Ist Griechenland in zwei Wochen pleite?

17. April 2015 / Aufrufe: 1.798

Laut dem Vorsitzender des griechischen Kapitalmarkt-Ausschusses geht Griechenland Anfang Mai 2015 das Geld aus.

Im Gespräch mit „Europe 1“ erklärte der Vorsitzende des griechischen Kapitalmarkt-Ausschusses, Konstantinos Mpotopoulos, Griechenland habe noch für zwei Wochen Geld und meinte, „wir können einen ‚Unfall‘ in Griechenland nicht ausschließen„. Auf die Frage, ob dem Land eine große Krise drohe, antwortete er, „ihm droht ein ‚Unfall‘, und zwar nicht gewollt, da alle nach einer Einigung suchen„.

Herr Mpotopoulos fügte an, „die Regierung selbst hat eingestanden, dass es in den Kassen für zwei Wochen – bis Anfang Mai – Geld geben wird„, und ergänzte, es werde Probleme hinsichtlich der Deckung der Verpflichtungen des Landes an das In- und Ausland geben. Was das Reformprogramm der griechischen Regierung betrifft, betonte er, „damit wir zu einer Einigung gelangen, hat Griechenland die Europäische Union von der Ernsthaftigkeit der Bemühungen und der Reformen zu überzeugen„.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. Peter Adam
    17. April 2015, 10:12 | #1

    Meine Güte nochmal … immer das gleiche Geseier und rumgedruckse dieser „Entscheidungsträger“. Griechenland ist pleite und von den wirtschaftlich starken EU-Staaten, unter tatkräftiger Hilfe aller bisherigen Vorgängerregierungen, bis aufs letzte ausgelutscht. Die griechische Regierung sollte sich im Interesse des Volkes nicht weiter erpressen lassen. Es ist genug! Was würde denn bei einer Pleite großartig passieren? Würde Griechenland untergehen, würde unser Volk mit einem Schlage aufhören zu existieren? Hört endlich damit auf zu unken und findet euch mit den Tatsachen ab. Und ganz ehrlich … wer solche Freunde wie die EU-Staaten hat, braucht keine Feinde. Und wenn Griechenland eine Neo-Drachme einführt … zuerst sollte das Wohl des Volkes stehen und dann ers, nach einer langen Pause die EU und ihre Profitgeier. Tspiras sollte aber auch endlich richtig loslegen und sich vom deutschen Oberlehrergehabe und den Bürokraten der EU in Brüssel nicht beeindrucken lassen.

  2. Roland Wolf
    17. April 2015, 16:29 | #2

    Es liegd jederzeit im Ermessen der Griechischen Regierung zu erklären Kreditraten der EZB, T-Bills die von Griechischen Banken gehalten werden und der EZB nicht weiter zu bedienen. Bislang haben alle Grichischen Regierungen versucht dies zu vermeiden, da die Folgen für Griechenland selbst gravierend wären. Eine „Neo-Drachme“ würde in einem sehr kleinen Währungsraum gehandelt und würde erheblicher Inflation durch Abwertung unterliegen. Zwar würde der niedrigere Kurs Industrie beim Export unterstützen, aber angesichts der derzeitigen Touristenzahlen erscheint eine erhblich Steigerung durch den besseren Währungskurs wenig wahrscheinlich. Dafür werden jedoch alle importierten Produkte erheblich verteuert-und das umfasst nun einmal Treibstoffe, Lebensmittel und Medikamente. Verlierer werden die Armen sein, Gewinner die die Ihr Kaptail ins Ausland brachten.

  3. LiFe
    17. April 2015, 19:00 | #3

    Es hat niemand Zeit und Interesse für Griechenland. Im Moment konzentriert sich alles auf andere Länder. Estland, Litauen, und Ukraine muss unterstützt werden. Griechenland muss selber aktiv werden und sich selber helfen.

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