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Archiv für August, 2015

Der Albtraum der Regierungslosigkeit in Griechenland

31. August 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.524 9 Kommentare

Sollte Griechenland nicht getreu die mit den Gläubigern getroffenen Vereinbarungen einhalten, droht das gesamte griechische Programm in die Luft zu fliegen.

Zu einem Zeitpunkt, in dem Griechenland Stabilität und eine richtige Handhabung der Chance braucht, welche die Unterzeichnung der Vereinbarung mit den Gläubigern bietet, schwebt über der griechischen Wirtschaft die Angst vor einer Regierungslosigkeit.

Griechenland befindet sich seit dem vergangenen Wochenende in einer Wahlkampfperiode und bewegt sich innerhalb eines Klimas extremer Polarisierung zwischen den Parteien auf die Parlamentswahlen am 20 September 2015 zu. Die SYRIZA und die Parteien der Opposition haben die Töne der Auseinandersetzung sehr gehoben, was drei Wochen vor den vorgezogenen Neuwahlen natürlich logisch ist.
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Nicht nur Griechenland will an Matratzengeld

30. August 2015 / Aufrufe: 2.106 4 Kommentare

Nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Europa werden Bemühungen unternommen, sogenanntes Matratzengeld in das Banksystem zurück zu führen.

Die Bemühung um die Rückführung abgezogener Guthaben zu den Banken ist nicht nur eine griechische, sondern paneuropäische Angelegenheit, da die Ungewissheit auf den Märkten die Sparer beunruhigt und sie dazu bringt, mehr ihrer „Matratze“ als den Banken zu vertrauen.

In die Richtung der Stärkung des Vertrauens der Sparer bewegt sich auch die Gründung eines europäischen Einlagensicherungsfonds für die Gesamtheit der systemischen Banken der Eurozone, die im September 2015 in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und der EZB in Angriff genommen werden soll. Der Fonds wird die Guthaben bis zu 100.000 Euro für jede Bank garantieren, die in ein Unvermögen zur Absicherung ihrer Einlagen gerät, und wird für den jeweiligen nationalen Einlagensicherungsfonds unterstützend wirken. Höheres Ziel seiner Gründung ist, das Vertrauen der Sparer in die Banken zu vertiefen und die „Flucht“ der Einlagen mit Ziel die „Matratze“ einzuschränken.
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Neuwahlen in Griechenland sind notwendig und honorig

30. August 2015 / Aufrufe: 1.419 4 Kommentare

Die Neuwahlen in Griechenland wurden notwendig, wie soll sich jedoch bei sinkenden Einkommen und steigenden Steuern ein Wirtschaftswunder einstellen?

Natürlich bin ich, soweit die Medien das hergeben, über die Weltläufe im Allgemeinen und in GR insbesondere einigermaßen informiert. Nach dem Aufstehen checke ich den E-Mail-Eingang und dann geht’s auf die Nachrichtenseite vom SPIEGEL – die erscheint mir immer noch als seriöseste deutsche Quelle. Aber was ich dort und parallel auch aus zahllosen Fernsehsendungen in den letzten Wochen erfahren habe, macht mich buchstäblich sprachlos. Es brodelt auf dem halben Planeten.

Eigentlich befinden wir uns schon im 3. Weltkrieg, der sehr wohl, angeheizt von religiösem Wahn, in einen dreißigjährigen Krieg münden kann, der erst ein Ende findet, wenn den beteiligten Parteien die Kraft zum Morden ausgeht. Und der eine Völkerwanderung auslöst, deren Ausmaß schwer abzuschätzen ist. Aber bleiben wir bei Griechenland.
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Die großen Kämpfe vor den kritischsten Wahlen in Griechenland

29. August 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.514 2 Kommentare

Bei den bevorstehenden Parlamentswahlen in Griechenland wird kaum eine Partei eine regierungsfähige Mehrheit erreichen, wobei sich drei Derbys abzeichnen.

Zoi Konstantopoulou, Panagiotis Lafazanis, Thanasis Petrakos u. a. sind die Personen, die in der „Volkseinheit“ führende Rollen spielen. Und es sind die Personen, die in ihren Wahlkreisen die meisten Stimmen erhielten und zu dem Wahltriumph der SYRIZA am 25 Januar beitrugen.

Zusammen mit diesen scheint die verbleibende SYRIZA des Alexis Tsipras 227.460 Stimmen zu verlieren, zusammen mit weiteren 135.368, die allein Yanis Varoufakis auf sich vereint hatte, also die Unterstützer der stärksten Stimmen des gegen das Memorandum gerichteten Raums. (Anmerkung: Seinen bisherigen Erklärungen zufolge beabsichtigt Yanis Varoufakis bei diesen Wahlen nicht zu kandidieren, will jedoch weiter politisch aktiv bleiben.)
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Griechenland will Finanzämter für das Publikum schließen

28. August 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 1.287 Kommentare ausgeschaltet

Das Finanzministerium in Griechenland plant, die Finanzämter nach einer Übergangsphase endgültig für den allgemeinen Publikumsverkehr zu schließen.

Die neue Führung des Finanzministeriums in Griechenland arbeitet einen Plan aus, um die Finanzämter für den Publikumsverkehr endgültig zu schließen. Ziel ist, dass die Besuche in einer ersten Phase nur noch nach Terminabsprache erfolgen, während in einer zweiten Phase die Vorgänge ausschließlich per elektronischer Korrespondenz abgewickelt werden sollen.

