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Archiv für Juni, 2015

Merkel und Hollande hielten Griechenland absichtlich hin

11. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.602 Kommentare ausgeschaltet

Laut Reuters sollen Merkel und Hollande Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras absichtlich hingehalten haben, um noch mehr Zugeständnisse zu erreichen.

Einen Schritt näher am … Abgrund befanden sich am Mittwoch (10 Juni 2015) die Beziehungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern, berichtet Reuters nach dem „Thriller“ der vorausgegangenen Stunden darum, ob das Treffen Alexis Tsipras‘ mit der Angela Merkel und Francois Hollande in Brüssel letztendlich stattfinden wird.

Wie Reuters in seiner Analyse betont, hielten die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident den griechischen Premierminister absichtlich hin, um mehr Zugeständnisse von der griechischen Seite zu erreichen. (Anmerkung: Wie nachstehend angemerkt wird, begann die strittige Begegnung schließlich am späten Mittwochabend.)
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Die schwarzen Löcher im Versicherungssystem Griechenlands

10. Juni 2015 / Aufrufe: 1.597 Kommentare ausgeschaltet

Die Entwicklungen der letzten Jahre haben das Sozialversicherungssystem in Griechenland in eine Grenzsituation geführt und bewirkt, dass es nicht mehr tragfähig ist.

Die ungeheuren Einnahmeverluste, welche im Versicherungssystem Griechenlands die hohe Arbeitslosigkeit, die Beitragshinterziehung und die Senkung der Löhne verursachen, stellen ganz klar ein Thema seiner Tragfähigkeit.

Noch schwieriger wird die Lage wegen der kontinuierlichen Reduzierung der staatlichen Finanzierung, aber auch der Schulden, die an die Sozialversicherungsträger entstanden sind. Resultat dieses seit vier Jahren an mehreren Fronten erfolgenden Angriffs auf das Versicherungssystem ist, dass jeden Monat ein Kampf ausgefochten wird, damit reibungslos die Renten an 2,6 Mio. Rentner gezahlt werden.
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Griechenlands Sparer bringen ihr Geld in Deutschland in Sicherheit

10. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.456 Kommentare ausgeschaltet

Die aus Griechenland herrührenden Guthaben bei Banken in Deutschland haben mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro einen neuen Höchststand seit 2012 erreicht.

Wie „Die Welt“ schreibt, haben die griechischen Guthaben bei den deutschen Banken ihren höchsten Stand seit 2012 erreicht. Laut dem Artikel der deutschen Zeitung bluten die griechischen Finanzinstitute 2015 unaufhörlich aus, da die Bedrohung eines Grexit die Griechen dazu treibt, ihre Gelder aus dem griechischen Banksystem abzuziehen.

Allein im April 2015 gingen in Griechenland die Guthaben der Haushalte und Unternehmen um 5 Mrd. Euro zurück, welche Tendenz eine Fortsetzung des ersten Quartals 2015 darstellte, in dem die Abflüsse 22 Mrd. Euro erreichten – ein Betrag, der ungefähr 15% der Summe der griechischen Sparguthaben darstellt.
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Griechenland unterschreibt keine Vereinbarung ohne Schuldenlösung

9. Juni 2015 / Aktualisiert: 11. Juni 2015 / Aufrufe: 2.566 2 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis erkärte erneut, Griechenland werde keine Vereinbarung unterschreiben, die nicht auch eine Lösung für die Verschuldung umfasst.

In einem Interview an die deutsche Zeitung Tagespiegel lastet der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis den Gläubigern direkt an, die Diskussionen über eine Einigung mit Griechenland zu torpedieren.

Herr Varoufakis betonte bezüglich des Vorschlags der Gläubiger, „einen solchen Vorschlag macht man nur, wenn meine keine Einigung will“. Alle Annäherungen, die nach monatelangen Verhandlungen erreicht worden sind, nahmen die Gläubiger mit der Unterstützung der Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück, erklärte der griechische Minister. Jetzt verlangen sie genau das, was sie auch zu Beginn der Verhandlungen verlangten.

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Griechenlands Vorschlag zur Senkung seiner Verschuldung

9. Juni 2015 / Aktualisiert: 07. April 2020 / Aufrufe: 1.698 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland präsentiert seinen Gläubigern einen ehrgeizigen Plan zur Senkung der öffentlichen Verschuldung, der auch einen teilweisen Schuldenerlass umfasst.

