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Archiv für Juli, 2015

Deutschland zerstört zum dritten Mal Europa

13. Juli 2015 / Aufrufe: 5.580 3 Kommentare

Jean-Luc Mélenchon vertritt, Deutschland zerstöre zum dritten Mal Europa, und spricht von einem misslungenen Putsch gegen Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras.

Zum dritten Mal in der Geschichte zerstört eine deutsche Regierung Europa„, schreibt auf seinem Twitter-Account der französische Europa-Abgeordnete und Gründer der Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon. Er schreibt ebenfalls, die deutsche Regierung wolle Griechenland demütigen, und ruft Berlin auf, diese Komödie zu beenden, wobei er die Idee eines Grexit’s als Witz charakterisiert.

Wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet, wird die Verschuldung in Euro berechnet werden und sich um das Sechs- bis Siebenfache vervielfältigen„, merkt Mélenchon an und endet: „Der griechische Premierminister ist fünf Monate an der Regierung und man verlangt von ihm, das zu tun, was die anderen in fünf Jahren nicht taten. Es handelt sich um den Versuch eines Putsches gegen Herrn Tsipras, einen Versuch, der misslang.

(Quelle: tvxs.gr)

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Es wäre unzumutbar, von Griechenland noch mehr zu verlangen

13. Juli 2015 / Aufrufe: 1.129 2 Kommentare

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz lastet Deutschland mangelnde Solidarität an und bezichtigt die europäischen Führer der Heuchelei.

In einem am Rand der internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung an die französische Nachrichtenagentur gegebenen Interview attackierte der Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz Deutschland und warf ihm vor, mit seiner Haltung in der griechischen Krise „hat es Europa einen erheblichen Schlag zugefügt„.

Deutschland hat einen Mangel an Solidarität gezeigt. Eine Eurozone kann nicht ohne ein Minimum an Solidarität existieren. Diese Krise hat die gemeinsame Vision und die europäische Solidarität völlig untergraben. Das ist eine Katastrophe.„, urteilt Stiglitz und fügt an, es wäre „absurd“, bei den andauernden Verhandlungen in Brüssel von Griechenland „noch mehr“ zu fordern.
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Soll Griechenland auch noch Frauen und Kinder übergeben?

13. Juli 2015 / Aktualisiert: 28. Mai 2018 / Aufrufe: 1.505 Kommentare ausgeschaltet

Der EU-Abgeordnete Stelios Kouloglou erklärte, das einzige, was die Gläubiger noch nicht von Griechenland forderten, sei Frauen und Kinder zu übergeben.

In diesem Moment erleben wir Vergeltungsmaßnahmen„, erklärt Stelios Kouloglou, Europa-Abgeordneter der SYRIZA, in einem Interview an die staatliche Rundfunkgesellschaft in Kanada, als er gefragt wurde, wie man von den starken 61,31% des Referendums, die eine faire Vereinbarung verlangten, bei den zusätzlichen Forderungen von Seite der „Partner“ Griechenlands angelangt sei. „Das einzige was noch bleibt, ist, dass sie die Frauen und Kinder verlangen„, meinte er charakteristisch.

Wissen Sie, in Europa ist es nicht wie in Kanada. Wir dürfen nicht wählen, was wir wollen. Wir dürfen nicht das wählen, was wir wollen. Wir haben gegen das gestimmt, was Deutschland gesagt hat, folglich müssen wir bestraft werden. Dort befinden wir uns jetzt. An diesem Punkt.„, äußerte der EU-Abgeordnete der SYRIZA mit offensichtlicher Ironie gegenüber CBC / Radio-Canada.
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Deutschland will Griechenlands Regierung stürzen

13. Juli 2015 / Aufrufe: 721 4 Kommentare

Paul Mason vertritt, Deutschland werde keiner Einigung mit Griechenland zustimmen, wenn die SYRIZA-Regierung nicht ihren eigenen Sturz akzeptiert.

Von Griechenland wurde mehr Austerität verlangt – der deutsche Plan für einen Grexit wird nicht gelingen – Tsakalotos kann nicht unterschreiben, ohne dass über die Verschuldung geredet wird„, schreibt unter anderem der Journalist Paul Mason auf Twitter über die bisherigen Entwicklungen bei der Eurogruppe.

Der für Channel 4 tätige Journalist führt weiter an, „Anders gesagt, es herrscht die selbe Lage, die es vor sechs Monaten gab – Aber nun drängen die Deutschen offen auf einen Grexit und der IWF auf eine Erleichterung der Verschuldung – Die EU ist gelähmt“ und meint, „Wenn die SYRIZA nicht ihren Sturz akzeptiert, werden die hinter Merkel stehenden Parteien das Rettungsprogramm nicht genehmigen„.

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Warum Schäuble Griechenland aus der Eurozone drängen will

12. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 8.444 13 Kommentare

Yanis Varoufakis attackiert mit einem Artikel in der Zeitung Guardian Wolfgang Schäuble, dem er anlastet, Griechenland absichtlich aus der Eurozone drängen zu wollen.

Der ehamlige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis führt in seinem Beitrag im Gurdian an, nach Monaten der Verhandlungen der Ansicht zu sein, dass der deutsche Finanzminister Griechenland aus der gemeinsamen Währung hinausdrängen will, um bei den Franzosen die Angst zu säen und sie zu zwingen, sein Modell einer Eurozone der Disziplin zu akzeptieren.

