if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Kreuzfahrtschiffe verpesten Atmosphäre in Griechenland

1. Juni 2015 / Aufrufe: 1.544

Wie auch in anderen Hafengebieten wird im Bereich des Hafens Piräus in Griechenland eine enorme Luftverschmutzung durch die Abgase der Kreuzfahrtschiffe verzeichnet.

Die Messungen der Luftverschmutzung im Hafen von Piräus waren entmutigend. Während die Belastung im urbanen Kern der Stadt sich üblicherweise bei 3.000 – 5.000 Schwebeteilchen pro Kubikmeter Luft bewegt, wurde an dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe eine Konzentration von über 100.000 Schwebeteilchen festgestellt.

Die aktuellen Messungen wurden am 28 Mai 2015 von der deutschen Natur- und Umweltschutzorganisation (NABU), dem Partner der griechischen Ornithologen-Gesellschaft in der BirdLife International vorgenommen.

Sowohl Anwohner als auch Passagiere sind ernsthaft gefährdet

Piräus steht allerdings nicht allein dar. Eine außerordentlich hohe Belastung der Atmosphäre wegen der sehr kleinen Schwebeteilchen ist nach von der NABU dort programmierten ähnlichen Messungen der Luftqualität auch in anderen europäischen Häfen wie in Hamburg, Lissabon und Venedig festgestellt worden. Besonders problematisch für die menschliche Gesundheit ist der Smog, ein Produkt der kleinen Staubteilchen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation sind die Smogteilchen eben so krebserzeugend wie Asbest. Die Messungen zeigten, dass auch in Piräus im Gebiet des Hafens die atmosphärische Verschmutzung durch die Abgase der Kreuzfahrtschiffe signifikant ansteigt. Da sich die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe seit Jahren vervielfacht, werden immer mehr Passagiere und Anwohner des Gebietes den toxischen Gasen ausgesetzt. Das kann nicht hingenommen werden, zumal auch die erforderliche Technologie zur Bekämpfung der Verschmutzung existiert„, meint der wissenschaftliche Koordinator des Bereichs der griechischen Ornithologen-Gesellschaft, Francisco Vargas.

Eine sofortige Lösung für das Problem würden jedenfalls die selbigen Hochseeschiffe und hauptsächlich die Kreuzfahrtschiffe geben, wenn sie ausschließlich und allein hochqualitativen Marine-Diesel verwenden und umgehend mit einem effizienten Abgas-Nachbearbeitungssystem ausgerüstet werden würden. Zusätzlich ruft die NABU Griechenland auf, sich an die Internationale Seefahrts-Organisation der Vereinigten Nationen zwecks umgehender Schaffung einer sogenannten „Sulphur Emission Control Area“ (SECA) in dem gesamten Becken des Mittelmeers zu wenden, wie sie bereits im Gebiet des Baltikums und der Nordsee sowie auch im Ärmelkanal existiert. In diesen Gebieten werden aufgrund geeigneter Kontrollen sehr viel niedrigere Schwefel-Grenzwerte (0,1%) im Vergleich zu den entsprechenden Messwerten im Mittelmeer (3,5%) verzeichnet.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Griechenlandfreund
    1. Juni 2015, 10:16 | #1

    Europa ist bei Landstromversorgung von Schiffen noch weit zurück. Die US-amerikanischen Großhäfen verfügen beispielsweise bereits über bis zu 20 Landstromanschlüsse. Gleichzeitig zahlen nicht „landstromtaugliche“ Kreuzfahrt- und Containerschiffe dort höhere Liegegebühren. Insbesondere die stromfressenden Riesenkreuzfahrt- und Containerschiffe benötigen enorme Strommengen, die sie auch in Häfen durch Verbrennung von Schwerölen oder „Schiffsdiesel“ erzeugen. Diese bestehen im Wesentlichen aus Rückstandsölen der Rohöldestillation und enthalten deutlich mehr Schadstoffe wie Schwermetalle oder Schwefel. Zusammen mit einer minimalen Abgasreinigung erzeugen diese Treibstoffe in Häfen enorme Luftschadstoffmengen, die häufig in die Städte geweht werden.

  2. Rudi
    1. Juni 2015, 17:05 | #2

    Landstromversorgung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
    Schiffsmotoren verbrennen den letzten Dreck und stoßen weltweit Abgase ungefiltert in unsere Atemluft. Plastik und Chemikalien im Meer und im Boden, Abgase ist der Luft. Warum?
    Ganz einfach, die „Krone der Schöpfung“ ist eine gierige Sau!

Kommentare sind geschlossen