Treffen Tsipras – Merkel substituiert nicht die Troika-Bewertung

19. März 2015 / Aufrufe: 1.405

Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte klar, ihr Treffen mit Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras substituiere nicht die Bewertung durch die Troika.

Die Gespräche in Berlin substituieren nicht die Bewertung durch die internationale Troika. Der bisherige Fortschritt Athens sei minimal, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sich auf die Einladung an den griechischen Premierminister Alexis Tsipras beziehend, Berlin zu besuchen, meinte sie, dass speziell jetzt zur Zeit der Krise der Dialog anzustreben sei.

Weiter fügte sie an, Deutschland müsse ein Land sein, das nichts unversucht bleiben lassen dürfe um einen Fortschritt zu erzielen.

Dijsselbloem stellt Szenarium à la Zypern in Aussicht

Parallel sprach am vergangenen Dienstag (17 März 2015) der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, von einem Szenarium à la Zypern (sprich einem „Schnitt“ privater Bankguthaben und Verhängung von Kontrollen des Kapitalverkehrs), um jede Gefahr eines Grexit’s abzuwenden. Er unterstrich, der Umstand, dass ein Land Problemen begegnet, nicht das Ausscheiden aus der Eurozone bedeute und es alternative Lösungen gebe, falls sich die Verhandlungen als fruchtlos erweisen werden.

Dijsselbloem sprach jedoch nicht konkret von einem möglichen Ausscheiden Griechenlands aus der gemeinsamen Währung und beschränkte sich darauf, erneut seinen persönlichen „politischen Willen“ zu bestätigen, die Unversehrtheit der Währungsunion sicherzustellen.

(Quelle: dikaiologitika.gr)

  1. windjob
    19. März 2015, 13:30 | #1

    Dieser Holländer Disteldingsbums hat doch keinen politischen Willen, der hat gar keinen Willen. Das ist ein absolut sturer Eurokrat. Vielleicht sollte man den mal rauswerfen. Der nächste wäre dann Sträuble. Aber gottseidank formiert sich langsam der Widerstand gegen die Eurogruppe.

  2. Ronald
    19. März 2015, 15:37 | #2

    Ich frage mich, wass Herr Tsipras sowohl von dem Treffen mit Merkel als auch mit den EU-„Spitzen“ erwartet, ausser den sich ständig wiederholenden Austausch der gleichen Statements….

  3. jörg
    19. März 2015, 19:30 | #3

    Vielleicht muss man für manche Dinge ein „Eurokrat“ sein. Ich sehe auch keinen Wiederstand gegen die Eurogruppe, das ist nur Wunschdenken.

  4. Frank-Uwe Albrecht
    19. März 2015, 19:49 | #4

    Irgendwie muss Herr Dijsselbloem wohl völlig den Verstand verloren haben. Während er und sein Vorgänger Juncker nicht in der Lage und auch nicht Willens waren, große Vermögen durch die abgewählte griechische Regierung besteuern und zur Abmilderung der Finanzkrise heranzuziehen, sollen nun die „einfachen Menschen von der Straße“ mit ihren Sparguthaben für die Bankenmisere herhalten.
    Eher wäre es endlich an der Zeit, das „Krisenprogramm“ der vergangenen 5 Jahre einer kritischen Bewertung zu unterziehen und vor allen Dingen hinsichtlich der Austeritätspolitik zu revidieren. Nur, das ist den Konservativen nicht zuzutrauen, weil ihnen dazu das geistige Vermögen fehlt. Daran wird auch das Treffen von Alexis Tsipras mit Frau Merkel (leider) nichts ändern. Deshalb ist es auch an der Zeit, die aktuelle deutsche Regierung endlich in die Wüste zu schicken.

  5. Stipsi Fan
    20. März 2015, 11:43 | #5

    Hierzu muss man den neueren Artikel „Die nächste Zäsur…“ in diesem Blog lesen. Ich denke schon lange, dass die Griechen einen ausgefeilten Plan haben und den unbeirrt verfolgen. Wahrscheinlich waren sogar die Schmähungen aus Politik und Presse mit einkalkuliert. Um überhaupt etwas beurteilen zu können, muss man zunächst mal alle Papiere, z.B. die Vereinbarung vom 20.2. LESEN. Daraus geht nämlich hervor, dass Tsipras mit seinem Sozialgesetz sich durchaus im Rahmen der Vereinbarung hält. Die Unwissenheit aller Talk Teilnehmer und das dadurch bedingte schallplattenhafte Abspielen von (Vor)Urteilen ist kaum noch zu ertragen. Interessanterweise wird in Wirtschaftsmagazinen oft bemerkt, dass Tsipras und Varoufakis „einen guten Aufschlag“ geliefert und sich bisher ganz erstaunlich durchgesetzt haben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass diese beiden Lichtgestalten das beste für Griechenland herausschlagen werden.

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