Schäuble ist überzeugt, dass es so, wie die Dinge liegen, einen Grexit geben muss, damit sich die Lage auf die eine oder andere Weise klärt„, führt Herr Varoufakis charakteristisch an.
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Vor Griechenland liegt ein Minenfeld

11. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.487 10 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras erklärte, das Land habe ein Minenfeld vor sich, was er weder ignorieren kann noch dem Volk verheimlichen will.

Ich werde dem griechischen Volk nicht die Wahrheit verheimlichen, ich werde in der Sprache der Wahrheit zu ihm sprechen„, erklärte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras am 10 Juli 2015 im Parlament bei der Debatte der Gesetzesvorlage über die Verhandlung und den Abschluss eines Kreditabkommens mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

Ab dem ersten Augenblick, in dem ich mich in der Position des Premierministers befand, handelte ich mit einzigem Ratgeber mein Gewissen, um eine gerechte Lösung anzustreben und die Interessen des griechischen Volkes zu verteidigen. Ich habe getan, was menschenmöglich ist, unter schwierigen Umständen, Drohungen und Erpressungen. Niemand kann anzweifeln, dass ich Risiken einging, ich habe jedoch nicht aufgegeben, habe keine persönlichen Kosten gescheut. Meine einzige Stärke in dieser schwierigen Auseinandersetzung war die generöse Unterstützung des griechischen Volkes„, betonte Alexis Tsipras.
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Griechenland, der deutsche Imperialismus und die Wahrheit

11. Juli 2015 / Aufrufe: 2.900 5 Kommentare

Abkommen gelten augenscheinlich nicht auf die gleiche Weise für Griechenland und andere Staaten, wenn Deutschland letztere braucht, um seine Strategie durchzusetzen.

Das Verhältnis der imperialistischen Kräfte zu der Wahrheit ist inexistent. Für sie ist Wahrheit, was ihren Interessen dient, auch wenn sie in direktem Widerspruch zur Realität steht, auch wenn sie über die Logik stolpert, selbst wenn sie die international anerkannten Konventionen und Verträge verhöhnt, die auch sie selbst unterschrieben haben.

Es gibt zahlreiche Beispiele aus der Geschichte. Beschränken wir uns auf zwei jüngere, die sich auf das moderne Deutschland beziehen, dessen wirtschaftlicher Imperialismus gleichermaßen brutal und expansiv ist wie der militärische Imperialismus der kolonialherrschaftlichen Länder in der Epoche ihrer Blüte. Er äußert sich einfach nur durch andere Mittel.
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Griechenland hat bereits eine Parallelwährung

10. Juli 2015 / Aufrufe: 4.715 4 Kommentare

Griechenland hat bereits zwei Währungen, die beide den selben Wert haben, von denen jedoch die eine auf Papier gedruckt und die andere immateriell ist.

Das einzige Gute an der wirtschaftlichen Krise unglaublicher Intensität, die wir in den letzten Tagen in Griechenland mit der Schließung der Banken und den Kapitalverkehrskontrollen durchleben, ist die Verallgemeinerung der Kreditkarten (bzw. des „Plastikgelds“) und die Ausweitung des E-Bankings, also der Bewegung von Geldbeträgen per Internet.

Es geht um zwei absolut modern Praktiken, die unabhängig von den Umständen sowohl der Wirtschaft als auch der Alltäglichkeit helfen, da die Nutzer Zeit und Geld sparen, während sie ihnen auch eine große Transaktionssicherheit bieten. Die Nutzer sind also nicht gezwungen, Bargeld zu bewegen, das sie verlieren können oder das ihnen gestohlen werden kann, was für jemanden, der sogar auch auf die bis neulich sogenannten Kleinbeträge angewiesen ist, katastrophal ist.
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Zweite Rede des Premierministers Griechenlands vor dem EU-Parlament

9. Juli 2015 / Aktualisiert: 09. Juli 2015 / Aufrufe: 14.921 15 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras hielt vor dem EU-Parlament am 08 Juli 2015 eine zweite Rede, die jedoch von den Medien weitgehend totgeschwiegen wurde.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras hielt am 08 Juli 2015 vor dem Plenum des Europa-Parlament seine erste Rede, die speziell in deutschen Medien bis zum Überdruss und überwiegend in einem betont negativen Kontext zitiert, interpretiert und demontiert wurde.

Im Rahmen des protokollarischen Procedere hielt Alexis Tsipras jedoch auch eine zweite Rede, die in den Medien bemerkenswerterweise weitgehend totgeschwiegen wurde und deswegen nachstehend möglichst wortgetreu in deutscher Übersetzung (aus dem Griechischen!) wie von der benannten Quelle publiziert wiedergegeben wird.
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Die Fehler des Ja-Lagers beim Referendum in Griechenland

9. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.312 3 Kommentare

Laut dem FT-Journalisten Wolfgang Münchau begingen anlässlich des Referendums in Griechenland die Vertreter des Ja drei Fehleinschätzungen und Fehler.

Wolfgang Münchau, Journalist der Financial Times, analysiert die von dem „Ja“-Lager begangenen Fehler und die minimalen Optionen, welche die Regierung Griechenlands noch hat. Wie der Journalist in seinem Artikel betont, ist ein Grexit nun wahrscheinlicher, da es schwierig ist, dass die Deutschen eine von Athen angestrebte lockerere Vereinbarung akzeptieren. Detaillierter lautet es in dem Artikel:

Es ist nicht schwer zu erklären, warum Premierminister Alexis Tsipras das Referendum bequem gewann. Sehr viel schwerer ist jedoch, vorauszusehen, was nun geschehen wird. Seine Widersacher sowohl in Griechenland als auch in der EU begingen eine Reihe falscher Einschätzungen und Fehler. Persönlich mache ich drei aus.
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