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Archiv für Juni, 2015

Wird die EZB Griechenland die Liquidität kappen?

16. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.625 3 Kommentare

Nach dem Abbruch der Verhandlungen stellt sich die Frage, ob die EZB am 17 Juni 2015 den Banken Griechenlands die Liquidität kappen und es Kapitalkontrollen geben wird.

Nachdem die Vertreter der griechischen Seite den Verhandlungstisch verließen, endeten am 14 Juni 2015 die Beratungen in Brüssel am Sonntagnachmittag ohne das geringste Ergebnis. Diese Entwicklung schürt Szenarien über einen endgültigen Bruch Griechenlands mit seinen Gläubigern, aber auch die Angst vor eventuellen Kapitalkontrollen.

Die Gespräche mit den Vertretern der Institutionen wurden etwas vor 19:00 Uhr (MEZ) überraschend unterbrochen, indem die Herren Dragasakis, Tsakalotos und Pappas den Verhandlungstisch in Brüssel verließen. Wie die französische Nachrichtenagentur berichtete, endeten die Gespräche in Brüssel ohne die Erzielung einer Vereinbarung und „es bleiben signifikant voneinander abweichende Ansichten„.
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Kreuzfahrt-Gesellschaften wollen in Griechenland investieren

15. Juni 2015 / Aufrufe: 1.122 2 Kommentare

Die Kreuzfahrt-Gesellschaften der CLIA erklären sich bereit, umgehend in Hafen-Infrastrukturen in Griechenland zu investieren.

Der „Cruise Lines International Association“ (CLIA) angehörenden Kreuzfahrt-Gesellschaften sind bereit, umgehend zu Investitionen auf dem Sektor der Hafen-Infrastrukturen in Griechenland mittels Pachtungen für einen konkreten Zeitraum und unter Erhaltung des öffentlichen Charakters der Häfen zu schreiten.

Dies betonte bei einer Pressekonferenz Kyriakos Anastasiadis, geschäftsführender Vorstand der griechischen Kreuzfahrt-Gesellschaft Celestyal Europe und Mitglied des Exekutiv-Komitees der CLIA Europa, und bezog sich auf ein jüngst erfolgtes gemeinsames Treffen von Mitgliedern der CLIA Europa am Rand des „Posidonia Sea Tourism Forum“ mit drei Ministern der griechischen Regierung und konkret dem Minister für Wirtschaft, Infrastrukturen, Seefahrt und Tourismus (Giorgos Stathakis), der stellvertretenden Ministerin für Wirtschaft, Infrastrukturen, Seefahrt und Tourismus (E. Kountoura) und dem stellvertretenden Minister für Handelsschifffahrt (Theodoris Dritsas).
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Warum der IWF auf Griechenland sauer ist

14. Juni 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.600 Kommentare ausgeschaltet

Wie der Krieg mit dem Internationalen Währungsfonds begann und warum der IWF auf Griechenland sauer und auf die Eurozone wütend ist.

Mittels der ausländischen Medien gelangen Enthüllungen über die Gründe ans Licht, aus denen der IWF Griechenland unglaubliche Schikanen bereitet und die Verhandlungen und die Erzielung der Einigung zwischen Griechenland und seinen Gläubigern blockiert.

Die Differenzen des Internationalen Währungsfonds mit Griechenland sind chaotisch und es ist zweifelhaft, ob sie in Brüssel überbrückt werden können, wo die griechische Delegation und Paul Thomson sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen werden.
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Nein zu Spaltung und Unterwerfung aus Griechenland

14. Juni 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 2.298 4 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras erklärte, sich weder vor einem schmerzhaften Kompromiss noch vor einem endgültigen Bruch zu scheuen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras ließ für den neuen Zyklus der Verhandlungen alle Möglichkeiten offen und betonte, die Vereinbarung müsse tragfähig sein. Jedoch schickte er eine Botschaft an die Partner, in Griechenland keine Bedingungen der Unterwerfung hervorzurufen, weil er dann gezwungen sein wird, das große Nein zu sagen.

Der Premierminister verwarf die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen oder eines Referendums im Fall einer tragfähigen Vereinbarung, auch wenn sie das Resultat schwieriger Kompromisse sein sollte, und sagte, das griechische Volk habe der Regierung vertraut, schwierige Entscheidungen zu treffen, deren Handhabung ausschließlich ihr obliege.
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Wahrheit über die Renten in Griechenland

13. Juni 2015 / Aufrufe: 8.567 6 Kommentare

Der hartnäckig auf weiteren Kürzungen bei den Renten in Griechenland beharrende IWF scheint offensichtlich absichtlich mit unwahren Zahlen zu argumentieren.

Das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die regierungszentrale) eilte klarzustellen, dass der Internationale Währungsfond in Zusammenhang mit den Renten in Griechenland falsche Zahlen genannt hat. Nach Kategorien aufgeschlüsselt beträgt in Griechenland die durchschnittliche Monatsrente 664,69 Euro bei den Hauptrenten und 168,40 Euro bei den Zusatzrenten.

44,8% der griechischen Rentner (1.189.396 von insgesamt 2.654.784) beziehen sogar eine Rente unterhalb der stabilen relativen Armutsgrenze, die in Griechenland bei 665 Euro liegt. Jedenfalls ist anzumerken, dass der durchschnittliche Wert der monatlichen Renten in Griechenland und Deutschland ungefähr der selbe ist.
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Korrektur von Steuerungerechtigkeiten in Griechenland

13. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.682 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde eine Novelle zur Vermeidung der irrwitzigen Überbesteuerung bestimmter Kategorien von Steuerpflichtigen vorgelegt.

