Archiv

Archiv für Juni, 2015

Griechenlands Gläubiger fordern Rentenkürzungen von bis zu 62 Prozent

6. Juni 2015 / Aufrufe: 3.394 9 Kommentare

Die Gläubiger Griechenlands verlangen weitere rigorose Einsparungen im Rentensystem und behalten sich die Genehmigung jeglicher Änderungen im Arbeitswesen vor.

Um von 10% bis zu 62% gekürzte Renten sollen alle erhalten, die ab dem 01 Januar 2016 in die Frührente gehen, während ab dem selben Jahr bis 2022 jedes Jahr 6 Monate (und 1 Jahr ab 2022) zu den für die „alten“ Versicherten weiterhin geltenden niedrigeren Altersgrenzen hinzukommen, so dass niemand mehr ein Motiv hat, vor 62 Jahren in Rente zu gehen.

Kürzungen bei Hauptrenten, Beibehaltung der Null-Defizit-Klausel für die Zusatzrenten und Abfindungen, Streichung der Solidaritätszulage für Rentner (EKAS), aber auch sofortige Abschaffung der vorzeitigen Verrentungen ab dem 30 Juni 2016 sind jedoch nur einige der Maßnahmen, welche die Gläubiger in Zusammenhang mit der Versicherungsreform verlangen.
Gesamten Artikel lesen »

Explosion „roter“ Kredite in Griechenland

6. Juni 2015 / Aufrufe: 2.641 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wird ein steiler Anstieg leistungsgestörter Kredite verzeichnet, während die Kriterien für den Versteigerungsschutz von Hauptwohnungen verschärft werden.

Die sogenannten „roten“ Kredite haben in Griechenland jeden Rekord gebrochen, während das Finanzministerium nach 1 bis 2 Mrd. Euro sucht, damit der zwischengeschaltete öffentliche Träger mit dem Aufkauf dieser Kredite beginnt, da die Gläubiger einem solchen Vorschlag positiv gegenüber stehen.

Das Problem der leistungsgestörten Kredite nimmt in letzter Zeit explosive Dimensionen an. So gelangten sie im Dezember 2008 bei 11,9 Mrd. Euro an. Zwei Jahre später hoben sie auf 28,6 Mrd. ab. Ende 2011 erreichten sie 41,6 Mrd. Euro. Und ein Jahr später kletterten sie auf 55,7 Mrd. Euro, Ende 2013 dagegen auf 72,5 Mrd. Euro. 2014 erreichten die nicht bedienten Kredite 80,5 Mrd. Euro, während sie sich Einschätzungen der Banken zufolge in den ersten Monaten des Jahres 2015 nahe bei 85 Mrd. Euro bewegen.
Gesamten Artikel lesen »

Bürger in Griechenland halten sich mit privaten Krediten über Wasser

5. Juni 2015 / Aufrufe: 1.512 1 Kommentar

Laut einer Studie der EZB halten sich in Griechenland die Hälfte der finanziellen Schwierigkeiten begegnenden Haushalte mit privaten Krediten über Wasser.

Wie aus einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) über das Sparverhalten der Haushalte in 12 der 19 Mitgliedstaaten der Eurozone hervorgeht, ist die erste Lösung, zu der sich 51% der griechischen Haushalte flüchten, wenn ihre Ausgaben ihren Einkommen übersteigen, ein formloser Kredit von Verwandten und Freunden. Ebenfalls flüchten sie sich zu einem Anteil von 26% zu der letzten Lösung, ihre Rechnungen nicht zu bezahlen.

Diese beiden Prozentsätze sind die höchsten unter den 12 Ländern der Studie und belegen, dass im Fall Griechenlands das familiäre und befreundete Umfeld eine sehr viel bedeutendere Rolle als Zuflucht, spielt, sich im Notfall Geld zu leihen, als im Vergleich zu der übrigen Eurozone, aber auch, dass die Griechen in ihrer verzweifelten Bemühung, Überschreitungen ihrer familiären Aufwendungen zu decken, im Verhältnis zu anderen Europäern leichter Rechnungen unbezahlt lassen.
Gesamten Artikel lesen »

Plan für Griechenlands Rückkehr an die Finanzmärkte

4. Juni 2015 / Aufrufe: 2.196 1 Kommentar

In einem Interview an die Zeitung Avgi erklärt Finanzminister Yanis Varoufakis, wie Griechenland wieder an die Finanzmärkte gehen könnte.

Ein dreißigjähriger Kredit mit niedrigem Zinssatz (1,5%) von dem ESM, auf den die von der EZB gehaltene Verschuldung übergehen wird, nebst einer Umstrukturierung der anderen Teile der Verschuldung Griechenlands, damit die Gläubiger davon überzeugt werden, dass die Finanzierungsprobleme des Landes (also auch die Gefahr einer neuen „Blockade“ mit den Gläubigern) zu Ende sind, ist der Plan für einen Gang an die Märkte, wie ihn in einem Interview an die Sonntagsausgabe der Zeitung „Avgi“ Finanzminister Yanis Varoufakis beschrieb.

