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Archiv für Juli, 2015

Gläubiger Griechenlands wollen Rente ab 72!

31. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.558 1 Kommentar

Weil Griechen zu lange leben, fordern die Gläubiger eine Anhebung des Rentenalters auf 72 Jahre, während Delia Velculescu alias Draculescu rumänische Verhältnisse will.

Die Gläubiger Griechenlands beharren auf dem Thema des Renteneintrittsalters und bringen Informationen zufolge das Thema im Rahmen der von der griechischen Regierung geforderten vorab zu erfüllenden Voraussetzungen wieder mit Nachdruck auf den Tisch, wobei sie sogar eine Festsetzung der Altersgrenze auf 72 Jahre vorgeschlagen haben sollen.

Ein weiterer heißer Punkt sind die besonders von dem Internationalen Währungsfond (IWF) beharrlich geforderten radikalen „Liberalisierungen“ des Arbeitsmarktes, die praktisch auf die völlige Aufhebung der Arbeitsgesetzgebung und unter anderem die Festschreibung der Lohndiskriminierung junger Leute und weit unterhalb der offiziellen Armutsgrenze liegender Mindestlöhne und die Forcierung „flexibler“ Beschäftigungsformen abzielen.
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Die Krise ließ das Bild des „verhassten Deutschen“ wiederaufleben

31. Juli 2015 / Aktualisiert: 12. Oktober 2018 / Aufrufe: 3.391 10 Kommentare

Die Krise ließ nicht nur in Griechenland, sondern auch in anderen Ländern das Bild des verhassten Deutschen wiederaufleben.

Die Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise und die jüngsten harten Verhandlungen auf politischer Gipfelebene zwischen den Mitgliedstaaten der Eurozone über die Suche nach Wegen zur Lösung des griechischen Themas strapazierten den Zusammenhalt Europas.

Speziell in Griechenland – jedoch nicht nur dort – kam anlässlich der harten Linie Deutschlands auf der Ebene der Wirtschaftspolitik in der Eurozone und mit jüngstem Beispiel die gegenüber Griechenland beibehaltene unerschütterliche Haltung wieder das Bild des „verhassten Deutschen“ an die Oberfläche.
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Warum Varoufakis in Griechenland unter Beschuss genommen wird

30. Juli 2015 / Aufrufe: 5.815 2 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis antwortet auf die gegen ihn erstatteten Strafanzeigen in Zusammenhang mit seinem Plan B.

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis kommentiert mittels einer von seinem Büro ausgegebenen Bekanntmachung die Strafanzeigen und Gerichtsakten, die wegen der Ausarbeitung eines Plans B bezüglich einer parallelen Währung an das Parlament übermittelt wurden.

Die Bekanntmachung des Büros des Herrn Varoufakis lautet im Detail:
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Shitstorm und Varoufakis-Gate in Griechenland

30. Juli 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 2.034 10 Kommentare

Im Rahmen des gegen Yanis Varoufakis angezettelten Shitstorms wurden in Griechenland nun sogar Strafanzeigen wegen Gründung einer kriminellen Organisation erstattet!

Nach den zweifellos keinesfalls zufällig vor dem Hintergrund der sich in einem äußerst kritischen Stadium befindlichen Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern initiierten „Enthüllungen“ bezüglich von bzw. unter dem ehemaligen Finanzminister Yanis Varoufakis ausgearbeiteter Alternativen (Plan B, Rückkehr zur Drachme, paralleles Zahlungssystem usw.) schaukelten die Medien eine beispiellose Hysterie auf.

Nachdem Yanis Varoufakis sogar des Hochverrats bezichtigt wurde (den Mord an John F. Kennedy vermochte man im letztendlich nicht anzulasten, da er damals erst gerade zwei Jahre alt war), zog sich der einschlägig angerufene Oberste Gerichtshof (Areopag) unter Berufung auf die Verfassung und geltende Gesetze erst einmal aus der Affäre und spielte den Ball dem Parlament zu.
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Etwas ist faul im Euro-Reich

29. Juli 2015 / Aufrufe: 9.876 2 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis beschreibt, wie das von ihm vorgeschlagene parallele Zahlungssystem funktionieren sollte.

Um dem in den letzten Tagen von den Medien alles andere als zufällig losgetretenen unglaublichen Shitstorm zu begegnen, beschreibt der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem in der Financial Times veröffentlichten Artikel das von ihm vorgeschlagene parallele Zahlungssystem in Griechenland.

Ich hatte das System präsentiert, als ich die Fäden des Finanzministeriums übergab, jedoch schenkte ihm kein Mitglied der Presse Beachtung„, betont Yanis Varoufakis und erklärt in dem nachstehend in deutscher Übersetzung (aus dem Griechischen) wiedergegebenen Beitrag, wie mithilfe des parallelen Zahlungssystems der Kreislauf der fälligen Verbindlichkeiten reduziert und dem Staat zu dringend benötigter Liquidität verholfen worden wäre.
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Das Deutsche Reich schlägt zurück

28. Juli 2015 / Aufrufe: 9.827 8 Kommentare

Laut George Friedman drängten die Griechen die Deutschen in die Ecke und letztere reagierten, indem sie Griechenland zur Abtretung souveräner Rechte zwangen.

