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Warum der IWF auf Griechenland sauer ist

14. Juni 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.550

Wie der Krieg mit dem Internationalen Währungsfonds begann und warum der IWF auf Griechenland sauer und auf die Eurozone wütend ist.

Mittels der ausländischen Medien gelangen Enthüllungen über die Gründe ans Licht, aus denen der IWF Griechenland unglaubliche Schikanen bereitet und die Verhandlungen und die Erzielung der Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern blockiert.

Die Differenzen des Internationalen Währungsfonds mit Griechenland sind chaotisch und es ist zweifelhaft, ob sie in Brüssel überbrückt werden können, wo die griechische Delegation und Paul Thomson sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen werden.

Botschaft des IWF sowohl an Athen als auch an die EU

Die erste Kollision erfolgte, als die griechische Delegation sich in der (vor-)vergangen Woche zu einem Treffen mit Pierre Moscovici begab. „Als am vergangenen Montag die Herren Pappas und Tsakalotos in Brüssel Herrn Moscovici besuchten, sahen sie sich auch Hilfsbediensteten des IWF gegenüber, die planten, der Diskussion zwischen Athen und Brüssel beizuwohnen. Diese wahrnehmend, drohten die griechischen Minister, das Treffen zu verlassen. Schließlich zogen die Bediensteten des Fonds ab„, berichtete eine Quelle aus Brüssel. Die griechischen Verhandlungsführer wollten die Vertreter des IWF nicht dabei haben, weil sie glaubten, diese werden unterminierend agieren.

Der zweite Schlag wird von der Nachrichtenagentur Reuters enthüllt, die berichtet, der IWF sei auf die Griechen sauer, aber auch auf die Eurozone wütend. Reuters betont, sein Verlassen der Eurogruppe war eine Botschaft sowohl an Athen als auch an die EU wegen der Verzögerungen. In dem Artikel erfolgt eine Bezugnahme auf die Verärgerung der Leute des IWF über „die chaotische Weise, auf welche die Gesprächen mit den technischen Sachverständigen durchgeführt wurden, die keinen Zugang zu staatlichen Konten Athens hatten“ und die man … in den Hotels versteckte.

Reuters bezieht sich auf Erklärungen des IWF-Vertreters Gerry Rice, der – kurz bevor die Vertreter des Fonds sich aus den Diskussionen zurückzogen – von „großen Differenzen“ bei den Verhandlungen hinsichtlich der Renten, des Steuerwesens und der Finanzierung sprach. Laut dem Artikel wies die griechische Seite Vorschläge zurück, welche sich auf das Rentenwesen, aber auch die MwSt. und die Energie bezogen.

Längere Kreditlaufzeiten, niedrigere Zinssätze und höheres BIP

Es ist nicht möglich, dass Griechenland ohne Reformen und hauptsächlich bei den Renten seine mittelfristigen fiskalischen Ziele erreicht. Ich denke, dass von allen Seiten anerkannt worden ist, dass das griechische Rentensystem nicht tragfähig ist„, vertrat Herr Rice. „Der IWF übt auf die Europäer Druck wegen der weiteren Umstrukturierung der griechischen Verschuldung aus„, erklärt er und fügt an, „der Fonds spricht die Sprache der Wahrheit und die Europäer wollen sie einfach nicht hören„.

Laut der selben Quelle stellt der IWF klar, dass der geeignete Mix für den Ausgang Griechenlands aus der Krise aus der Kombination einer neuen Umstrukturierung der öffentlichen Verschuldung und der Gewährung zusätzlicher Hilfe bestehen müsse. „Die Verschuldung wird mittels einer Kombinationslösung tragfähig gemacht werden, welche die Verlängerung der Laufzeiten, eine Senkung der Zinssätze, einen Anstieg des BIP und die Stärkung der fiskalischen Elemente umfassen wird„, ergänzt ein anonymer Amtsträger.

Laut Reuters ist es unwahrscheinlich, dass der IWF, der Griechenland viel mehr Geld als jedem anderen Land geliehen hat, zu irgend einem dritten Programm beitragen wird, wenn Griechenland … nicht zur Vernunft kommt. Im Fall Griechenlands, das eine Verschuldung in Höhe von 185% des Brutto-Inlandsprodukt hat, erfordert die Tragfähigkeit die Umsetzung eines signifikanten Haushaltsüberschusses vor Zinszahlungen, führt der Artikel weiter an.

(Quelle: Imerisia)

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