Die Beilegung des dualen Problems der heute von der EZB gehaltenen Anleihen von vor dem PSI im Nennwert von 27 Mrd. Euro charakterisierte der Finanzminister im Vorliegenden als „großes Thema“, nämlich: ihr anstehendes Auslaufen, das eine signifikante fiskalische Lücke schafft, da die EZB umgehend bezahlt werden muss, und die Verhinderung der Teilnahme Griechenlands an dem Programm der quantitativen Lockerung der EZB und der von diesem Programm gebotenen niedrigen Zinssätze.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

Frankreich verdiente an Griechenlands Verschuldung Milliarden

3. Juni 2015 / Aktualisiert: 13. Oktober 2018 / Aufrufe: 2.320 1 Kommentar

Laut Olivier Besancenot soll Frankreich an der Verschuldung Griechenlands rund zwei Milliarden Euro aus Zinsen und Anleihen verdient haben.

Laut dem Parteivorsitzenden der französischen „Neuen Antikapitalistischen Partei“ (NPA), Olivier Besancenot, hat Frankreich seit 2010 ungefähr 2 Mrd. Euro aus den Zinsen der griechischen Verschuldung und den staatlichen Anleihen verdient.

Der französische Politiker kehrte im vergangen Februar die von Redakteuren gestellte Frage, wie viel die französischen Steuerzahler eine griechische Annullierung der Verschuldung kosten werde, um und vertrat dagegen, die griechische Verschuldung fülle die Kassen des französischen Staates, und meinte: „Bevor wir darüber sprechen, was die Nichtabzahlung der Verschuldung kostet, sollten wir vielleicht darüber reden, was die griechische Verschuldung den französischen Steuerbehörden einbringt. Wir sprechen von 2 Mrd. Euro an Einnahmen seit 2010 aus den Staatsanleihen und Zinsen.
Gesamten Artikel lesen »

Strategie-Lehrstück für Europa aus Griechenland

3. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.074 2 Kommentare

Laut einem Artikel der französischen Zeitung La Tribune erteilte Griechenlands Premier Alexis Tsipras ganz Europa ein Lehrstück in Strategie.

Alexis Tsipras unterschreibt das Misslingen der Schlinge„, lautet der Titel eines Artikels des Chefredakteurs der Wirtschaftszeitung La Tribune, Romaric Godin, der sich auf die „Strategie der Schlinge“ bezieht, wie selbiger griechischer Premierminister im März 2015 in einem Interview an die deutsche Zeitschrift Spiegel die Strategie der Institutionen gegenüber Griechenland charakterisierte.

Der Artikel bezieht sich auf die Strategie Alexis Tsipras‘, stabil bei den „roten Linien“ zu verbleiben und sich der „absurden Strategie der Schlinge“ zu widersetzen und so den Europäern das Beispiel zu geben. Die wie mit seinem Artikel in der Zeitung Le Monde zum Ausdruck gebrachten Positionen des Premierministers analysierend, merkt Godin an: „Alexis Tsipras hat allen europäischen Regierungen wirklich eine schöne Lehre in Strategie erteilt, nämlich dass es möglich ist, sich Angela Merkel zu widersetzen. Für Manche, wie für Francois Hollande, ist die Lehre sicherlich hart … .
Gesamten Artikel lesen »

KategorienPolitik Tags: , , ,

Kreuzfahrer wenden sich von Griechenland ab

2. Juni 2015 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 2.252 5 Kommentare

Betreiber großer Super-Kreuzfahrtschiffe wenden Griechenland wegen unzureichender Infrastrukturen den Rücken zu.

Obwohl sie in einer ersten Phase Gelegenheiten für eine Entwicklung in griechischen Gewässern sehen, nehmen die großen Kreuzfahrt-Konzerne Kurs auf andere Häfen, da das Fehlen moderner Hafen-Infrastrukturen auf der Mehrzahl der Inseln Griechenlands sowie auch die unzureichenden Flugverbindungen zu den Märkten Amerikas und Chinas die Häfen für die großen Kreuzfahrtschiffe ungastlich machen.

Wenn die obigen Feststellungen von den beiden Top-Kreuzfahrtgesellschaften weltweit, nämlich der Carnival und der Royal Caribbean erfolgen, die auch das größte Volumen an Passagieren bzw. Touristen bewegen, wächst die Nachdenklichkeit über den Verlauf des Kreuzfahrt-Tourismus in Griechenland.
Gesamten Artikel lesen »

Kreuzfahrtschiffe verpesten Atmosphäre in Griechenland

1. Juni 2015 / Aufrufe: 1.643 2 Kommentare

Wie auch in anderen Hafengebieten wird im Bereich des Hafens Piräus in Griechenland eine enorme Luftverschmutzung durch die Abgase der Kreuzfahrtschiffe verzeichnet.

Die Messungen der Luftverschmutzung im Hafen von Piräus waren entmutigend. Während die Belastung im urbanen Kern der Stadt sich üblicherweise bei 3.000 – 5.000 Schwebeteilchen pro Kubikmeter Luft bewegt, wurde an dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe eine Konzentration von über 100.000 Schwebeteilchen festgestellt.

Die aktuellen Messungen wurden am 28 Mai 2015 von der deutschen Natur- und Umweltschutzorganisation (NABU), dem Partner der griechischen Ornithologen-Gesellschaft in der BirdLife International vorgenommen.
Gesamten Artikel lesen »