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Archiv für Juni, 2015

Nachfrist für Einkommensteuererklärung 2015 in Griechenland

26. Juni 2015 / Aufrufe: 770 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde die Abgabefrist für die diesjährigen Steuererklärungen verlängert, die Stichtage für die Zahlung der Einkommensteuer bleiben jedoch unverändert.

Die Vize-Ministerin für Finanzen, Nadia Valavani, erließ am 25 Juni 2015 einen Beschluss über die Verlängerung der ursprünglich am 30 Juni 2015 auslaufenden Abgabefristen für die diesjährigen Einkommensteuererklärungen. Gemäß dem Beschluss läuft die neue Frist für juristische Personen am 20 Juli 2015 und für natürliche Personen am 27 Juli 2015 aus.

Parallel sieht eine eingereichte Novelle vor, dass die Stichtage für die Entrichtung der in maximal drei Raten zahlbaren Einkommensteuer natürlicher Personen unverändert, sprich der 31 Juli, 30 September und 30 November 2015 bleiben. Bei Zahlung des Gesamtbetrags der festgestellten Steuerschuld bis zum 31 Juli 2015 wird ein Nachlass in Höhe von 2% gewährt.

Es sei angemerkt, dass zahllose Steuerpflichtige ihre Steuererklärung bisher einzig und allein deswegen nicht abgegeben haben, weil signifikante Beschlüsse und Korrekturen nicht zeitnah in das System eingepflegt wurden, was fallweise zu absurden Steuerforderungen führte. Informationen zufolge sollen die anhängigen Änderungen an diesem Wochenende erfolgen.

(Quelle: forologikanea.gr)

Letzte Chance für Griechenlands Premierminister …

26. Juni 2015 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 1.924 7 Kommentare

Laut Mark Mazower hat Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras eine letzte Chance, die Interessen des Landes über die Partei zu stellen.

Also, Alexis Tsipras ist gescheitert. Eine schwache Hand wurde geschwächt, da Griechenland mehr denn je isoliert worden ist und die bei den letzten Wahlen versprochene paneuropäische Front gegen die Austerität nicht realisiert wurde. Fünf Monate der Verhandlungen haben nichts gebracht, was mit der radikalen Rhetorik in Einklang steht, welche die SYRIZA-Partei an die Macht brachte.

Der Misserfolg ist jedoch nicht nur dem (heutigen) griechischen Premierminister anzulasten. Seine Vorgänger scheiterten ebenfalls, wobei sie in jedem Stadium ihren Wählern die praktische Geschichte zu sagen vermieden, als sie sich in der Opposition befanden, und unter den Konsequenzen litten, als sie an die Macht kamen.
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Rettet Europa, ertränkt einen Griechen

26. Juni 2015 / Aufrufe: 920 1 Kommentar

Das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo zeigt IWF-Chefin Christine Lagarde, wie sie einen Griechen in einem Wassereimer zu ertränken versucht.

Inmitten der Zuspitzung der Verhandlungen zwischen der Regierung Griechenlands und den Partnern – Gläubigern des Landes erschien am Mittwoch 25 Juni 2015 das französische satirische Magazin Charlie Hebdo mit dem Titelblatt-Text „Rettet Europa, ertränkt einen Griechen“ und einer Karikatur, auf der IWF-Chefin Christin Lagarde einen Griechen zu ertränken versucht, indem sie seinen Kopf in einen Wassereimer taucht.

Rettet Europa, ertränkt einen Griechen
Rettet Europa, ertränkt einen Griechen
(Quelle: Charlie Hebdo, 24 Juni 2015)

45 Mrd Euro „Matratzengeld“ in Griechenland

25. Juni 2015 / Aufrufe: 2.781 6 Kommentare

Laut der Griechischen Bank sind in Griechenland rund 45 Milliarden Euro Bargeld in Umlauf beziehungsweise versteckt.

Wie aus den Daten der Griechischen Bank hervorgeht, bezieht der größte Teil der von den Banken in Griechenland abgezogener Gelder sich auf Bargeld, das nun bei den (ehemaligen) Sparern mit den sich daraus ergebenden Gefahren für ihre Sicherheit „gebunkert“ ist.

Gemäß den von der Griechischen Bank für den Monat Mai 2015 veröffentlichten Angaben erreichte der Wert der auf dem Markt in Umlauf befindlichen Banknoten 45,20 Mrd. Euro, also ungefähr so viel wie auch im Juni 2012 (43,3 Mrd. Euro), als die berüchtigten Bargeld-Lufttransporte aus Frankfurt eintrafen.
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Die drei katastrophalen Optionen Europas für Griechenland

25. Juni 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 1.897 2 Kommentare

Europa hat drei Optionen, Griechenland zu begegnen, jedoch führen letztendlich alle Wege zu dem selben Ziel, nämlich zu der Zerstörung des Euro.

Sowie die Führer der EU den außerordentlichen Diskussionen dieser Woche entgegen gehen, begegnen sie der Entscheidung für einen von drei gefährlichen Wegen zum Ausgang aus der griechischen Krise. Der erste Weg führt sie dahin, Zugeständnisse an Griechenland zu machen. Auf dem zweiten werden sie ihre Position beibehalten und Griechenland gestatten, aus dem Euro auszuscheiden. Auf dem dritten wird Athen zu einem großen Teil die Forderungen seiner Gläubiger akzeptieren.