Praktisch in letzter Minute (die Abgabefrist für die diesjährigen Einkommensteuererklärungen endet am 30 Juni 2015) wurde in Griechenland dem Parlament ein Mini-Steuergesetz vorgelegt (Anmerkung: und von dem zuständigen Ausschuss inzwischen verabschiedet), das Themen der Besteuerung von Gelegenheitsarbeitern mit sehr niedrigen Jahreseinkommen, Landwirten und im Ausland ansässigen Griechen bzw. allgemein Steuerausländern regelt.

Mit den modifizierenden Bestimmungen soll die übermäßige steuerliche Belastung eingeschränkt werden, welche die neue Einkommensteuerordnung herbeiführte, die zwar 2013 bereits ratifiziert wurde, deren Inkraftsetzung jedoch um ein Jahr verschoben wurde und die somit zum ersten Mal in diesem Jahr (2015) für die Einkommen des Jahres 2014 zur Anwendung kommen wird. Spezieller sehen die zur Verabschiedung vorgelegten Bestimmungen vor:
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Griechenlands Verteidigungsminister setzt Deadline für Vereinbarung

12. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.721 4 Kommentare

Panos Kammenos erklärte, wenn es bis zum 18 Juni 2015 keine Einigung gebe, werde Griechenland die Zahlungen an die Gläubiger einstellen.

Panos Kammenos, Verteidigungsminister und Vorsitzender der Partei der Unabhängigen Hellenen (ANEL), gab im Morgenmagazin des TV-Senders Mega als … Deadline für eine Einigung mit den Gläubigern Griechenlands den 18 Juni 2015 vor und erklärte, „entweder wird es bis zum 18 Juni eine Vereinbarung geben oder nie„.

Herr Kammenos äußerte unter anderem: „Einigung bis zum 18 Juni, anderenfalls stellen wir die Zahlungen an die Gläubiger ein und bezahlen Gehälter und Renten. Wenn es bis zum 18 Juni keine Vereinbarung gibt, bezahlen wir weder den IWF noch die EU. Uns interessiert, eine Vereinbarung zu erzielen, welche die Verschuldung tragfähig macht. Wir werden alles tun, was uns möglich ist, um in der Eurozone zu bleiben, jedoch werden wir nicht das griechische Volk verelenden.

(Quelle: Imerisia)

Metzger-Praktiken in Griechenland sind keine Reformen

12. Juni 2015 / Aufrufe: 660 Kommentare ausgeschaltet

Finanzminister Varoufakis erklärte, Metzger-Praktiken seien keine Reformen, und bestritt die ihm zugeschrieben Äußerung, die Europäer begegnen Griechenland wie Schlächter.

Eine Reform ist das Gegenstück des chirurgischen Eingriffs, beispielsweise in das Versicherungssystem, wo Reformen nötig sind, damit es tragfähig wird. Kürzungen sind keine Reform„, erklärte in seinem Ministerium Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis.

Bezüglich seiner angeblichen Äußerung gefragt, die Europäer begegnen Griechenland wie „Schlächter“, erklärte er außerdem, „so etwas habe ich niemals gesagt. Ich bitte die Presse, etwas sorgfältiger zu sein und etwas Gelassenheit zu zeigen. Ich sagte, die Kürzungen, die Metzger-Technik stellen keine Reformen dar.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

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Zunahme der Abtreibungen in Griechenland wegen der Krise

12. Juni 2015 / Aufrufe: 1.822 Kommentare ausgeschaltet

Wegen der Krise schreiten in Griechenland Paare immer häufiger zum Abbruch einer  unerwünschten Schwangerschaft.

Wie die Veranstalter des am 13 Juni 2015 in Thessaloniki stattfindenden 1. Panhellenischen Seminars für Psychosomatik in der pränatalen Gynäkologie mit Thema „Tangierung der psychischen Dimension der Frau“ berichten, werden in Griechenland jedes Jahr wenigstens 80.000 Abtreibungen vorgenommen, wobei eine von vier Frauen, die zu einer Abtreibung schreiten, minderjährig ist, während die Krise immer mehr Paare dazu führt, unerwünschte Schwangerschaften abzubrechen.
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Finale Kollision Griechenlands mit der Eurozone

11. Juni 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 4.217 3 Kommentare

Laut einer Reportage der Financial Times befindet Griechenland sich auf dem Kurs zu einem finalen Bruch mit der Eurozone.

Griechenland scheint inzwischen in eine Bahn zu einem endgültigen Bruch mit der Eurozone einzutreten, da 22 Abgeordnete der Regierungspartei die umgehende Ratifizierung der Arbeitsgesetzgebung verlangen, was von der Troika als einseitige Handlung betrachtet wird. Gleichzeitig zeigt die Anzahl der 22, dass jegliche „memorandische“ Vereinbarung sehr schwer das Parlament passieren wird, da es als unwahrscheinlich gilt, dass diese 22 Abgeordneten ihre Haltung innerhalb weniger Tage umkehren werden.

Das schwere Klima zwischen „Athen – Institutionen“ zeichnet sich in den Erklärungen des Staatsministers Nikos Pappas nach der Entsendung der Gegenvorschläge der griechischen Seite ab. Mit seinem Kommentar bei den sozialen Medien verlangte er eine schriftliche und klare Antwort von der Kommission und betonte dabei charakteristisch: „Mit Verlautbarungen eröffnen wir keinen Dialog.
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