Griechenland: Ruf doch mal Obama an …

28. Mai 2015 / Aufrufe: 2.482

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras den Tipp gegeben haben, sich wegen der laufenden Verhandlung an das Weiße Haus zu wenden.

Hinter der amerikanischen Intervention bei dem G7-Gipfel in Dresden zu Gunsten Griechenlands „verbirgt“ sich ein interessantes Hintergrundthema mit eigener Bedeutung.

Bei dem unlängst stattgefundenen Gipfeltreffen in Riga in Lettland war es die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras … den „Tipp“ gab, sich an das Weiße Haus zu wenden, damit es zu dem IWF vermittelt, damit dieser Flexibilität zeigt und das griechische Problem auch bei dem G7-Gipfel gestellt wird.

Merkel zu Tsipras: „Ich regiere Deutschland …

Die beiden letzten Telefongespräche zwischen dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras und dem amerikanischen Finanzminister Jack Lew innerhalb von nur fünf Tagen stellen somit praktisch ein „Produkt“ der Ratschläge der Frau Merkel an den Premierminister Griechenlands dar. Merkel und Tsipras hatten – immer laut dem amerikanischen Diplomaten – eine fortgesetzte Diskussion über die Schwierigkeiten der Verhandlung und die Hindernisse, die andauernd nicht nur der IWF, sondern auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble vorbringen, mit dem die Kanzlerin unterschiedliche Ansichten über die Handhabungen des griechischen Themas zu hegen scheint.

Laut den selben Informationen soll, als der Premierminister die von Herrn Schäuble eingehaltene kontraproduktive und harte Haltung bei der Verhandlung notierte, Frau Merkel ihm gesagt haben: „Ich regiere Deutschland.“ Herr Tsipras begriff nach dem Treffen die Botschaft der Frau Merkel und rief am vergangenen Freitag (22 Mai 2015) den amerikanischen Finanzminister Jack Lew an und ersuchte um die Intervention des Weißen Hauses sowohl an den G7-Gipfel als auch an den IWF.

Ab jenem Zeitpunkt und nachfolgend gibt es hinter den Kulissen eine koordinierte Aktion und Absicht des Weißen Hauses, darauf zu drängen, dass einerseits der deutsche Finanzminister „isoliert“ wird, und andererseits, dass der IWF bei seinen Forderungen nachgibt. Das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) rechnete damit, dass Jack Lew das griechische Thema bei dem G7-Gipfel in Dresden stellen wird, mit konkreten Vorschlägen und einem Plan, damit die Krise abgewendet wird – wenn auch Schäuble mitgeteilt hat, der G7-Gipfel werde nicht die Ebene werden, auf der eine Lösung für das griechische Programm gefunden werden wird …

(Quelle: euro2day.gr)

  1. Gerd
    28. Mai 2015, 14:18 | #1

    Da ist wohl eher Wunsch Vater des Gedankens. Da alle „Gläubiger-Seiten“ bestreiten, man sei sich „so gut wie einig“, ist das wohl so. Auf dem G7-Treffen sagte Mdme Lagard:We are all in the process of working towards a solution for Greece and I would not say that we already have reached substantial results.“ Der IWF ist ja sehr viele Anteilseigner….

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