Regierung in Griechenland hat weiterhin große Unterstützung

25. Mai 2015 / Aufrufe: 1.687

Eine Demoskopie der Public Issue in Griechenland zeigt weiterhin eine überwältigende Überlegenheit der SYRIZA gegenüber der Nea Dimokratia.

Eine Demoskopie der Gesellschaft Public Issue für die Sonntagsausgabe der Zeitung Avgi zeigt eine klare Überlegenheit des Premierministers Alexis Tsipras und der SYRIZA sowie eine signifikante Akzeptanz der Strategie der Regierung bei den Verhandlungen.

Konkret ist bei der Einschätzung des Wahleinflusses die Differenz zugunsten der SYRIZA gegenüber der Nea Dimokratia (ND) überwältigend groß. Die SYRIZA vereinigt mit 48,5% gegenüber 21% einen mehr als doppelt so großen Anteil als die ND auf sich, es folgen KKE (6%), Chrysi Avgi (5,5%), PASOK (4%), ANEL (3,5%) und sonstige Parteien mit insgesamt 5%.

71% würden für den Euro und 19% für die Drachme stimmen

54% der Befragten unterstützen die Verhandlungshaltung der Regierung, gegenüber 37%, die nicht zustimmen. 56% favorisieren die Genehmigung der eventuellen Vereinbarung durch das Parlament und 34% per Volksabstimmung. 37% führen an, die Regierung müsse nachgeben, gegenüber 58%, die erklären, sie dürfe nicht nachgeben.

Hinsichtlich der Einzelaspekte der Verhandlung sprechen sich 89% gegen die Kürzung der Hauptrenten, 81% gegen die Freigabe von Massenentlassungen, 79% gegen die Kürzung der Zusatzrenten, 57% gegen die Beibehaltung der ENFIA, 52% gegen die Erhebung eines einheitlichen MwSt.-Satzes con 18% und 43% gegen die Privatisierung der peripheren Flughäfen aus.

Die Popularität des Premierministers Alexis Tsipras erreicht 77% und seine Eignung für das Amt des Premierministers 63%, während Antonis Samaras gerade einmal 20% erreicht. 44% sind mit der Regierung zufrieden. Bezüglich der Europäischen Union sind die Bürger gespalten (50% negative und 48% positive Meinungen), würden jedoch bei einer eventuellen Volksabstimmung zu einem Anteil von 71% für den Euro stimmen, gegenüber 19%, die für die Drachme stimmen würden.

Bezüglich der ND erachten 74% der Befragten, sie bewege sich in die falsche Richtung, 62% schätzen ein, sie benötige einen Führungswechsel, während Antonis Samaras bei der Gesamtheit der Wähler mit 16% als der am meisten geeignete Vorsitzende für die ND gilt, gefolgt von Dora Mpakogianni (12%) und Kostas Karamanlis (11%), während Dimitris Avramopoulos, Kyriakos Mitsotakis und Nikos Dendias jeweils 3% auf sich vereinigen. Bei den Wählern der ND stellen die Ergebnisse sich jedoch folgendermaßen dar: Samaras 44%, Karamanlis 15%, Mpakogianni 13%.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. yannisgeorgakakos
    25. Mai 2015, 02:59 | #1

    Die Griechen denken richtig, denn dieses Ersticken ist nicht korrekt, wenn man bedenkt, dass vor zwanzig Jahren Deutschland 17,000 000 Menschen allein durchgebracht hat. Nun sind es 18 Länder, die zusammen nicht ein Problem mit 10,000 000 Griechen in den Griff zu bekommen vermögen, weil viele mitgemischt hatten. Sicherlich waren und sind in erste Linie die Grieche schuld, aber etwas stimmt hier nicht.

  2. Georg
    25. Mai 2015, 10:20 | #2

    Der Vergleich mit Ostdeutschland ist sehr interessant, denn es gibt große Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede:

    – ein bankrottes Land (DDR)
    – eine ganz neue Regierung ohne Erfahrung (waren neue Parteien, ohne Kommunisten)
    – der erfolglose Versuch, für einen „neuen Weg“, eine selbständige neue DDR Geld vom Westen zu bekommen.
    – Die Einsicht, dass kein Geld kommt, danach die Wiedervereinigung
    – maximale Austerität, Verkauf aller staatlichen Firmen oder Liquidation der unrentablen Firmen, danach enormes Wirtschaftswachstum, aber im Zeitraum von 10 Jahren oder mehr.

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