt worden. Über Programme, die vor Ende des Monats August 2015 genehmigt werden sollen, sind für Griechenland von beiden Fonds Mittel vorgesehen, während die Finanzierung noch im August 2015 beginnen soll.

Das Gesamtvolumen der Programme beläuft sich auf 259.348.877 Euro von Seite des AMIF und 166.814.388 Euro von Seite des ISF. All dies jedoch unter einer Voraussetzung: Für die Freigabe der Vorfinanzierung muss Griechenland die / eine (jeweils) zuständige Behörde benennen … .

(Quelle: dimokratianews.gr)

  1. Ronald
    18. August 2015, 10:50 | #1

    Die Griechenland völlig überfordernde Flüchtlingssituation (und hier schäme ich mich auch einmal, dass die EU in dieser Situation nicht schneller reagieren kann) ist Wasser auf die Mühlen der ausländerfeindlichen Rechten in GR. Ich denke dann an die geplanten Neuwahlen und dann denke ich nur: „oh, oh“ (zumal die Griechen das linke Spektrum weitestgehend durch haben)

  2. Kleoni
    19. August 2015, 08:31 | #2

    Wenn D schon mit den Flüchtlingen überfordert ist und daraus die rechts(teilweise schon)radikale Pegida einen riesigen Zuwachs verbuchte, Brandanschläge durch Neonazi verursacht wurden, dann befürchte ich Schlimmes für Griechenland. Die Rechtsextremen der golden Morgenröte stehen schon mit einem Fuss in der Tür.

Kommentare sind geschlossen