Die Entscheidung scheint schwer zu sein. Die Wahrheit ist jedoch, dass alle drei Wege letztendlich zu dem selben Ziel führen können: nämlich zur Zerstörung der einheitlichen Währung Europas. Die Dauer jeder Reise würde unterschiedlich sein, wie auch die Aussicht auf jeder Strecke, die Endstation wird jedoch die selbe sein.
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Haftbefehl gegen Unternehmer in Griechenland wegen Steuerhinterziehung

24. Juni 2015 / Aufrufe: 1.996 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland erging ein Haftbefehl gegen den der Steuerhinterziehung und Geldwäsche beschuldigten bekannten Unternehmer Angelos Metaxas.

Die Justizbehörden in Griechenland erließen einen Haftbefehl gegen Angelos Metaxas, Spross der bekannten Industriellen-Familie auf dem Sektor der Spirituosen, nachdem sie gegen ihn ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eines großen Ausmaßes von vielen Millionen Euro eingeleitet haben, die mithilfe der Daten der sogenannten Lagarde-Liste ausfindig gemacht wurden.

Eingeleitet wurde das Strafverfahren gegen Angelos Metaxas von der Staatsanwältin Eleni Toumpaki, und zwar mit den Beschuldigungen der Steuerhinterziehung und Legalisierung von Einkommen aus einer illegalen Aktivität im Grad eines Schwerverbrechens, was den Unternehmer sogar auch mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe konfrontiert.
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Regimewechsel und Abwertung der Drachme in Griechenland

24. Juni 2015 / Aktualisiert: 04. Juni 2020 / Aufrufe: 2.232 1 Kommentar

Ein Rückblick auf die Entwicklungen in Griechenland zeigt, dass Einführung und Abwertung einer nationalen Währung kein Allheilmittel zur Sanierung der Wirtschaft darstellen.

Die fehlende Möglichkeit, sich unter den Verhältnissen des Euro-Status zu einer Abwertung zu flüchten, hat den (angeblichen) Chancen, welche die Flexibilität der nationalen Währung bietet, sehr oft mythische Dimensionen verliehen. Es handelt sich natürlich um übertriebene Ansichten, die meistens politische Zweckmäßigkeiten verbergen. Weil eine Abwertung einer nationalen Währung dingliche Ergebnisse nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur dann abwerfen kann, sofern sie sich auf eine geeignete (Fiskal-, Währungs-, Einkommens- und Produktions-) Politik stützt.

Für eine Wirtschaft wie die Griechenlands, also eine für den Wettbewerb offene und kleine Wirtschaft, würden sogar nur die hohen Zinssätze eine Kurs- und Währungsstabilität gewährleisten können. Die alternative Lösung wäre die Kurs- und im weiteren Sinn Währungsinstabilität.
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Griechenland ist das fiskalisch verantwortlichste Land der Eurozone

23. Juni 2015 / Aufrufe: 2.338 1 Kommentar

Laut Nobelpreisträger Paul Krugman ist Griechenland, dem eine verrückte Austerität aufgezwungen wurde, das fiskalisch verantwortlichste Land der Eurozone.

Mit einem zweiten Beitrag auf seinem Blog in Folge beschäftigt der Nobelpreisträger Paul Krugman sich mit Griechenland und dem, was fiskalische Krise genannt wurde. Wie er anmerkt: „Es ist sehr ungerecht, zu behaupten, Griechenland habe nicht getan um sich anzugleichen. Ganz im Gegenteil, es wurde einer unglaublich harten Austerität unterzogen und hat auf anderen Ebenen signifikante Reformen gemacht.

Auch wenn man sich zu behaupten verlocken lassen könnte, die Resultate zeigen, Griechenland habe nicht genug getan: letztendlich erzielte es im vergangenen Jahr einen sehr kleinen Primärüberschuss und in diesem Jahr kehrte es zu einem primären Defizit zurück. Braucht Griechenland also noch mehr fiskalische Angleichung?
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Griechenlands Premierminister im Kampf mit „Bestien“ … und sich selbst

22. Juni 2015 / Aufrufe: 2.420 5 Kommentare

Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras steht unter großem Druck und hat nicht nur mit Bestien, sondern auch sich selbst zu kämpfen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras zeigt sich gegenüber engen und regelmäßigen Gesprächspartnern zu allem bereit, jedoch im Grunde genommen auch zuversichtlich, dass in letzter Minute eine Lösung auf höchster politischer Ebene gefunden werden wird.

Er persönlich mag sich das negative Szenarium nicht vorstellen – was jedoch nicht bedeutet, dass sein Stab nicht auf alle Szenarien vorbereitet ist. „Wir kämpfen für das bestmögliche Resultat„, meinte Alexis Tsipras und soll in einem Moment der Aufrichtigkeit geäußert haben: „Wir kämpfen mit Bestien.
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Griechenland und die mysteriöse Funktion der Eurozone

22. Juni 2015 / Aufrufe: 4.904 8 Kommentare

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis enthüllt mysteriöse Funktionsweisen der Eurozone und spezieller auch die Haltung Wolfgang Schäubles.

In einem am Samstag (20 Juni 2015) in der irländischen Zeitung „Irish Times“ publizierten Artikel des griechischen Finanzministers ist Yanis Varoufakis apokalyptisch in Zusammenhang mit den Geschehnissen bei der Eurogruppe in Luxemburg am vergangenen Donnerstag (18 Juni 2015) und führt charakteristisch an: „Die Eurogruppe des vergangenen Donnerstags wird in der Geschichte als eine verlorene Chance verzeichnet werden, eine bereits verzögerte Vereinbarung zwischen Griechenland und seinen Gläubiger zu erzielen.

In dem Artikel erfolgt auch eine speziellere Bezugnahme auf die Haltung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, der laut Yianis Varoufakis der griechischen Seite nicht erlaubte, ihre neuen schriftlichen Vorschläge mit irgend einem anderen Finanzminister der Eurozone zu teilen.
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