Griechenland soll beginnen, Drachmen zu drucken

16. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.561

Panagiotis Lafazanis vertritt, Griechenland solle sich 22 Milliarden Euro für Gehälter und Renten bei der Griechischen Bank besorgen und beginnen, Drachmen zu drucken.

Am vergangenen Dienstag (14 Juli 2015) in einem zentralen Hotel in Athen vor Mitgliedern der linken Plattform der SYRIZA sprechend, präsentierte Panagiotis Lafazanis seinen Vorschlag bezüglich einer nationalen Währung. Das Wort ergreifend präsentierte Informationen zufolge der Minister für Produktionsreorganisation und Energie seinen Vorschlag für „den Tag danach“.

Unsere Road-Map ist, uns zu einer nationalen Währung zu begeben, das hätten wir bereits tun müssen oder wir können es auch jetzt tun, indem wir 22. Mrd. von der Griechischen Bank nehmen, mit denen wir Gehälter und Renten bezahlen werden, und in der Zwischenzeit nutzen wir die Zeit um unsere eigene Währung zu drucken„, soll Panagiotis Lafazanis laut einer Reportage des Senders SKAI erklärt haben.

Schuldenkolonie unter deutscher Vormundschaft

Es erfolgte jedoch keinerlei offizielle Erklärung, da kein konkreter Beschluss gefasst wurde. Informationen zufolge werden die dem linken Flügel zugehörigen Regierungsmitglieder und Abgeordneten der SYRIZA nicht für die (eine obligatorische Voraussetzung für die angestrebte neue Vereinbarung mit den Gläubigern darstellenden) Maßnahmen stimmen (also sich entweder nur anwesend melden oder mit Nein stimmen) und beabsichtigen auch nicht, zurückzutreten, da – wie sie selbst anführen – sie die SYRIZA seien, und sie dementieren auch die Szenarien über eine Spaltung der Partei.

Die meisten von ihnen beschlossen sowohl bei ihrem Eintreffen als auch dem Verlassen der Konferenz, den Seiteneingang des Hotels zu benutzen, damit sie nicht den Kameras begegnen, während Kostas Isychos umgehend nach dem Ende der Begegnung der einzige war, der an der Hotelbar blieb um das Interview des Premierministers an die ERT zu verfolgen.

Am späten Nachmittag traf um 19:30 Stathis Leoutsakis in dem Hotel ein, kurz danach auch Kostas Lapavitsas. Herr Leoutsakos attackierte sogar die Journalisten und Photographen, die sich vor dem Raum versammelt hatten, in dem die Konferenz stattfand, und betonte dabei, es handele sich um ein privates Treffen, und meinte charakteristisch: „Wer hat Sie hierher bestellt? Es ist ein privates Treffen.

Es sei angemerkt, dass der Minister für Produktionsreorganisation und Energie, Panagiotis Lafazanis, die Vereinbarung als inakzeptabel charakterisierte und die Regierung und den Premierminister aufforderte, sie zurück zu nehmen. Der Linie Lafazanis folgte auch Stathis Leoutsakos, der von „einem neuen unerträglichen Memorandum der Unterwerfung und wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vernichtung“ sprach, „was das Land zu einer ständigen Schuldenkolonie unter deutscher Vormundschaft macht„. Wie er sagte, „muss die Vereinbarung – sei es auch jetzt – von der Regierung abgelehnt werden und wir haben mit der Unterstützung des Volkes neue alternative Wege zu beschreiten.

(Quelle: Imerisia)

  1. Ronald
    16. Juli 2015, 13:51 | #1

    Anscheinend haben nur die Linken in der Syriza begriffen, dass nur der Austritt aus der Eurozone einen Schuldenschnitt ermöglicht, die Griechen wieder zu den Herren im eigenen Land macht und dem griechischem Volk Autonomie und Würde zurückgibt … und Herr Schäuble natürlich auch.

Kommentare sind geschlossen