Die griechische Regierung unterbreitete den Gläubigern einen radikalen Vorschlag, der sogar auch einen partiellen Schuldenerlass, Anleihen mit Wachstumsklausel oder unbefristeter Laufzeit (perpetual bonds) sowie ebenfalls neue Kredite von dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) umfasst, damit die öffentliche Verschuldung des Landes von derzeit 180% des BIP auf 93% im Jahr 2020 und gerade einmal 60% im Jahr 2030 sinkt.

Der griechische Plan wurde am 05 Juni 2015 in der Zeitung „Financial Times“ veröffentlicht und in einem siebenseitigen Text mit Titel „Beendigung der griechischen Krise“ wiedergegeben, der mehr Details im Vergleich zu dem zusammenfassenden Bericht über die Verschuldung umfasst, den es unter den 47 Seiten mit den griechischen Vorschlägen an unsere Gläubiger gab.
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USA sollen 50 Milliarden zur Rettung Griechenlands beisteuern

8. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.069 1 Kommentar

Wolfgang Schäuble soll die USA herausgefordert haben, 50 Milliarden beizusteuern, wenn sie Griechenland retten wollen.

Ein deutscher Regierungsfunktionär enthüllte eine zwischen dem Finanzminister der USA, Jack Lew, und seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble erfolgte telefonische Kommunikation, welche die Differenz der beiden Länder in der Tangierung des griechischen Themas hervorhebt.

Laut dem griechischen TV-Sender MEGA verlangte Jack Lew von Wolfgang Schäuble, dass Deutschland Griechenland unterstützt, und der deutsche Finanzminister soll charakteristisch geantwortet haben: „Steuern auch Sie 50 Milliarden bei, damit es (Griechenland) gerettet wird.“ An dieser Stelle gab Jack Lews keinerlei Antwort, wozu Berliner Quellen wiederholen, Washington mache immer einen Rückzieher, wenn das Thema des Geldes gestellt wird.
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Griechenlands Regierung lässt sich nicht terrorisieren

8. Juni 2015 / Aufrufe: 1.162 1 Kommentar

Griechenlands Finanzminister erklärte, die heutige griechische Regierung lasse sich nicht terrorisieren und werde keine die Krise verfestigende Vereinbarung akzeptieren.

Wir werden nichts unterschreiben, was die sich selbst speisende Krise der letzten fünf Jahre verstärkt„, merkte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem Interview an und betonte, „diese griechische Regierung lässt sich nicht terrorisieren„.

Im Gespräch mit der griechischen Zeitung „Proto Thema“ betont der Minister, er selbst als Finanzminister weigere sich, seine Unterschrift unter eine solche Vereinbarung zu setzen.

Provokativer Vorschlag der Gläubiger grenzt an Beleidigung

Yanis Varoufakis fügte an, bezüglich der (bedingten) Privatisierung der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) „unnachgiebig“ zu sein, und ließ einen „Spalt“ offen, dass die MwSt. auf den griechischen Inseln nicht erhöht wird, wozu er erklärte, „nach der Begegnung mit den Gouverneuren und Abgeordneten der Ägäis-Inseln ändern sich seine Überlegungen über dieses Thema„. Weiter führte er an, eine faire Vereinbarung habe ein Paket wirklicher, chirurgischer Reformen, eine Umschuldung, welche die Verschuldung ohne Kosten für die Gläubiger tragfähig macht, und ein Investitionspaket als Charakteristikum, und ergänzt: „Wenn wir diese drei Dinge nicht zusammen haben, unterschreiben wir nicht. Als Regierung, nicht als Varoufakis. Klar?

In Bezug auf das Thema der Verschuldung führte der Minister an: „Wir werden nicht eine einfache Bezugnahme akzeptieren … es wird eine ausdrückliche Zusage über sehr konkrete Maßnahmen geben, und so werden wir essentiell und ausdrücklich das Thema stellen, welches ist, dass Griechenland mit einer richtigen Umstrukturierung der Verschuldung umgehend innerhalb einiger Monate vor Ende 2015 an die Märkte zurückkehrt.“ Das Umschuldungsprogramm habe die Verlagerung der aus dem PSI verbliebenen 27 Mrd. Euro von der EZB zu beinhalten, da sie Griechenland von dem Programm der quantitativen Lockerung ausschließen und weil sie eine kurzfristige Schuld sind und eine Finanzierungslücke schaffen.