In der vergangenen Woche wurde eine verzweifelte Schlacht ausgetragen. Deutschland und Griechenland standen sich gegenüber. Für jedes Land stand alles auf dem Spiel. Auf Basis der erreichten Vereinbarung zwang Deutschland Griechenland zur Kapitulation.

Es ist jedoch überhaupt nicht klar, dass Griechenland die Umsetzung der erzielten Vereinbarung zu gestatten vermag oder den nationalen politischen Willen hat, es zu tun. Ebenfalls ist nicht klar, welches seine Optionen angesichts der Tatsache sind, dass die Griechen Deutschland in eine Ecke gedrängt hatten, in der seine einzige Option war, alles zu riskieren. Es war keine gute Position für Griechenland, um die Deutschen in die Enge zu treiben. Letztere schlugen mit Rachsucht zurück.
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Wie Griechenland mit der Rückkehr zur Drachme sein würde

27. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 5.795 20 Kommentare

Laut Ernst & Young stellt für Griechenland ein Ausscheiden aus dem Euro keinen einfachen und schnellen Weg zur Bewältigung seiner wirtschaftlich Probleme dar.

Ernst & Young präsentierte am vergangen Donnerstag (23 Juli 2015) eine zusammen mit Oxford Economics für Rechnung ihrer Kunden erstellte schockierende Untersuchung über die Auswirkungen, welche die Rückkehr zur Drachme für die griechische Gesellschaft haben würde. Die Daten zeigen eine dramatische Abwertung des Lebensniveaus der Griechen und einen großen Rückgang des BIP.

Laut der Untersuchung würden wir bei einem koordinierten Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro haben:

  1. Die Banken würden für etliche Monate geschlossen bleiben, bis die neue Währung ausgegeben wird.
  2. Abwertung der neuen Währung um 50%, und dies, ohne die Möglichkeit spekulativen Drucks einzubeziehen.


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Aufruf zur Folterung von Anarchisten in Griechenland

26. Juli 2015 / Aufrufe: 4.892 3 Kommentare

Ein Offizier der Polizei in Griechenland ermunterte seine Kollegen öffentlich zur analen Vergewaltigung festgenommener Anarchisten mit dem Schlagstock.

Ein Offizier der Polizei in Griechenland, der bei den letzten Beurteilungen im März 2015 sogar in den Rang des Polizeidirektors befördert wurde, rief auf seinem persönlichen Facebook-Account offen zur Folterung von Anarchisten auf.

Der Post wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben (sorry wegen der Diktion, die dem originalen Text folgt).
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Wie in Griechenland öffentliche Gelder geplündert werden

26. Juli 2015 / Aufrufe: 6.445 4 Kommentare

Das Beispiel eines simplen Auftrags für den Abriss einer Sporthalle in Griechenland zeigt das Ausmaß der Verstrickung politischer und unternehmerischer Interessen.

So wurden die öffentlichen Kassen geleert: Anstatt 10.000 Euro kostete der Abbruch einer Basketball-Halle 265.000 Euro!

Ein beispielhafter Fall für die in Griechenland über Jahre entwickelten und die öffentlichen Kassen vernichtenden Kundenbeziehungen zwischen den Strukturen des Staates und den Bauunternehmern brachte jüngst der derzeitige Sportminister Stavros Kontonis ans Licht.

Konkret wurde der Abbruch einer Basketball-Halle in Zakynthos (sprich der Hauptstadt der – auch als Zante bekannten – gleichnamigen Insel im Ionischen Meer) anfänglich auf 265.632 Euro veranschlagt, während nach einer lokalen Ausschreibung die realen Kosten letztendlich gerade einmal 10.000 Euro erreichten!
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Nicht einmal Gott vermag das Griechenland-Programm umzusetzen

25. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.400 1 Kommentar

Laut dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis würde nicht einmal Gott das Griechenland aufgezwungene Programm umsetzen können.

Yanis Varoufakis äußerte in einem Interview an das deutsche Magazin Focus: „Selbst wenn Gott mit seinen Engeln auf die Erde niedersteigen würde um die griechische Regierung zu übernehmen, damit keine Fehler geschehen – weil Gott keine Fehler macht -, selbst sie würden das Reformprogramm nicht erfolgreich umsetzen können.

Der ehemalige Finanzminister Griechenlands gesteht ein, dass während der Dauer der Verhandlungen Fehler geschehen seien, wobei er jedoch betont, „die Mehrheit der Eurogruppe wollte keine faire Vereinbarung mit der griechischen Regierung. Der Plan war, dass die griechische Regierung entweder gedemütigt oder gestürzt werden musste.
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