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Oppositionsführer Antonis Samaras in Griechenland legt Parteivorsitz nieder

6. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.649

Nach dem für seine Partei niederschmetternden Ergebnis des Referendums am 05 Juli 2015 in Griechenland legte Antonis Samaras den Parteivorsitz der Nea Dimokratia nieder.

Antonis Samaras, ehemaliger Premiermister und bisheriger Parteivorsitzender der Nea Dimokratia (ND) sowie seit den Parlamentswahlen im Januar 2015 Leiter der amtierenden parlamentarischen Opposition in Griechenland,  legte nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse der Volksabstimmung am 05 Juli 2015 in Griechenland den Parteivorsitz nieder.

Von der Notwendigkeit „eines Neubeginns“ seiner Fraktion sprechend gab der ehemalige Premierminister bekannt, den Parteivorsitz werde vorläufig Vangelis Meimarakis übernehmen, der die Vorgänge zur Wahl eines neuen Führers der amtierenden Opposition einleiten wird.

Samaras an Bakougiannis: „Du bist wohl verrückt …

Antonis Samaras betonte unter anderem, „als Opposition bemühte ich mich darum, dass das Land dem Schlimmsten entgeht, ich hatte viele Male gleichzeitig an vielen Fronten im In- und Ausland gekämpft. Die von mir betonten Gefahren bewahrheiten sich nun. Jede schwere Entscheidung traf ich, um jede schmerzhafte Konsequenz abzuwenden. Ich hoffe, in den kommenden Tagen nicht bestätigt zu werden.

Vorausgehend hatte Dora Bakogiannis den Rücktritt des Parteiführers der Nea Dimokratia verlangt. Die Abgeordnete der ND soll Antonis Samaras angerufen und zu ihm gesagt haben: „Antonis, es ist besser, wenn Du umgehend zurücktrittst und die Lage erleichterst. Um Dir zu beweisen, dass ich keinerlei Ehrgeiz hege und mich nicht voran stellen werde, um den Vorsitz zu beanspruchen, werde gleichzeitig mit Dir auch ich mich zurückziehen.“ Informationen zufolge soll Antonis Samaras geantwortet haben: „Das meinst Du doch sicher nicht ernst?!“ Als Dora Bakougianni wieder auf das Thema zu kommen versuchte, soll ihr der Vorsitzende der ND geantwortet haben: „Du bist wohl verrückt …

Wir überlassen es dem Volk, über sie (Dora Bakogiannis) zu urteilen„, lautete der offizielle Kommentar aus Kreisen des Herrn Samaras, die das – und zwar bereits am Samstag erfolgte – Telefonat bestätigten. Die Entwicklungen innerhalb der ND wurden nach dem sich abzeichnenden großen Ergebnis des „Nein“ trotz des Umstands erwartet, dass niemand die Niederlage des „Nein“ ausschließlich der amtierenden Opposition anzulasten vermag. Allerdings hatte bereits auch der Vorsitzende der Jugendorganisation der ND (ONNED), Sakis Ioannidis, in seinen Erklärungen geäußert, das alte politische System müsse abdanken.

(Quelle: Imerisia)

  1. monika
    6. Juli 2015, 12:11 | #1

    Recht so. Viel zu spät tritt samaras ab. Seit Jahrzehnten kenne ich in Griechenland nur die nea demokratia und die pasok Partei. Die haben den ganzen Schlamassel zu verantworten. Kungeleien und Korruption waren an der Tagesordnung fakelaki-geldumschläge in allen Bereichen sogar in Krankenhäusern. Das muss aufhören und ich sehe die größte Chance bei der syriza Partei
    Nebenbei gesagt die Brüsseler Politiker bekleckern sich auch nicht mit Ruhm. Dawären Rücktritte auch mal angebracht. Liebe Griechen gebt eurer Regierung eine Chance, die Alternative kennt ihr ja..

  2. Peter Böttcher
    6. Juli 2015, 15:44 | #2

    Griechenland hat jetzt eine neue Chance. Gratulation an das Griechische Volk!

  3. Marschall
    6. Juli 2015, 23:13 | #3

    Sehr geehrter Herr Samaras, bewerben Sie sich doch bitte wieder bei Goldman Sachs als Vermittler! Diese Rolle haben Sie ja von Grund auf gelernt.
    Schade um Herrn Varoufakis. Der Mann hat Rückrat. Ich hoffe, Herrn Varoufakis auf dem Politparkett wieder zu sehen!

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