Yanis Varoufakis betonte, „mit dem entsprechenden politischen Willen von den Führern, Merkel, Hollande, Juncker, Draghi, sich in einem Zimmer einzufinden, eine nächtliche Konferenz vom Typ Europäische Union abzuhalten, eine von denen, die sie durchzuführen wissen, damit um 4 Uhr morgens weißer Rauch aufsteigt, ist die Vereinbarung eine Sache einiger Stunden.

Weiter erklärte der Minister, der Schriftsatz (Anmerkung: gemeint ist der jüngste Forderungskatalog) der Institutionen beziehe sich nicht auf die Verschuldung, da er nur den Abschluss des vorherigen Programms betreffe, und merkte parallel an: „Der an den Premierminister übergebene Text tangiert die Grenzen der Beleidigung … . Es war ein provokatorischer Text, den sie offensichtlich nicht so meinten, ich vermag mir nicht vorzustellen, dass sie ihn als Basis einer Vereinbarung, sondern als einen aggressiven Zug verstanden, um die griechische Regierung zu terrorisieren. Ohne begriffen zu haben, dass diese griechische Regierung sich nicht terrorisieren lässt.

(Quelle: in.gr)

Griechenland: ohne Vereinbarung bezahlen wir den IWF nicht

7. Juni 2015 / Aufrufe: 2.068 4 Kommentare

Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte bereits vor zwei Wochen, ohne Einigung mit den Gläubigern werde Griechenland am 05 Juni 2015 den IWF nicht bezahlen.

Finanzminister Yanis Varoufakis stellte bereits gegen Ende Mai mit seinen Erklärungen gegenüber dem CNN klar, dass Griechenland am 05 Juni 2015 die Rate an den IWF nicht zahlen wird, wenn es keine Vereinbarung gibt, und setzte damit den Zyklus der Erklärungen von Ministern über einen Zahlungsstopp fort. Herr Varoufakis zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass „wir zahlen werden, weil wir bis dahin eine Einigung mit unseren Partnern haben werden„.

Im Gespräch mit dem Journalisten Richard Quest erklärte Herr Varoufakis, Griechenland könne nicht wie bisher darin fortfahren, seine Gläubiger zu bezahlen, da dies von Anfang an darauf basierte, dass Athen zahlen und es danach eine Auszahlung von Tranchen von Seite der Gläubiger geben wird. Nach der Frage, ob Griechenland das Geld ausgegangen sei, meinte Herr Varoufakis jedoch, dies sie nicht der Fall. „Nach den ungeheuren Anstrengungen seiner Bürger lebt das Land aus eigenen Kräften.
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Griechenland will eine tragfähige Gesamtlösung

7. Juni 2015 / Aufrufe: 747 Kommentare ausgeschaltet

Ziel der griechischen Regierung ist, dass bei den Verhandlungen ein Gesamtvereinbarung erzielt wird, die wirtschaftlich und gesellschaftlich tragfähig sein wird.

Wie Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis bei einem Treffen mit den Vertretern der Europa-Fraktionsgemeinschaft der „Grünen“ unter Leitung von Philippe Lamberts und mit Generalsekretärin Vula Tsetsi betonte, besteht das Ziel der griechischen Regierung bei den Verhandlungen mit den Gläubigern des Landes in der Erzielung einer wirtschaftlich und gesellschaftlich tragfähigen Gesamtvereinbarung.

An der in Rede stehenden Begegnung nahm auch Giannis Tsironis, stellvertretender Minister für Umwelt, Energie und Klimawandel, teil.
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Renten in Griechenland – Einigung oder nicht?

7. Juni 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.082 3 Kommentare

Obwohl in Griechenland bereits 45 Prozent der Renten unterhalb der Armutsgrenze liegen, fordern die Gläubiger erneut Rentenkürzungen und höhere Altersgrenzen.

Nach Monaten quälender Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern über die Rettung hat sich ein Thema als schwieriger als alle übrigen erwiesen: die Reformen bei den Renten. Unter dem Beharren des Internationalen Währungsfonds fordern die Gläubiger von Athen, die Hähne in einem System zuzudrehen, das sie für nicht tragfähig halten.

Funktionäre der linksradikalen SYRIZA-Regierung monieren, dass bereits schmerzhafte Angleichungen erfolgt sind, und drohen damit, die Gespräche platzen zu lassen. Wie generös ist also das Rentensystem in Griechenland? Wie stellt es sich im Vergleich zu anderen Systemen in Europa dar?
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