Es wird damit gerechnet, dass auf diese Weise für die Bürger tausende Arbeitsstunden eingespart werden, während auch bei den Finanzämtern wertvolles Personalpotential von bürokratischen Arbeiten befreit werden und sich mit einen Mehrwert schaffenden Arbeiten befassen wird, wie es beispielsweise die Steuerprüfungen sind.
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2015 kamen bisher über 200000 Immigranten nach Griechenland

28. August 2015 / Aufrufe: 871 Kommentare ausgeschaltet

Die Anzahl der seit Januar bis Ende August 2015 illegal in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge und Immigranten ist mittlerweile auf über 200000 gestiegen.

In Griechenland trafen 2015 bisher (sprich seit Anfang des Jahres bis Ende August) über 200.000 Immigranten und Flüchtlinge ein, davon 100.000 allein in den beiden letzten Monaten. Diese Zahlen gab der stellvertretende Minister für Handelsschifffahrt, Thodoris Dritsas, zu dem Vorstand des Zentralverbands der Kommunen Griechenlands sprechend bekannt, wo er sich einfand um die lokale Selbstverwaltung über das Immigrationsthema zu informieren.

Herr Dritsas betonte, dass von den Einheiten der Hafenpolizei in den letzten acht Monaten 60.000 Flüchtlinge und Immigranten gerettet wurden und es in den griechischen Hoheitsgewässern keinen einzigen Ertrinkungstod eines Immigranten oder Flüchtlings gab.
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Risiken der Neuwahlen in Griechenland

27. August 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.649 2 Kommentare

Laut Stratfor bergen die vorgezogenen Neuwahlen in Griechenland das Risiko einer weiteren Periode der Ungewissheit und Instabilität.

Genau wie bei den Wahlen im Januar und dem Referendum im Juli könnte das ungewisse Ergebnis der Neuwahlen zu einer weitere Periode politischer Instabilität führen„, schreibt Stratfor und schildert, nachdem es die Neuwhlen auf einen ersten Blick als „schlechte Idee“ charakterisiert, was seit Januar 2015 bis heute vorausging – also die Verhandlungen mit den (europäischen) Partnern, das Referendum, die Kapitalverkehrskontrollen und die Vereinbarung – und betont:

„Das Letzte, was Griechenland braucht, ist eine neue Periode der mit den Wahlen in Verbindung stehenden Ungewissheit„.
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Griechenland nimmt Matratzengeld ins Visier

27. August 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.878 2 Kommentare

Das Finanzamt in Griechenland nimmt das in Schließfächern und unter Matratzen versteckte Bargeld der Steuerpflichtigen ins Visier.

In Visier des Finanzamts sind die ungefähr 30 Milliarden Euro geraten, die in Griechenland in den letzten fünf Jahren die Steuerpflichtigen von den Banken abhoben und in Schließfächern und unter der Matratze deponierten.

Im Rahmen der Umsetzung des Vermögensregisters werden die Steuerpflichtigen aufgefordert sein, auch diese Beträge zu deklarieren, da sie – falls sie es nicht tun – diese nicht für die Deckung des Vermögensnachweises und der Lebenshaltungskriterien nutzen können. Damit diese Gelder von dem Finanzamt für die Deckung von Einkommensindizien anerkannt werden, müssen sie vorher sogar bei einer Bank eingezahlt werden, damit der Inhaber erfasst wird.
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Chronik der Griechenland-Krise

26. August 2015 / Aktualisiert: 06. Oktober 2017 / Aufrufe: 5.698 Kommentare ausgeschaltet

Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 hat Griechenland mittlerweile 9 Sparprogramme, 3 Hilfspakete und einen Regierungsrücktritt hinter sich.

Unter dem Titel „In Griechenland, neun Sparprogramme, drei Hilfspakete und ein Rücktritt“ publizierte jüngst die Zeitung Le Monde „eine interaktive Chronik der wirtschaftlichen Krise, die ausbrach, nachdem 2009 Giorgos Papandreou ‚gezinkte öffentliche Bilanzen entdeckte, bis hin zum Rücktritt der Regierung Tsipras, nachdem neun Sparprogramme durchschritten wurden„.

Nach der Ratifizierung des neunten Austeritäts-Pakets im Juli 2015 und der Bewilligung eines Kredits von 86 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre gab Alexis Tsipras am 20 August 2015 seinen und den Rücktritt seiner Regierung bekannt und verursachte die Durchführung vorgezogener Neuwahlen.
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Kapitalkontrollen steigerten Steuereinnahmen in Griechenland

25. August 2015 / Aufrufe: 1.408 2 Kommentare

In Griechenland scheinen die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem Schnitt der Bankguthaben dem Fiskus einen Anstieg der Einnahmen beschert zu haben.

Die Kapitalverkehrskontrollen und die Angst vor einem möglichen „Schnitt“ der Bankguthaben (Bail-In) scheinen in Griechenland etliche Steuerpflichtige dazu animiert zu haben, fällige Verbindlichkeiten an den Fiskus zu begleichen. Zumindest ergibt sich dieser Rückschluss aus den jüngst (am 21 August 2015) veröffentlichten Angaben des Generalsekretariats für öffentliche Einnahmen (GGDE).

Konkret stiegen im Juli 2015 die fälligen Verbindlichkeiten an das Finanzamt um nur 388 Mio. Euro an, wogegen in den Vormonaten – und sogar auch trotz der günstigen 100-Raten-Regelung – die fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus mit einem Rhythmus in einer Größenordnung von monatlich 1 Mrd. Euro zunahmen.
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